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Bern (awp/sda) - Freitag, 4. Februar 2011
ROBUSTE KONJUNKTUR: Die Schweizer Firmen sind gemäss einer Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) zufrieden mit ihrer Geschäftslage. Die dynamische Weltwirtschaft macht die Last des starken Frankens erträglicher. Das Wachstum dürfte sich aber etwas abschwächen. Die Volksaufstände in Tunesien und Ägypten hätten direkt keine grossen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. "Aber sie könnten die Stimmung drücken, was erhebliche Konsequenzen haben kann", sagte KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm. Ende März will die KOF ihre neuen Konjunkturprognosen veröffentlichen. Bislang sagt sie für dieses Jahr eine Abschwächung des Schweizer Wirtschaftswachstums von 2,7 auf 1,9 Prozent voraus.
RIETER SCHAFFT TURNAROUND: Der Winterthurer Textilmaschinen-Hersteller und Autozulieferer Rieter hat 2010 nach den existenzbedrohenden Verlusten in den beiden Vorjahren wieder schwarze Zahlen erzielt. Die Gewinnzahlen nannte das Unternehmen noch nicht, die Wende sei aber geschafft. Der Bestellungseingang kletterte um 64 Prozent auf 3,17 Mrd. Franken, wozu vor allem die fast verdreifachten Aufträge für Textilmaschinen beitrug. Der Umsatz wuchs wegen der tieferen Auftragsvolumen des Vorjahres weniger stark und nahm um 32 Prozent auf rund 2,59 Mrd. Fr. zu.
SANDOZ SCHWEIZ LEGT ZU: Die Generika-Herstellerin Sandoz Schweiz ist im vergangenen Jahr spürbar gewachsen und reklamiert nun die Marktführerschaft für sich. Der Umsatz der Novartis-Tochter nahm um 5 Prozent auf 174,0 Mio. Fr. zu. Der Schweizer Generikamarkt sei derweil nur um 3 Prozent auf 489 Mio. Fr. gestiegen. Sandoz Schweiz habe mit einem Anteil von 34,9 Prozent erstmals die Marktführerschaft übernommen, teilte das Unternehmen mit. Am Dienstag hatte allerdings die in Aesch BL ansässige Konkurrentin Mepha berichtet, sie sei Marktführerin geblieben, obwohl ihr Umsatz um 1,5 Prozent auf 174,5 Mio. Fr. sank.
BONI-MELDUNG VERZÖGERT: Die UBS teilt ihren Mitarbeitern die Höhe ihrer Boni sowie mögliche Beförderungen am 16. Februar mit. Ursprünglich war dies schon für nächste Woche geplant. In einer internen Mitteilung, die der SDA vorliegt, begründet die UBS die Verzögerung mit internen Prozessen, die erst noch abgeschlossen werden müssten. Am Dienstag legt die Grossbank ihre Jahresbilanz 2010 vor. Experten erwarten, dass die grösste Bank der Schweiz einen Gewinn von über 7 Mrd. Fr. erzielt hat damit Konkurrentin Credit Suisse (CS) übertrifft.
GEGEN LOHNSYSTEM: Novartis stösst bei der Anlagestiftung Ethos weiterhin auf Kritik: Weil das Vergütungssystem des Basler Konzerns nicht im Interesse von langfristig orientierten Investoren liege, will es die Stiftung an der nächsten Novartis-Generalversammlung ablehnen. Die variable Vergütung der Geschäftsleitung im Verhältnis zum Grundsalär sei zu hoch. Zudem genüge die Beschreibung der verschiedenen Beteiligungspläne nicht, um den Zusammenhang zwischen der Vergütung und der Erreichung der dafür nötigen Ziele nachzuvollziehen. Die Novartis-Aktionäre können an der Generalversammlung vom 22. Februar erstmals über das Vergütungssystem des Konzerns abstimmen.
KLEINERER ABBAU: Der drohende Abbau von 760 Stellen beim Industriekonzern Alstom im Kanton Aargau kann nach Ansicht der Gewerkschaft Unia deutlich verringert werden. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Ausdehnung der Kurzarbeit, interne Versetzungen und freiwillige Teilzeitarbeit. So könne die Zahl möglicher Entlassungen um 460 Personen reduziert werden. Der Konzern mit Hauptsitz in Paris will weltweit bis zu 4000 Stellen abbauen.
HEDGEFUND WILL KASSE MACHEN: Der britische Hedgefund Elliot Advisors fordert den Rücktritt von Actelion-Verwaltungsratspräsident Robert Cawthorn. Mit ihrem an alle Verwaltungsräte des Basler Biotechunternehmens gerichteten Brief wollen sie zudem Unternehmenschef Jean-Paul Clozel zum Rückzug aus dem Gremium bewegen. Die Forderungen begründet der Hedgefund Elliot Advisors, der nach eigenen Angaben knapp 6 Prozent des Aktienkapitals von Actelion kontrolliert, mit Bedenken bei Strategie und Führung des Unternehmens. Im Brief wird auf angebliche Kaufinteressen für Actelion hingewiesen.
REKORD-NEUGELDZUFLUSS: Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat letztes Jahr einen Rekord beim Neugeldzufluss eingefahren. Mit 1,8 Mrd. Fr. netto übertraf der Zufluss selbst jenen von 2008, als das Misstrauen gegen die Schweizer Grossbanken sehr stark war. Laut Konzernchef Alois Vinzens kam ein Grossteil des Neugeldes über die in Zürich, vor allem durch den Einstieg einer Schweizer Investorengruppe bei der Privatbank Bellerive. Der Konzerngewinn stieg um 7,1 Prozent auf 154,1 Mio. Franken. Das Hypothekengeschäft wuchs um 5,9 Prozent auf 11 Mrd. Franken.
ÖKK MIT GEWINN: Die ÖKK Gruppe schliesst das Jahr 2010 voraussichtlich mit einem Gewinn von 11 Millionen Franken. Der Unfall- und Krankenversicherer mit Sitz im bündnerischen Landquart ist nach eigenem Bekunden finanziell gesund. Das Unternehmen erfülle auch 2010 alle gesetzlichen Vorgaben, teilte die ÖKK mit. Der Privatkundenbestand wuchs gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 162'000 Personen an. Die Zahl der Geschäftskunden stieg um 8,8 Prozent auf 13'600.
ENTWARNUNG FÜR EURO: Nach Ansicht der Credit Suisse (CS) hat Europa in der Schuldenkrise das Schlimmste hinter sich. Das grösste Risiko für den Euro-Raum, die Wirtschaftskrise in Spanien, habe sich in den vergangenen Monaten deutlich entschärft. Hilfe aus dem Euro-Rettungspaket werde das Land wohl nicht benötigen. Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone ist laut der CS unrealistisch. Ausserhalb Europas sieht die CS aber weiter Potenzial für neue Krisen. Die Schuldenentwicklung in den USA sei "ungemütlich".
LICHTBLICK FÜR US-ARBEITSMARKT: Die Arbeitslosenquote in den USA ist erneut deutlich gefallen. Sie ging im Januar von 9,4 auf 9,0 Prozent zurück, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das sei der niedrigste Stand seit April 2009. Allerdings wurden viel weniger neue Jobs geschaffen als von Experten erwartet. Insgesamt seien nur 36'000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Analysten hatten mit 145'000 neuen Jobs gerechnet. Die Ursache des schleppenden Aufbaus sei das extreme Winterwetter gewesen.
KLEINES WACHSTUM: Das schuldengeplagte Spanien kommt nur mit schleppendem Tempo aus dem Konjunkturtal. Ende 2010 legte die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie die spanische Notenbank in einer ersten Schätzung mitteilte. Experten hatten mit einem noch schwächeren Wachstum gerechnet. Im dritten Quartal stagnierte die Wirtschaft noch. Für das Gesamtjahr 2010 geht die Zentralbank von einem Minus bei der Wirtschaftsleistung von 0,1 Prozent aus.
REKORDGEWINN BEI LVMH: Die wachsende Freude der Chinesen an Luxusgütern hat dem französischen Konzern LVMH einen Rekordgewinn beschert. Dank eines starken Weihnachtsgeschäfts stieg der Überschuss 2010 um 73 Prozent auf 3,03 Mrd. Euro. Dabei profitierte LVMH auch vom Einstieg beim Taschen- und Seidentuchfabrikanten Hermes. Der Umsatz des Konzerns, zu dem die Marke Louis Vuitton und der Champagner Moet & Chandon gehören, legte um 19 Prozent auf mehr als 20 Mrd. Euro zu.
ERSTER BÖRSENGANG: In Ruanda ist mit der Brauereigruppe Bralirwa erstmals ein Unternehmen an die Börse gegangen, welche damit ihren Betrieb in der Hauptstadt Kigali aufgenommen hat. Der Verkauf von 25 Prozent der Anteile an Bralirwa sei erfolgreich abgeschlossen, erklärte die Investmentbank Renaissance Capital. Mit dem Börsengang nahm die Brauereigruppe demnach 29,5 Mio. Dollar ein. Bralirwa (Brasseries et Limonaderies du Rwanda) kontrolliert Schätzungen zufolge 94 Prozent des ruandischen Biermarktes. Heineken besitzt 75 Prozent der Anteile.

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