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Zürich (awp/sda) - Freitag, 7. Januar 2011
RÜCKGANG DER ARBEITSLOSIGKEIT VORERST VORBEI: Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich 2010 viel schneller und stärker von der Finanzkrise erholt als erwartet. Schweizweit waren Ende Dezember 148'636 Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent entspricht. Der Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber November ist ausschliesslich saisonal bedingt. Wegen der Konjunkturverlangsamung und insbesondere wegen der Frankenstärke dürfte die Arbeitslosigkeit laut Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), bis 2012 aber nur wenig sinken. Eine Prognose dazu ab, wie viele Stellen wegen des Frankenhochs verloren gehen respektive ins Ausland verlagert werden könnten, gab Gaillard indessen nicht ab.
REKORD BEI DEN KONKURSEN: In der Schweiz gab es 2010 eine Rekordzahl von Firmenkonkursen. Gemäss Angaben der Gläubigervereinigung Creditreform ist die Zahl der Konkurse infolge Überschuldung markant angestiegen, und zwar um 14,5 Prozent auf 4658. Ausser 2004 und 2005 hat es damit in der Schweiz nie so viele echte Insolvenzen geben wie im vergangenen Jahr. Ein Teil der 6255 publizierten Pleiten ist allerdings auf statistische Gründe zurückzuführen. Daneben ist mit 37'695 Neueintragungen auch die Zahl der Firmengründungen so hoch wie nie.
OBERSTER ZENTRALBANKER KRITISIERT POLITIK: Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat der EU Versagen in der Wirtschafts- und Währungspolitik vorgeworfen. Staaten hätten den Stabilitäts- und Wachstumspakt aufgeweicht, verletzt und gegenseitige Kontrolle versäumt. Wirtschaftsschwächen müssten rechtzeitig nun korrigiert werden, sagte Trichet an einer Veranstaltung der deutschen Partei CSU. "Die derzeitigen Vorschläge dazu gehen nach Auffassung der EZB nicht weit genug."
SPAR KNAPP VOR DER UMSATZMILLIARDE: Die Spar-Gruppe Schweiz hat ihren Umsatz 2010 trotz Preissenkungen um 1,2 Prozent auf 993 Mio. Fr. gesteigert. Die 158 Spar-Läden konnten ihren Umsatz von 552 Mio. Fr. aus dem Vorjahr halten. Die acht Grosshandels-Abholmärkte TopCC konnten ihren Umsatz von 291 Mio. Fr. ebenfalls halten, wie weiter bekannt gegeben wurde. Bei der Belieferung für Drittkunden stieg der Umsatz vor allem dank neuer Lieferverträge von 139 Mio. auf 150 Mio. Franken an.
HERSTELLER VERKAUFEN MEHR ZEMENT: 2010 ist der Zementabsatz in der Schweiz um 5,1 Prozent auf 4,55 Mio. Tonnen gestiegen. Im letzten Quartal hat sich das Wachstum mit 1,6 Prozent im Vergleich zu den Vorquartalen aber abgeschwächt, wie der Branchenverband Cemsuisse mitteilte. Für das Jahr 2011 rechnen die Zementhersteller mit einem rückläufigem Absatz. Da im Baugewerbe die Auftragseingänge rückläufig seien, dürften die Zementlieferungen 2011 um 2 bis 4 Prozent sinken.
BERNER BIO-PIONIER VOR DEM AUS: Der erste Bio-Supermarkt der Schweiz ist nach gut 18 Jahren am Ende: Vatters "Logischer Supermarkt" in der Berner Innenstadt macht nach einem drastischen Umsatzrückgang per Ende März dicht. 47 Angestellte sind betroffen. Mindestens 39 werden entlassen. Daneben möchte das Unternehmen die Arbeitsplätze von sechs Lehrlingen und zwei Erwachsenen sichern, indem es einen Lehrlingsladen in einem Quartier eröffnet.
FACEBOOK IST EIN GOLDESEL: Das weltgrösste Internet-Netzwerk Facebook, das auf einen Börsengang zusteuert, hat unter der Hand erstmals Geschäftszahlen vorgelegt. Von Januar bis September erzielte Facebook demnach einen Gewinn von 355 Mio. Dollar - bei einem Umsatz von 1,2 Mrd. Dollar. Die Daten veröffentlichte die Investmentbank Goldman Sachs gegenüber Investoren. In diesem Jahr könnte Facebook den Gewinn laut Experten über 800 Mio. Dollar und möglicherweise auf fast 1 Mrd. Dollar steigern.
VW MIT REKORDVERKÄUFEN: Europas grösster Autobauer Volkswagen hat 2010 rekordmässige 4,5 Mio. Autos ausgeliefert. Das entspricht laut Angaben vom Freitag einem Plus von 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Boommarkt China verkaufte VW mit 1,51 Mio. Einheiten und einem Zuwachs von 35,5 Prozent fast ebensoviele Autos wie in allen europäischen Ländern zusammen. Einen kräftigen Rückgang musste die Marke in Deutschland hinnehmen, wo der Absatz vor allem wegen der Nachwirkungen der Abwrackprämie um 20,6 Prozent auf 534'000 Einheiten sank.
DAIMLER PROFITIERT VON CHINA: Der deutsche Autokonzern Daimler hat mit Hilfe des Absatzbooms in China und der Erholung des US-Markts 2010 deutlich mehr Autos verkauft. Verglichen mit dem vorangegangenen Krisenjahr stieg die Zahl verkaufter Fahrzeuge um 12 Prozent auf 1,27 Millionen. Der Absatz der Kernmarke Mercedes-Benz stieg um 15 Prozent auf 1,17 Millionen Fahrzeuge. Der Absatz des Kleinwagens Smart brach dagegen um 16,6 Prozent auf 97'500 Autos ein.
USA WACHSEN ZU LANGSAM: US-Notenbankchef Ben Bernanke beurteilt die Aussichten für die krisengebeutelte US-Wirtschaft nach dem Jahreswechsel etwas positiver. Allerdings reiche dies noch nicht für einen Umschwung am Arbeitsmarkt aus, sagte Bernanke vor dem Haushaltsausschuss des Senats. Kurz zuvor hatte die Regierung bekannt gegeben, dass die Zahl der Beschäftigten in den USA im Dezember um 103'000 gestiegen ist. Der Zuwachs fiel damit geringer aus, als von Analysten erwartet.
ÖLKONZERN BP UNBELIEBT: Der britische Ölkonzern BP gehört nach der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko in den USA nun zur Liste der meist gehassten Unternehmen. Auch der japanische Autobauer Toyota, der in den USA massenhaft Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen musste, geriet unter die fünfzehn Firmen, deren Liste die Website "24/7 Wallstreet" am Donnerstag veröffentlichte. Ansonsten finden sich in der Liste, die keine Rangfolge enthält, vor allem Technologiefirmen und Fluggesellschaften.

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