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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 20. Januar
KRIEG DER STERNE BEENDET: GastroSuisse darf sein eigenes "Sterne-System" für die Bewertung von Hotelbetrieben einführen. Das Bundesgericht hat in letzter Instanz die Beschwerde des Schweizer Hotelier-Vereins abgewiesen, der ein Monopol für die Vergabe von Sternen beanspruchen wollte. Der Schweizer Hotelier-Verein (hotelleriesuisse, SHV) hatte die Sterne-Vergabe für die Hotelklassifikation für sich beansprucht. 2005 hinterlegte der Wirteverband GastroSuisse eigene Markenzeichen, die ebenfalls ein bis fünf Sterne enthalten. Sterne, egal von wem vergeben, würden von Kunden ohne weiteres als Hinweis auf die Qualitätsstufe eines Beherbergungsbetriebs verstanden, befand das Bundesgericht. Ein Anspruch auf Exklusivität bestehe damit nicht.
SWISS BAUT IN BASEL AUS: Die Swiss baut ihr Angebot am Flughafen Basel-Mülhausen aus. Zusammen mit der ebenfalls zur Lufthansa gehörenden British Midland International (bmi) erhöht sie die Kapazität am EuroAirport (EAP) um knapp 70 Prozent. Sie erwartet ein Passagierwachstum auf eine halbe Million. Der Ausbau erfolge auf den Sommerflugplan 2011, sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister. Vom 27. März an bietet die bisher nicht am EAP vertretene bmi in Kooperation mit der Swiss tägliche Verbindungen nach London an. Vorgesehen sind während der Woche drei tägliche Verbindungen zwischen dem EAP und London Heathrow. Samstags und sonntags sind zwei Verbindungen geplant.
STARRAGHECKERT-DEAL PERFEKT: Der Maschinenhersteller StarragHeckert hat die deutsche Werkzeugmaschinenfirma Dörries Scharmann zu 100 Prozent übernommen. Der Kaufpreis beträgt 70 Mio. Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Rorschacherberg SG bekanntgab. Der Kaufpreis sei durch eigene flüssige Mittel und einen Überbrückungskredit von Mehrheitsaktionär Walter Fust in Höhe von 50 Millionen Euro finanziert worden. Der Überbrückungskredit soll in einigen Monaten durch eine Kapitalerhöhung abgelöst werden. Der starke Franken habe den Kauf begünstigt, teilte StarragHeckert mit.
SIX KOOPERIERT MIT LIQUIDNET: Die Schweizer Börse arbeitet neu mit dem Broker und Handelsplatz Liquidnet zusammen. Die Kooperation ermöglicht Kunden der SIX Swiss Exchange, einfach grosse Aktienpakete zu handeln. Ein Grossteil der Teilnehmer an der Schweizer Börse platziert lediglich kleinere Aufträge. Grössere Börsenaufträge können daher die Preisbildung beeinflussen. Die New Yorker Liquidnet und andere Anbieter von so genannten Dark Pools sind auf den Handel mit grossen Aktienpaketen spezialisiert. Im Unterschied zu normalen Börsen werden bei Dark Pools die Aufträge nicht publiziert. Die anderen Marktteilnehmer sehen nur die Abschlüsse.
NEUE MEHRHEIT BEI GENOLIER: Der undurchsichtige Machtkampf um die Westschweizer Spitalgruppe Genolier geht in die nächste Runde. Der Grossaktionär und frühere Chef, Antoine Hubert, und der französische Unternehmer Michel Reybier spannen zusammen und halten nun die Mehrheit des Unternehmens. Die beiden Investoren haben über die neu gegründete Holdinggesellschaft Medical Research Services & Investments (MRSI) in den letzten Tagen rund 20 Prozent der Aktien von Genolier gekauft. Hubert und Reybier haben damit ihren Anteil am Aktienkapital auf 55 Prozent erhöht. Damit haben sie die Grenzwerte von einem Drittel und 50 Prozent überschritten, was die Investoren verpflichtet, ein öffentliches Kaufangebot zu unterbreiten.
NIDWALDNER KANTONALBANK MIT GEWINNSCHWUND: Der Bruttogewinn der Nidwaldner Kantonalbank (NKB) ist im vergangenen Geschäftsjahr um 10,3 Prozent auf 24,4 Millionen Franken gesunken. Der Reingewinn verharrte mit knapp 15 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres. Für den Rückgang des Bruttogewinns ist in erster Linie das Zinsengeschäft verantwortlich, wie die NKB mitteilte. Der Ertrag ging um 6,9 Prozent auf 41,6 Mio. Fr. zurück. Grund dafür sind eine sinkende Zinsmarge und Absicherungsgeschäfte.
ELMER-DRAMA - 2. AKT: Der Ex-Banker Rudolf Elmer, der am Mittwochabend kurz nach seiner Verurteilung in Zürich wieder festgenommen wurde, musste am Donnerstag zu seiner ersten Einvernahme erscheinen. Aufgrund dieser wollte die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragen will. Die Staatsanwaltschaft hat bis Freitagabend Zeit, die Untersuchungshaft zu beantragen. Auslöser für die Verhaftung war die Übergabe von Daten-CDs in London vom Montag. Elmer war am Mittwoch wegen Drohung, mehrfacher versuchter Nötigung und Verletzung des Bankgeheimnisses zu einer bedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 30 Franken verurteilt worden.
GRIECHEN-UMSCHULDUNG DEMENTIERT: Nach der griechischen Regierung und dem deutschen Finanzministerium hat auch Brüssel Spekulationen über eine bevorstehende Umschuldung des Landes zurückgewiesen. "Das ist Unfug", sagte EU-Kommissionssprecher Amadeu Altafaj Tardio. Die EU bleibe zuversichtlich, dass sich Griechenland ab 2013 wieder ohne Hilfe am Markt refinanzieren könne. Allerdings sollten die Laufzeiten der Kredite, mit denen die Euro-Partner Athen durch die Schuldenkrise helfen, verlängert werden. "Das ist in der Pipeline", sagte Altafaj Tardio.
SIEMENS-BOSS VOR GERICHT: Zum ersten Mal wird einem Mitglied des Siemens-Konzernvorstandes wegen des 2006 aufgeflogenen Schmiergeldskandals der Prozess gemacht. Der frühere Topmanager muss sich unter anderem wegen vorsätzlicher Verletzung der Aufsichtspflicht verantworten. Zudem steht er wegen angeblicher Steuerhinterziehung im Auftrag des Unternehmens vor dem Landgericht München. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Kommunikationssparte schwarze Kassen für sogenannte diskrete Zahlungen an ausländische Kunden geduldet und Steuern hinterzogen zu haben. Das Landgericht hat bis Ende Februar neun Prozesstage angesetzt.
CHINA WÄCHST: China hat die Weltwirtschaftskrise deutlich schneller und besser als andere Volkswirtschaften überstanden. Die zweitgrösste Wirtschaftsnation wuchs im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie das nationale Statistikamt in Peking berichtete, stieg aber auch die Inflation. Im Dezember legten die Konsumentenpreise um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu - nach 5,1 Prozent im November. Für das ganze Jahr wurden 3,3 Prozent Inflation errechnet. Auch die Erzeugerpreise stiegen um 5,5 Prozent.
EMMISSIONSSCHEINE GESTOHLEN: Nach einem Hackerangriff hat die EU-Kommission das europäische System für den Handel mit Emissionsscheinen ausgesetzt. Die Sperre werde mindestens bis zum 26. Januar dauern, teilte die EU-Behörde am Donnerstag in Brüssel mit. Eine Kommissions-Sprecherin berichtete, Hacker seien in mehrere nationale Computersysteme eingedrungen. Sie hätten Verschmutzungsrechte gestohlen und dann weiterverkauft. Für die Sicherheit der Systeme seien die Mitgliedstaaten verantwortlich. Das System an sich sei nicht bedroht.

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