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Bern (awp/sda) - Montag, 7. März 2011
STRABAG WIRD NUMMER DREI: Die österreichische Strabag kauft die beiden Bauunternehmen Brunner Erben und Astrada. Mit Brunner Erben und Astrada erwirbt Strabag zwei Unternehmen, die zusammen rund 1000 Mitarbeitende beschäftigen und einen Umsatz von 320 Mio. Franken erzielen. Brunner Erben ist hauptsächlich in Zürich und der Ostschweiz, Astrada in den Kantonen Solothurn und Bern tätig. Beide Unternehmen sind auf den Tief- und Strassenbau spezialisiert. Strabag geht davon aus, mit den Akquisitionen in diesem Jahr den Umsatz in der Schweiz auf 800 Mio. Fr. beinahe verdoppeln zu können. Damit wären die Österreicher auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten Losinger, der dem französischen Baukonzern Bouygues Construction gehört. Einzig Implenia mit einem Umsatz von fast 2,3 Mrd. Fr. im Jahr 2009 ist noch deutlich grösser. Wieviel Strabag die Übernahmen kostet, wurde nicht bekannt gegeben.
GROSSEINKAUF VON KUONI: Kuoni will die Position als Reiseveranstalter von Weltruf ausbauen. Dazu kauft der Konzern dem hochverschuldeten US-Konkurrenten Travelport für umgerechnet 654 Mio. Fr. den Online-Spezialisten Gulliver Travel Associates (GTA) ab. Über das Internet-Reisebüro buchen Reisende jährlich etwa 12 Mio. Hotelübernachtungen und nutzen auch die Dienste für Busreisen, Transfers oder Stadtrundfahrten. Mit einem Gesamt-Transaktionsvolumen von fast 1,9 Mrd. Dollar dürfte GTA die Umsätze des Kuoni-Konzerns, der 2009 3,89 Mrd. Fr. Nettoerlös einfuhr, in Zukunft kräftig anheben. Für den Kauf nimmt Kuoni Kredite über 600 Mio. Fr. in Anspruch, deckt dies aber zum Teil über eine spätere Kapitalerhöhung.
SCHWEIZ BEIM TOURISMUS TOP: Die Schweiz ist im Tourismus weiterhin Weltspitze. Sie verteidigte in der aktuellen Studie des World Economic Forum (WEF) ihre Spitzenposition vor Deutschland, Frankreich und Österreich. Die Schweizer Tourismuswirtschaft glänzt mit ihrer Infrastruktur, der ökologischen Nachhaltigkeit, der Sicherheit im öffentlichen Raum und der Ausbildung der Mitarbeitenden, wie das WEF bekannt gab. Grösste Schwäche des Schweizer Tourismus ist das Preisniveau. Die Studie des WEF und des Beratungsunternehmens Booz&Company deckt 139 Länder ab und wird anhand von verschiedenen Variablen erstellt, beispielsweise Sicherheit, Infrastruktur und natürliche Ressourcen.
KABA MIT MEHR GEWINN: Der Schliess- und Sicherheitstechnikkonzern Kaba hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2010/11 wegen der Frankenstärke und teureren Rohmaterialien Einbussen erlitten. Der Reingewinn stieg aber wegen tieferer Finanzierungskosten um 3,9 Prozent auf 44,9 Mio. Franken. Der Umsatz sank leicht um 0,4 Prozent auf 560 Mio. Franken, weil er von den Währungseinflüssen um 5,7 Prozent gedrückt wurde. Organisch, das heisst bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte, nahm der Umsatz um 4,4 Prozent zu. Konzernchef Rudolf Weber tritt Mitte Jahr als CEO zurück. Wie bereits bekannt, wird Riet Cadonau neuer Chef. Cadonau leitet zurzeit den Telekomzulieferer Ascom.
CLARIANT BRAUCHT FRISCHES GELD: Der Spezialchemiekonzern Clariant will sein Aktienkapital für die geplanten Übernahme der deutschen Süd-Chemie um bis zu 340 Mio. Fr. erhöhen. Einen Teil der Aktien wird für die Familienaktionäre der Süd-Chemie geschaffen, welche ihre Aktien gegen solche von Clariant eintauschen werden. Die restlichen der maximal 85 Mio. Aktien, die neu ausgegeben werden sollen, können von den bisherigen Aktionären bezogen werden. Mit der Aktienkapitalerhöhung soll Clariants Eigenkapital um 1,1 Mrd. Fr. aufgestockt werden. Die Übernahme von Süd-Chemie hat Clariant Mitte Februar bekannt gegeben. Sie kostet den Konzern ingesamt 2,5 Mrd. Franken.
LVMH KAUFT BULGARI: Der französische Luxusgüterkonzern LVMH übernimmt den italienischen Schmuck- und Uhrenproduzenten Bulgari. Der Hersteller von Louis-Vuitton-Taschen und Moet & Chandon-Champagner sichert sich in einem Aktiengeschäft die Mehrheit am italienischen Traditionsunternehmen. Die Bulgari-Familie erhält für ihre 152,5 Mio. Aktien an ihrem Konzern 16,5 Mio. Anteilspapiere von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton. Für die restlichen Bulgari-Anteile bieten die Franzosen 12.25 Euro. In dem Geschäft wird das italienische Unternehmen mit insgesamt rund 3,7 Mrd. Euro bewertet. Der Bulgari-Konzern beschäftigt in seiner Uhrenfabrik in Neuenburg rund 400 Personen.
GRIECHENLAND-PAPIERE RAMSCH: Vier Tage vor einem Euro-Sondergipfel zur Schuldenkrise hat die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Griechenlands noch ein Mal und gleich um drei Stufen von Ba1 auf B1 abgesenkt. Die Bonität stürzte damit unterhalb des Ramsch-Niveaus. Als Grund nannte Moody's Befürchtungen, dass Griechenland trotz Euro-Rettungsschirms seine Verbindlichkeiten umschulden muss. Ausserdem verwies die Ratingagentur auf beträchtliche Schwierigkeiten des Landes, Einnahmen zu erzielen. Das griechische Finanzministerium erklärte, die Herabstufung sei vollkommen ungerechtfertigt.
MILLIARDENÜBERNAHME: In der Festplattenindustrie kündigt sich eine Milliardenübernahme an: Der US-Konzern und weltweite Branchenzweite Western Digital erwirbt für 4,3 Mrd. Dollar das Festplatten-Geschäft des japanischen Technologie-Unternehmens Hitachi. Western Digital legt für die Hitachi-Tochter HGST 3,5 Mrd. Dollar in bar auf den Tisch. Die restlichen 750 Mio. Dollar zahle Western Digital in Form von Aktien. Dadurch erhalte Hitachi eine zehnprozentige Beteiligung an Western Digital.

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