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Bern (awp/sda) - Dienstag, 1. Februar
RÜCKGANG IM SCHWEIZER DETAILHANDEL: Der Schweizer Detailhandel hat im Dezember trotz Wirtschaftsaufschwung weniger verkauft. Teuerungsbereinigt sanken die Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Nominal betrug der Rückgang 2,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik meldete. Ein Grund für den Rückgang sind durch Preissenkungen zu erklären. Die beiden Marktschwergewichte Coop und Migros hatten zuletzt fast gleichzeitig ihre Preise gesenkt. Zudem drückten bescheidene Lohnabschlüsse und fehlende Euphorie der Konsumenten auf den Detailhandelsumsatz, wie Experten sagten. In den nächsten Monaten werden die Umsätze auf einem ähnlichen Niveau verharren.
SNB-KLEINAKTIONÄRE WEHREN SICH: Angesichts des Rekordverlusts der Schweizerischen Nationalbank von 21 Mrd. Fr. im vergangenen Jahr wollen SNB-Kleinaktionäre den Milliardensegen für Bund und Kantone verhindern. Sie haben einen Antrag auf Streichung der Ausschüttung von 2,5 Mrd. Fr. zuhanden eingereicht. "Diese Ausschüttung war nie gerechtfertigt", begründet Kleinaktionär Ferdinand Moser. SNB-Sprecher Walter Meier bestätigte den fristgerechten Eingang des Antrags bei der SNB. Nun werde überprüft, ob die Unterschriften gültig seien. Der Antrag dürfte aber chancenlos bleiben: Denn 61 Prozent der insgesamt 100'000 SNB-Aktien werden von Kantonen, Kantonalbanken und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften kontrolliert.
SCHILD WÄCHST WEITER: Die Modekette Schild ist 2010 weiter gewachsen. Das Umsatzplus betrug 5 Prozent. Insgesamt setzte Schild in seinen 33 Modehäusern und 15 Filialen, in denen jeweils Kleider einer einzigen bestimmten Marke angeboten werden, 186 Mio. Fr. um. Nicht zufrieden zeigte sich Unternehmenschef Thomas Herbert mit der Geschäftsentwicklung in den Filialen bestimmter Einkaufszentren. Geradezu katastrophal sei beispielsweise der Geschäftsgang im Basler Einkaufszentrum Stücki. Das Einkaufszentrum nahe der deutschen Grenze ist im Herbst 2009 eröffnet worden und leidet offensichtlich unter dem Mangel an Kunden. Zu kämpfen hat es einerseits unter dem starken Franken, der die deutschen Kunden vom Einkaufen in der Schweiz abhält, anderseits aber auch mit den Einkaufsgewohnheiten der Basler.
SCHWEIZER SIND INNOVATIV: Die Schweiz ist Europameisterin bei der Innovation. Das Schweizer Innovationswachstum ist mit 4 Prozent gegenüber anderen Wirtschaftsstandorten des Kontinents überdurchschnittlich. Zusammen mit der Schweiz bilden Dänemark, Deutschland, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich die Innovations-Spitzengruppe in Europa, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilte. Eine Stärke attestiert der Vergleich der Schweiz bei den internationalen Patentanmeldungen. Daneben zeichnen die hohe Beschäftigung in der Wissenschaft und der hohe Anteil von KMU sowie der grosse Exportanteil an Hightech-Produkten die Schweiz aus.
MEPHA SETZT MEHR UM: Das Baselbieter Pharmaunternehmen Mepha hat 2010 seine Stellung als führender Schweizer Generika-Hersteller verteidigt. Mepha erzielte im vergangenen Jahr in der Schweiz einen Umsatz von 174,5 Mio. Franken. Der neue Chef Andreas Bosshard begründete den Rückgang um 1,5 Prozent mit freiwilligen und staatlich verordneten Preissenkungen. Mengenmässig habe Mepha dagegen um 5,6 Prozent zulegen können, sagte er vor den Medien. Angaben über den Gesamtumsatz, der sich 2009 noch auf 408 Mio. Fr. belaufen hatte, sind von Mepha nicht erhältlich. Denn seit April 2010 gehört der Generika-Hersteller zum börsenkotierten US-Konzern Cephalon, der sein Jahresergebnis erst nächste Woche bekannt gibt. Ausser in der Schweiz verkauft Mepha seine Produkte namentlich auch in Portugal und im Baltikum sowie im Nahen und Mittleren Osten.
TORNOS LEGT ZU: Die Tornos Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz um 40 Prozent auf 160,1 Mio. Fr. gesteigert. Der Bestellungseingang erhöhte sich von 85,5 Mio. auf 214,7 Mio. Franken. Alle Regionen und relevanten Marktsegmente erholten sich im Jahresverlauf von der Rezession. Zu Beginn des Jahres habe der Bereich Medizinaltechnik wieder ein normales Niveau erreicht, worauf rasch der Automobilsektor, später auch der Bereich Elektronik und die Mikroelektronik für die Uhrenindustrie gefolgt seien, teilte der Hersteller von Drehautomaten mit. In geografischer Hinsicht wurde in allen Märkten eine positive Entwicklung festgestellt, wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.
MEHR ARBEITSLOSE IN DEUTSCHLAND: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar deutlich auf über 3,3 Millionen gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit machte dafür das Winterwetter verantwortlich. Wenn man die saisonalen Einflüsse mit der wetterbedingten höheren Arbeitslosigkeit in den Aussenberufen ausblende, bleibe die Entwicklung am Arbeitsmarkt unverändert positiv, erklärte die Behörde. Sie registrierte im Januar 3,347 Mio. Arbeitslose. Das waren 331'000 mehr als im Dezember, aber noch 270'000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Dezember um 0,7 Punkte auf 7,9 Prozent.
BP RUTSCHT IN DIE ROTEN ZAHLEN: Der britische Energiekonzern BP hat wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erstmals in seiner jüngeren Firmengeschichte in einem vollen Geschäftsjahr Verlust gemacht. Unter dem Strich stand für 2010 ein Minus von 4,9 Mrd. Dollar. 2009 hatte BP noch 13,96 Mrd. Dollar Gewinn gemacht. Zuletzt hatte BP 1992 rote Zahlen geschrieben. BP kündigte an, die Kosten für das Öldesaster im Golf von Mexiko werden sich insgesamt auf 41 Mrd. Dollar belaufen. Im April vergangenen Jahres waren bei der Explosion der Plattform Deepwater Horizon elf Menschen ums Leben gekommen.
CHINA AN BORDEAUX INTERESSIERT: Ein viertes namhaftes Weingut in der Region Bordeaux ist ab sofort in chinesischer Hand. Der grösste chinesische Nahrungsmittelkonzern COFCO kaufte dem in Bordeaux ansässigen Weinhändler Philippe Raoux das Château de Viaud mit seinen rund zwanzig Hektar Weinberg im Südwesten Frankreichs ab. Das Gut liegt im renommierten Anbaugebiet Lalande de Pomerol. COFCO ist bei einem Umsatz von 21 Mrd. Dollar auch der grösste chinesische Weinerzeuger. In den vergangenen Jahren waren drei berühmte Weingüter in der Region Bordeaux an chinesische Unternehmen verkauft worden, zuletzt im vergangenen Jahr das Château Chenu Lafitte.

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