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Bern (awp/sda) - Freitag, 21. Januar
KRITIK AN SNB: Der Ex-Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Ulrich Kohli, kritisiert die Interventionen der SNB auf dem Devisenmarkt: Ihre Strategie, im grossen Stil Euro zu kaufen um den Franken zu schwächen, sei ein "Fiasko" gewesen. Der Jahresverlust der SNB sei beängstigend. Die Interventionen hätten die Aufwertung des Frankens im besten Fall um zwei oder drei Monate verzögert, sagte Kohli im Interview mit der "Basler Zeitung". Der Jahresverlust der SNB von 21 Mrd. Fr. sei von historischen Proportionen und unnötig. "Das Interventionen generell nichts nützen, ist eigentlich nichts Neues."
STEUERSENKUNGEN GEGEN FRANKENSTÄRKE: Die FDP sieht nur ein Mittel gegen die Frankenstärke: Sie bläst zum Angriff auf die Produktionskosten, die vom Staat beeinflusst werden. Die Partei fordert tiefere Steuern und Gebühren, damit die Schweizer Unternehmen den starken Franken kompensieren können. Zu senken seien Unternehmenssteuern, Gebühren, Bürokratie, Lohnneben- sowie Energiekosten und Zölle in Länder ohne Freihandelsabkommen. Die Schweizer Unternehmen bräuchten namentlich tiefe Gewinnsteuersätze, die Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigenkapital sowie die Streichung der Stempelsteuer.
ELMER SOLL IN U-HAFT: Die Zürcher Staatsanwaltschaft will den verhafteten Ex-Banker Rudolf Elmer in Untersuchungshaft nehmen. Sie hat dem Haftrichter einen entsprechenden Antrag gestellt. Dieser wird nun innerhalb von zwei Tagen entscheiden. Ob Elmer hinter Gitter muss, wird am Montagmorgen kommuniziert, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft mitteilte. Bis zum Entscheid bleibt Elmer aber in Polizeigewahrsam. Das bevorstehende Wochenende wird er somit im Gefängnis verbringen.
REKORD FÜR AMAG: Nach dem durch die Wirtschaftskrise gebremsten Jahr 2009 hat der Autoimporteur AMAG im darauffolgenden Jahr Gas gegeben. Der Umsatz wuchs um 300 Mio. auf 4 Mrd. Franken. Der Marktanteil von AMAG am Schweizer Automarkt legte von 24,2 auf 24,8 Prozent zu. Das ist ein neuer Rekord. 2010 sei das erfolgreichste Jahr in der über 65-jährigen Firmengeschichte gewesen, teilte AMAG mit. Nach einem verhaltenen 2009 habe der Schweizer Automarkt im vergangenen Jahr wieder deutlich an Fahrt gewonnen - sogar stärker als viele Branchenkenner Anfang des Jahres erwartet hätten.
UMSATZPLUS BEI ZEHNDER: Der Heizkörper- und Lüftungshersteller Zehnder hat 2010 Jahr vor allem dank des Lüftungsgeschäfts mehr umgesetzt. Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 476 Mio. Euro, wie Zehnder mitteilte. Werden Übernahmen und Wechselkurseffekte ausgeklammert, erhöhte sich der Umsatz im vergangenen Jahr um 6 Prozent. Besonders in China konnte Zehnder stark zulegen. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 Prozent. Im Jahr 2009 hatte das Aargauer Unternehmen 33,4 Mio. Euro verdient. Die genauen Gewinnzahlen für das letzte Jahr präsentiert Zehnder Ende März.
KONSTANTE ZUGER KB: Die Zuger Kantonalbank hat ihr Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr praktisch halten können: Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Prozent auf 61,1 Mio. Franken. Das betreute Depotvermögen betrug erstmals mehr als 10 Mrd. Franken. Im Zinsgeschäft, der wichtigsten Ertragsquelle, stieg der Erfolg trotz des tiefen Zinsniveaus um 0,7 Prozent auf 158,8 Mio. Franken, wie die Bank mitteilte. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 2,9 Prozent auf 42,1 Mio. Franken. Im Handelsgeschäft verzeichnete die Bank ein Plus von 2,1 Prozent auf 11,5 Mio. Franken, während der übrige Erfolg um einen Viertel auf 3,7 Mio. Fr. sank.
SCHWEIZERISCH-SPANISCHE KOOPERATION: Die Flugverpflegungsfirma Gategroup hat mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia einen neuen Vierjahres-Vertrag geschlossen. Das Volumen beläuft sich auf über 400 Mio. Franken, wie Gategroup mitteilte. Der Vertrag, der im Mai in Kraft tritt, umfasst Catering- und Bereitstellungsdienste an den Hauptverkehrsknotenpunkten von Iberia in Madrid und Barcelona sowie an über 20 weiteren Flughäfen in Europa, den USA und Lateinamerika.
ALTER NEUER GOOGLE-CHEF: Überraschender Führungswechsel bei Google: Mitbegründer Larry Page kehrt an die Konzernspitze des Internetriesen zurück. Der 37-Jährige wird die Nachfolge von Eric Schmidt am 4. April antreten. Page, der zuvor bereits drei Jahre lang das Unternehmen gelenkt hatte, darf somit wieder selbst ans Steuer. Sein Kompagnon Sergey Brin soll sich derweil um neue Produkte kümmern. Die ehemaligen Studienkollegen Page und Brin hatten Google 1998 gegründet.
FRÜHERER VIVENDI-CHEF VERURTEILT: Ein Pariser Strafgericht hat den früheren Chef des inzwischen aufgespaltenen Mischkonzerns Vivendi-Universal, Jean-Marie Messier, zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Ausserdem muss der 54-Jährige 150'000 Euro Strafe zahlen. Die Richter befanden ihn für schuldig, falsche Informationen über die finanzielle Lage des Unternehmens verbreitet zu haben. Er verschwieg während des Börsen- und Internetbooms zur Jahrtausendwende seinen Aktionären den hohen Schuldenstand nach der Übernahme des kanadischen Medienkonzerns Seagram und musste 2002 zurücktreten. Zudem wurden drei weitere Angeklagte zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt.
BANK OF AMERICA MIT VERLUST: Eine Milliarden-Abschreibung im Immobiliengeschäft hat der Bank of America einen unerwarteten Verlust eingebrockt. Das Finanzinstitut meldete für das vergangene Vierteljahr ein Minus von 1,2 Mrd. Dollar. Ohne die Abschreibung in der Höhe von zwei Mrd. Dollar verdiente das US-Geldhaus im letzten Quartal 2010 rund 756 Mio. Dollar. Das liegt weit unter den Erwartungen der Analysten. Vor einem Jahr hatte das gemessen an den Vermögenswerten grösste US-Institut wegen der Finanzkrise noch einen Verlust von 5,2 Mrd. Dollar eingefahren.
VON MARKTERHOLUNG PROFITIERT: Der US-Mischkonzern General Electric hat zum Jahresende dank der boomenden Nachfrage in Schwellenländern und der Erholung der Weltwirtschaft mehr verdient. Im vierten Quartal stieg der Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft um einen Drittel. Der Konzernumsatz legte erstmals seit neun Quartalen wieder zu und kletterte den Angaben zufolge um 1 Prozent auf 41,4 Mrd. Dollar. Dabei profitiert das Unternehmen vor allem von einer robusten Nachfrage aus dem schnell wachsenden China und Indien. Zudem kam GE die Erholung seines Finanzarms GE Capital zugute.
RETTUNG FÜR IRLAND: Das krisengeschüttelte Irland hat bereits knapp 11 Mrd. Euro aus dem Rettungsschirm von EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten. Aus dem Krisenmechanismus der Euro-Staaten sei ein Darlehen über 5 Mrd. Euro geflossen, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Dublin der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Der IWF habe am 18. Januar 5,8 Mrd. Euro überwiesen. Irland hatte Ende November nach langem Zögern beschlossen, unter den Rettungsschirm von EU und Währungsfonds zu schlüpfen. Die Schuldenlast nach einer schweren Bankenkrise war zu erdrückend geworden. Insgesamt sind für die Irland-Rettung maximal 85 Mrd. Euro vorgesehen, 17,5 Mrd. Euro davon will das Land aus eigenen Töpfen aufbringen.

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