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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 26. Januar
AXPO MIT WENIGER GEWINN: Zum dritten Mal in Folge ist beim Stromkonzern Axpo der Gewinn eingebrochen: Unter dem Strich bleiben für das Geschäftsjahr 2010 409 Mio. Franken. Das sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesamtleistung von Axpo sank um 17 Prozent auf 6,27 Mrd. Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBIT) ging um 37 Prozent auf 538 Mio. Fr. zurück. Der geringere Verdienst hat gemäss Axpo eine Reihe von Gründen: Im internationalen Energiehandel ging der Bruttogewinn zurück, und der Ausstieg aus einem Kraftwerksprojekt in Italien sowie der Ausfall eines Kernkraftwerks in Frankreich belasteten Axpo. Zudem leidet der Stromkonzern unter dem schwachen Euro.
HARTER FRANKEN KOSTET LONZA GEWINN UND UMSATZ: Der Pharmazulieferer Lonza hat im vergangenen Jahr wegen des starken Frankens knapp weniger umgesetzt: Der Umsatz sank um 0,4 Prozent auf 2,68 Mrd. Franken. Der Gewinn nahm trotzdem um 1,8 Prozent auf 284 Mio. Fr. zu. CEO Stefan Borgas ist optimistisch. Zu konstanten Wechselkursen gerechnet, stiegen Umsatz und Gewinn um 3,3 Prozent beziehungsweise 10,4 Prozent, wie Borgas den Medien vorrechnete. Real bescherte der starke Franken Lonza beim Betriebsgewinn (EBIT) Transaktions- und Umrechnungsverluste von 28 Mio. Franken: Der EBIT ging um 1,6 Prozent auf 374 Mio. Fr. zurück (kursbereinigt: +5,8 Prozent). Angesichts der heiklen Ausgangslage wertete Borgas die Zahlen von 2010 nun als positiv. Der anhaltend ungnädigen Börse gönnt Lonza eine Dividenden-Erhöhung um 23 Prozent, was goutiert wird.
BRANCHEN GUT AUFGESTELLT: Die meisten Schweizer Branchen werden sich 2011 weiter erholen, wenn auch in abgeschwächtem Tempo. Die besten Wachstumsaussichten haben exportorientierte Industriebranchen wie die Uhrenindustrie, wie es im neuesten Branchenhandbuch der Credit Suisse heisst. Auch für die Metall-, Maschinen- und Elektroindustrie sowie die Chemie und Pharmabranche prognostizieren die CS-Ökonomen ein überdurchschnittlich erfolgreiches 2011. Weniger rosig sieht es für die Industriebranchen Textil und Bekleidung, Druck und Verlag sowie für die Papierindustrie aus. Binnenorientierte Branchen wie der Detailhandel oder das Autogewerbe werden im kommenden Jahr weiter wachsen. Die Dynamik werde aber etwas nachlassen, prognostizieren die Experten.
TOURISMUSPROJEKT IN ANDERMATT AUF KURS: Für das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps sind bis Ende 2010 Wohnungen und Villen im Wert von 102 Mio. Fr. verkauft oder reserviert worden. Im laufenden Jahr will der ägyptische Investor Samih Sawiris das Verkaufsvolumen auf 120 Mio. Fr. steigern, sagte er den Medien am Mittwoch in Zürich. Ende Jahr waren 4 Villen verkauft, 7 Appartements im Hotel "The Chedi Andermatt" verkauft und 8 reserviert. Weitere 7 Wohnungen verkauft und 10 reserviert waren in Wohnhäusern. 41 Prozent der Kunden stammten aus der Schweiz, 42 Prozent aus dem übrigen Europa, 14 Prozent aus Ägypten und 3 Prozent aus Kanada, erklärte Gérard Jenni, Geschäftsführer der Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Bisher wurden für das Projekt Andermatt 136 Mio. Fr. ausgegeben. In diesem Jahr sind weitere Ausgaben von 100 Millionen Franken geplant.
AUFWÄRTSTREND BEI ABB: Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB hat die Milliardenübernahme des US-Industriemotorenherstellers Baldor abgeschlossen. ABB gab zugleich eine positive Entwicklung im vierten Quartal 2010 bekannt: Die Gewinn dürfte prozentual zweistellig wachsen. Auch beim Auftragseingang (in Lokalwährungen) und beim Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) stellte ABB zweistellige Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht. Die Bestellungen von Automatisierungs- und Energietechnik nähmen zu. Zudem habe ABB zuletzt eine grosse Zahl von Aufträgen für Energie-Infrastruktur aus Europa und dem Nahen Osten an Land gezogen. Der EBIT werde durch zusätzliche Rückstellungen von ungefähr 120 Mio. Dollar belastet.
INTERNETHANDEL WÄCHST UM 50 PROZENT: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer kaufen via Internet. Im letzten Jahr wurden 8,68 Mrd. Fr. auf dem Netz umgesetzt, wie eine Studie der Universität St. Gallen (HSG) zeigt. Der Schweizer Onlinehandel ist damit knapp eineinhalb mal so gross wie vor zwei Jahren. Vor allem weil im Schnitt für grössere Beträge eingekauft wurde, stieg das Geschäftsvolumen so stark an. Das Wachstum hat sich beschleunigt: Bei der letzten Umfrage Ende 2008 hatte der Anstieg im Vergleich zu zwei Jahre davor erst 38 Prozent betragen.
APPENZELLER KANTONALBANK MIT MEHR GEWINN: Die Appenzeller Kantonalbank (APPKB) hat im vergangenen Jahr den Bruttogewinn um gut 100'000 auf 20,7 Millionen Franken gesteigert. Das gute Ergebnis gründet auf einem "gesunden Wachstum" im Hypothekengeschäft, wie Direktor Ueli Manser am Mittwoch erklärte. Das Zinsengeschäft brachte der Bank 29,9 Mio. Franken (+1,4 Prozent) ein. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um knapp 100 Mio. Franken. Der Reingewinn erhöhte sich um 400'000 auf 11,7 Mio. Franken. Die APPKB lieferte dem Kanton Appenzell Innerrhoden insgesamt 7,3 Mio. Franken ab - soviel wie noch nie.
ERNEUT MASSENRÜCKRUF BEI TOYOTA: Der japanische Automobilkonzern Toyota muss erneut weltweit rund 1,6 Millionen Wagen in die Werkstätten zurückrufen. Wie der japanische Autokonzern am Mittwoch mitteilte, sind vor allem Wagen in Japan betroffen. So müssen etwa bestimmte Noah-Grossraumlimousinen und Avensis-Modelle wegen fehlerhafter Kraftstoffleitungen repariert werden. In den USA ruft Toyota 245'000 Lexus-Modelle in die Werkstätten zurück. In Deutschland seien rund 24'000 Fahrzeuge betroffen: Bestimmte Modelle des Toyota Avensis sowie 660 Wagen der Nobeltochter Lexus. In der Schweiz sind die betroffenen Modelle nicht auf dem Markt, doch seien zwei Modelle der Toyota Avensis, älteren Baujahrs und der Lexus IS250 mit der gleichen Technologie versehen, teilte Toyota AG mit.
VULKANASCHE BREMST DEUTSCHEN LUFTVERKEHR: Die Vulkanasche aus Island und die schneereichen Winter haben das Wachstum im deutschen Luftverkehr gebremst. Im Gesamtjahr 2010 stieg das Verkehrsaufkommen um 1,5 Prozent auf 2,97 Mio. Flüge, wie die DFS Deutsche Flugsicherung am Mittwoch mitteilte. Nach dem Einbruch um 7,1 Prozent im Krisenjahr 2009 wurde damit allerdings erst das Niveau von 2006 wieder erreicht. Im Rekordjahr 2008 hatten die DFS noch 3,15 Mio. Flugbewegungen am Himmel über Deutschland gezählt.
YAHOO SCHRUMPFT WEITER: Ein schrumpfendes Geschäft kostet weitere Mitarbeiter beim Internet-Urgestein Yahoo den Job: In einer neuen Streichrunde sollen mehr als 100 Menschen gehen, wie Konzernchefin Carol Bartz am Dienstag bestätigte. Bereits von Oktober bis Dezember hatte sich die Zahl der Beschäftigten um 500 auf 13'600 verringert. In der ersten Januarwoche machte Bartz den kompletten Entwicklungsstandort London zu. Die Managerin reagiert damit auf das schwierige Geschäft: Der Umsatz war im Schlussquartal auf 1,5 Milliarden Dollar gefallen. Das sind 12 Prozent weniger als vor einem Jahr.
FINANZKRISE WAR VERMEIDBAR: Die schwere Finanzkrise von 2008 hätte vermieden werden können. Wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete, wirft eine von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Kommission der Politik und der US-Notenbank massives Versagen im Zusammenhang mit dem Beinahe-Kollaps des weltweiten Finanzsystems vor. Zudem hätten zahlreiche Banken mit ihrer "Gier" und schlechtem "Management" zu der Krise beigetragen. Die Kommission hatte seit 2009 mehr als 700 Zeugen befragt, um zu erläutern, welche Rolle die staatliche Stellen und privaten Geldhäuser bei den heftigen Turbulenzen auf dem Finanzmarkt vor drei Jahren spielten. Der Bericht kritisiert vor allem den ehemaligen Präsidenten George W. Bush und Notenbankchef Ben Bernanke. Sie hätten die Krise nicht vorhergesehen und bei ihrem Eintreten falsch reagiert.
US-IMMOBILIENMARKT KOMMT IN SCHWUNG: Der US-Immobilienmarkt hat zum Jahresende 2010 deutlich Fahrt aufgenommen. Die Zahl der verkauften Eigenheime schnellte im Dezember überraschend um 17,5 Prozent in die Höhe, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wechselten aufs Jahr hochgerechnet 329'000 Immobilien den Besitzer, das sind so viele wie seit acht Monaten nicht mehr. Verglichen mit dem Jahr zuvor gingen die Verkäufe jedoch um 7,6 Prozent zurück. Im gesamten Jahr 2010 wurden 321'000 Immobilien verkauft, 14,4 Prozent weniger als im Krisenjahr 2009.

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