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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 3. Februar
SCHWEIZER AUSSENHANDEL ERHOLT SICH: Der Aussenhandel hat sich im vergangenen Jahr nach dem Einbruch während der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder erholt. Vom Rekordniveau der Jahre 2007 und 2008 sind die Exporte und Importe der Schweizer Unternehmen allerdings noch weit entfernt. Aus der Schweiz wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 193,3 Mrd. Franken ausgeführt. Damit sind die Exporte im Vergleich zum Jahr 2009 nominal um 7,1 Prozent gewachsen, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) bekannt gab. Der starke Franken hat den Aufschwung der Exportwirtschaft jedoch gebremst. Trotz starken Frankens ebenfalls wieder gestiegen sind auch die Importe, und zwar um 8,4 Prozent auf 173,7 Mrd. Franken. Das letztjährige Importvolumen lag gemäss EZV jedoch noch rund 13 Mrd. Fr. unter jenem von 2008.
PETROPLUS BLEIBT IM MINUS: Der Raffineriebetreiber Petroplus weist für das vergangene Jahr einen Verlust von 112,3 Mio. Dollar aus. Ein Jahr zuvor hatte das Minus 249,9 Mio. Dollar betragen. Im vierten Quartal 2010 schrieb das Unternehmen vorab dank höherer Ölpreise schwarzen Zahlen. Im fortgeführten Geschäft resultierte im Gesamtjahr ein Verlust von 106,9 Mio. Dollar (Vorjahr: 108,8 Mio. Dollar), wie das Unternehmen mitteilte. Operativ schrieb Petroplus wie bereits im Vorjahr einen Gewinn: Er stieg von 65,3 Mio. auf 155,4 Mio. Dollar. Der Umsatz erhöhte sich von 14,8 Mrd. auf 20,7 Mrd. Dollar.
EMMI WÄCHST IM AUSLAND: Der dominierende Schweizer Milchverarbeiter Emmi ist 2010 fast nur im Ausland gewachsen. Während der Umsatz im Heimmarkt lediglich um 0,4 Prozent stieg, kletterte er ennet der Grenze um 8,4 Prozent. Der Effekt von Übernahmen (+3,8 Prozent) auf den Auslandumsatz war dabei kleiner als die Währungsbelastungen (-4,8 Prozent). Konzernweit wuchsen die Verkäufe von Milch, Joghurt, Käse und weiteren Milchprodukten um 2,5 Prozent auf 2,684 Mrd. Franken, wie Emmi mittelte. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) liege in der Grössenordnung von 130 Mio. Franken. Die Reingewinnmarge beträgt leicht über 3 Prozent, also gut 80 Mio. Franken.
SUNRISE SPART: Der zweitgrösste Telekomanbieter der Schweiz überwälzt die Gebühren für Einzahlungen der Rechnungen am Postschalter auf die Kunden. Obwohl sich dadurch eine stattliche Summe einsparen lässt, haben Swisscom, Orange und Cablecom derzeit keine solchen Pläne. "Die Post stellt Sunrise für Bareinzahlungen, die von unseren Kunden am Postschalter getätigt wird, Gebühren in Rechnung. Diese Gebühren sind abhängig von der Höhe des Rechnungsbetrages und entsprechen mindestens 90 Rappen (exkl. MwSt.) pro Einzahlung", teilte Sunrise den Kunden unlängst in einem Schreiben mit. Ab März würden die Postschalter-Gebühren jeweils in der Rechnung des folgenden Monats verrechnet, hiess es weiter.
EZB-LEITZINS BLEIBT AUF REKORDTIEF: Der Leitzins in der Eurozone bleibt auf seinem Rekordtief von einem Prozent. Das teilte die Europäischen Zentralbank (EZB) nach einer Ratssitzung in Frankfurt mit. Damit entschieden sich die Währungshüter, das Wirtschaftswachstum weiter mit niedrigen Zinsen zu stützen. Zugleich bewerteten sie die Gefahr der zuletzt gestiegenen Inflation als nicht gross genug, um mit steigenden Zinsen dagegen zu halten. Anhaltende Wachsamkeit sei allerdings das Gebot der Stunde, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Das derzeitige Zinsniveau von einem Prozent bleibe bis auf weiteres "angemessen", obwohl die Notenbanker erwarten, "dass die Inflationsrate 2011 über weite Strecken über zwei Prozent liegen wird" und damit über dem Zielwert von knapp unter zwei Prozent.
DEUTSCHE BANK AUF REKORDKURS: Nach Milliardeninvestitionen in das Privatkundengeschäft und den Konzernumbau geht die Deutsche Bank ab 2011 auf Rekordjagd. "2010 war ein Jahr des Säens, 2011 soll ein Jahr des Erntens werden", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bei der Bilanzvorlage. Im vergangenen Jahr liessen die Kosten für die Integration von Postbank und Sal. Oppenheim sowie Investitionen in den Umbau des Investmentbankings den Überschuss auf rund 2,3 (Vorjahr: 5,0) Mrd. Euro einbrechen. Der Gewinn vor Steuern und Sonderposten wie Abschreibungen auf Postbankanteile legte auf 6,5 (5,2) Mrd. Euro zu. Inklusive der Abschreibungen und anderer Sonderposten für den Konzernumbau sank der Vorsteuergewinn auf 4,0 Mrd. Euro.
SHELL LEGT KRÄFTIG ZU: Der Ölkonzern Shell hat seinen Gewinn 2010 dank höherer Öl- und Gaspreise sowie gesunkener Kosten kräftig gesteigert. Der Nettogewinn legte um 61 Prozent auf 20,13 Mrd. Dollar zu, wie das niederländisch-britische Unternehmen mitteilte. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten kletterte auf 18,6 Mrd. Dollar nach 9,8 Mrd. Dollar im Krisenjahr 2009. Analysten waren trotzdem nicht ganz zufrieden. Besonders deutlich wurde der Aufwärtstrend beim grössten Ölkonzern Europas im vierten Quartal.
IP-ADRESSEN AUFGEBRAUCHT: Alle IP-Adressen des bisherigen Standards für den Datenaustausch im Internet sind aufgebraucht. Dies teilte die oberste Vergabestelle für diese Kennzahlen, die IANA, in Miami mit. IP-Adressen werden für jedes Gerät im Internet benötigt. Betroffen sind IP-Adressen nach dem bislang zu mehr als 99 Prozent verwendeten Standard IPv4. Die Vergabestelle IANA will nun die Einführung des Nachfolgers IPv6 beschleunigen, der eine nahezu unendlich grosse Zahl von IP-Adressen ermöglicht. Der 1981 eingeführte Internet-Standard IPv4 hat nur Platz für 4,3 Milliarden
HILTON BÜSST FÜR SPIONAGE: Firmenspionage ist der Hotelkette Hilton teuer zu stehen gekommen. Sie überwies dem geschädigten Rivalen Starwood nach Informationen des "Wall Street Journal" 75 Mio. Dollar. Der Spionagefall hatte die gesamte Branche über Monate in Atem gehalten und auch die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Die Streitparteien schlossen letztlich einen Vergleich. Starwood hatte Hilton vorgeworfen, mehr als 100'000 Dokumente über eine erfolgreiche neue Hotelmarke gestohlen zu haben.
MY SPACE WIRD VERKAUFT: Das US-Onlinenetzwerk MySpace steht nun offiziell zum Verkauf. Das mit der Übermacht von Facebook kämpfende soziale Netzwerk habe in der Struktur des Medienkonzerns News Corp. keine Chance, erklärte das Unternehmen von Rupert Murdoch am Mittwoch (Ortszeit). News Corp. prüfe nun "die strategischen Alternativen". Neben einem Verkauf seien auch andere Optionen denkbar. Das Unternehmen hatte schon im November in Aussicht gestellt, dass sich News Corp. von MySpace trennen könnte. Damals hiess es, die Verluste des Netzwerks seien "nicht tragbar".

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