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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 23. Februar
POSTFINANCE MIT NEUERLICHEM GEWINNSPRUNG: Die Postfinance ist 2010 auf der Erfolgsspur geblieben. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 28 Prozent auf 575 Mio. Franken. Hauptgründe dafür seien die Kostendisziplin sowie das Zinsgeschäft, teilte der Finanzdienstleister der Schweizerischen Post mit. Die Kundenvermögen erhöhten sich um 15 Prozent auf 84 Mrd. Franken. 119'000 neue Kundinnen und Kunden eröffneten 198'000 neue Konten. Parallel dazu schuf Postfinance 223 neue Stellen. Das vermittelte Volumen an Hypotheken für Privatkunden wuchs um fast 20 Prozent auf 3,2 Mrd. Franken.
VONTOBEL UNTER DRUCK: Die Bank Vontobel hat im vergangenen Jahr den Druck der deutschen Regierung auf Steuersünder zu spüren bekommen. Während Vontobel im ersten Halbjahr von Privatkunden 1 Mrd. Netto-Neugeld erhielt, verringerte sich der Zufluss im zweiten Halbjahr auf eine halbe Milliarde. Dies habe klar mit "Angies Plattensammlung" zu tun, sagte Vontobel-Chef Herbert Scheidt und spielte auf jene gestohlenen CDs mit angeblichen Daten von Kunden Schweizer Banken an, welche die deutsche Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel kaufte. Insgesamt schwoll der Neugeldzufluss dennoch von 2,1 Mrd. Fr. auf 5,5 Mrd. Fr. an. Den grösseren Teil erhielt die Bank in der Sparte Asset Management, der institutionelle Anleger wie Pensionskassen oder Versicherer ihre Gelder anvertrauen. Dank der Vermögensverwaltung stieg der Vontobel-Reingewinn um 7 Prozent auf 147,3 Mio. Franken.
BETRUG BEI GATEGROUP: Beim Catering-Unternehmen Gategroup hat es einen Betrugsfall gegeben: Das Unternehmen wurde innerhalb von drei Jahren um insgesamt 22 Mio. Fr. erleichtert. Vor Rückerstattungen liegt der geschätzte Fehlbetrag Ende 2010 bei rund 10 Mio. Franken. Der Betrug habe bei Tochtergesellschaften stattgefunden, teilte das Unternehmen ohne Einzelheiten zu nennen mit. Gategroup präsentiert die Geschäftszahlen am 17. März.
FIRST CATERING FUSIONIERT: Neue Kraft im Geschäft mit Bordmahlzeiten am Flughafen Zürich: Die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs und die Bassersdorfer First Catering führen ihre Aktivitäten am grössten Schweizer Flughafen in einer Gemeinschaftsfirma zusammen. Die weltweite Nummer eins in Bordservice-Dienstleistungen werde 60 Prozent an der neuen Firma halten, First Catering die restlichen 40 Prozent, teilten beide Unternehmen mit. Die insgesamt 200 Angestellten von LSG Sky Chefs und First Catering würden übernommen.
BCN MIT LEICHTEM GEWINNRÜCKGANG: Die Neuenburger Kantonalbank (BCN) hat den Rekordgewinn 2009 im letzten Jahr nicht übertreffen können: Unter dem Strich verdiente die BCN fast unverändert 42,3 Mio. Franken (-0,43 Prozent). Wie andere Kantonalbanken steigerte auch die BCN die Hypothekarausleihungen deutlich, und zwar um 8,4 Prozent auf 5,3 Mrd. Franken.
RÜCKSCHLAG BEI ADB: Nach dem Wachstum im Vorjahr hat der Genfer Hersteller von TV-Empfangsgeräten ADB im Geschäftsjahr 2010 einen Rückschlag hinnehmen müssen: Der Umsatz sank um 6,4 Prozent auf 356,6 Mio. Dollar. Der Reingewinn schrumpfte um 16 Prozent auf 12,9 Mio. Dollar. ADB habe 2010 erneut unter Lieferengpässen von elektronischen Bauteilen für die Empfangsgeräte gelitten, hiess es. Im laufenden Jahr rechnet die Firma dank der Übernahme der italienischen Pirelli Broadband Solutions mit einem Wachstumssprung.
ADDEX SENKT VERLUST: Die junge Genfer Biopharmafirma Addex hat den Geldverbrauch im vergangenen Jahr gesenkt. Auch ihren Verlust konnte sie von 42,7 Mio. auf 33,6 Mio. Franken, reduzieren. Die Finanzierung sei mit liquiden Mittel von 63,8 Mio. Fr. bis weit in das Jahr 2013 sichergestellt, und bei den zwei Produktehoffnungen mache sie Fortschritte, teilte die Firma mit. Addex entwickelt unter anderem Medikamente zur Behandlung von Parkinson und Schizophrenie.
ABKOMMEN FÜR SEEFAHRER: Die Schweiz hat das Abkommen über die Arbeit auf hoher See ratifiziert. Die Konvention setzt Standards für die Arbeitsbedingungen der weltweit mehr als 1,2 Millionen Seefahrer. Beispielsweise wird definiert, wie viel Ruhezeit den Matrosen zusteht. Die Schweiz ist das erste Binnenland und insgesamt der zwölfte Staat, welcher die Konvention unterzeichnet, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) bekannt gab. Die Schweizer Handelsflotte umfasst 35 Boote.
ÖLPREIS STEIGT: Wegen der Unruhen in Libyen haben die Ölpreise weiter angezogen. Ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich am Mittwoch um 2,7 Prozent auf 97,97 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete mit 110,35 Dollar 4,3 Prozent mehr als am Vortag. Beide Sorten sind damit so teuer wie seit Herbst 2008 nicht mehr, als die Pleite der US-Investmentbank Lehman die Finanzbranche und damit auch die Weltkonjunktur in die tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stürzte.
REKORDGEWINN BEI MOELLER-MAERSK: Der dänische Schifffahrts- und Ölkonzern A.P. Moeller-Maersk hat 2010 die Krise hinter sich gelassen und einen Rekordgewinn eingefahren. Der Aufschwung im Containergeschäft bescherte der Gruppe nach Verlusten im Vorjahr das bislang beste Ergebnis. In diesem Jahr werde der Reingewinn aber unter den 2010 erzielten 28,2 Mrd. Kronen (4,9 Mrd. Fr.) liegen, teilte die weltgrösste Container-Reederei mit. Ursache dafür sei eine erwartete niedrigere Ölfördermenge sowie Unsicherheiten beim Ölpreis und den Frachtraten.
ACCOR ZURÜCK IN GEWINNZONE: Europas grösster Hotelkonzern Accor hat die Krise hinter sich gelassen. Nach einem Verlust von 282 Mio. Euro 2009 erzielte die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 3,6 Mrd. Euro. Getragen wurde das Wachstum von einem robusten Anstieg der Nachfrage, vor allem in Kernmärkten wie Deutschland oder Grossbritannien. Zudem wirkte sich die Abspaltung des Dienstleistungsgeschäfts positiv auf den Gewinn aus. Accor ist mit Hotelmarken wie Ibis, Adagio, MGallery, Sofitel, Mercure, Pullman, Etap, Suitehotel, Motel 6 oder Formule 1 in rund 100 Staaten vertreten, darunter in der Schweiz. Nach der Abspaltung wurde der Jahresumsatz mit knapp sechs Milliarden Euro angegeben.
COMMERZBANK MIT MILLIARDENGEWINN: Die mit Milliarden vom Staat unterstützte deutsche Commerzbank hat im vergangenen Jahr erstmals seit der Übernahme der Dresdner Bank im Jahr 2008 wieder Geld verdient. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,43 Mrd. Euro. Im Krisenjahr 2009 hatte das teilverstaatlichte Kreditinstitut noch 4,54 Mrd. Euro Verluste gemacht. Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem weiter steigenden Ergebnis; einen Teil der Staatsgelder von noch 16,2 Mrd. Euro will sie zurückzahlen.
BUSSE WEGEN INSIDERHANDEL: Sie träumte von Designerhandtaschen und endete vor Gericht: Eine ehemalige Disney-Sekretärin und ihr Freund wollten mit Insiderinfos des Unterhaltungskonzerns das schnelle Geld machen. Beide müssen nun eine Strafe absitzen. Ein Richter in Manhattan verurteilte die Frau zu vier Monaten Hausarrest. Zudem muss sie insgesamt 300 Stunden soziale Arbeit ableisten. Ihr früherer Freund hatte sie angestiftet, noch streng geheime Quartalszahlen von Walt Disney zu stehlen. Er wollte die Daten anschliessend an aussenstehenden Investoren verkaufen und damit seine klamme Kasse auffüllen.
DEUTSCHE BANK BESTRAFT: Die Deutsche Bank muss wegen "unverantwortlicher Kreditvergabe-Praktiken" und "unfairen Umgangs mit säumigen Schuldnern" in Grossbritannien eine Strafe zahlen. Die Finanzaufsichtsbehörde FSA brummte der Bank die Zahlung von 840'000 Pfund (rund 1,28 Mio. Franken) auf. Zusätzlich werden 1,5 Mio. Pfund an Entschädigung für Kunden fällig. Die Praktiken waren bei dem Londoner Kreditarm Deutsche Bank Mortgages aufgefallen. Die Bank habe unter anderem Hypothekenkredite vergeben, die sich Kunden zwar im Berufsleben hätten leisten können, ihnen aber im Ruhestand absehbar über den Kopf gewachsen seien.
LEHMAN-VERKAUF RECHTMÄSSIG: Der eilige Verkauf des US-Geschäfts der zusammengebrochenen Investmentbank Lehman Brothers an das britische Geldhaus Barclays auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war rechtmässig. Ein US-Gericht wies in einer lange erwarteten Entscheidung eine Klage von Lehman zurück. "Der Verkaufsprozess war vielleicht nicht perfekt, aber er war unter den besonderen Umständen in der Lehman-Woche immer noch angemessen", erklärte Richter James Peck. Es habe keine Alternative gegeben. Forderungen Lehmans nach milliardenhohen Nachbesserungen beim Kaufpreis dürften damit eine Ende haben.

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