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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 10. März 2010:
BAK-ÖKONOMEN RECHNEN WEITERHIN MIT STARKEM WACHSTUM: Die Ökonomen des Wirtschaftsforschungsinstituts Bakbasel prognostizieren der Schweiz im laufenden Jahr ein weiterhin reges Wachstum. Sie erwarten eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,4 Prozent - sofern sich die Lage im Nahen Osten nicht weiter zuspitzt. Bisher ging Bakbasel von einem Wachstum des BIP von 1,7 Prozent aus. Die erwartete Wirtschaftsdynamik werde vor allem von der Binnenwirtschaft getragen, hiess es in einer Medienmitteilung. Die Ökonomen gehen davon aus, dass die zunehmend ausgelasteten Produktionskapazitäten 2011 die Investitionstätigkeiten der Unternehmen beflügeln werden. Gleichzeitig setze der bereits boomende Wohnungsbau seinen Aufwärtstrend fort. Aber auch den Schweizer Exporteuren bescheinigt das Institut weiteres Wachstum und eine Ausweitung der Absatzmengen - trotz starkem Franken.
IMPLENIA MIT REKORDGEWINN: Der grösste Schweizer Baukonzern, die Implenia Gruppe, hat im vergangenen Jahr kräftig zulegen können. Der Bauriese erreichte mit einem Gewinn von 52,5 Mio. Franken ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber 2009. Das ist gemäss Implenia ein neuer Rekord. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 77,7 Mio. Franken auf Rekordniveau, wie Implenia mitteilte. Es stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Prozent. Den Umsatz konnte die Baugruppe um 4,8 Prozent auf 2,39 Mrd. Franken steigern. Das gute Ergebnis sei nebst dem Umsatzwachstum auf ein striktes Kostenmanagement und auf die Konzentration auf profitable Aufträge zurückzuführen, schrieb Implenia. Überdies habe die Gruppe mit der Übernahme der Sulzer Immobilien AG das Portfolio im Bereich Projektentwicklung verstärken können.
SWATCH MIT LIEFERENGPÄSSEN: Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch kämpft mit Lieferengpässen. Die Lager seien teilweise leer, sagte Swatch-Chef Nick Hayek am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz. Die Nachfrage weltweit sei nach wie vor ungebrochen hoch, so erklärte Hayek. "Wir haben in vielen Läden nicht alle Produkte zur Verfügung." Dies führe zu Verzögerungen beim Verkauf der Uhren. Zur Bewältigung der Kapazitätsengpässe will Swatch in der Schweiz eine neue Produktionsstätte in La Chaux-de-Fonds errichten, wie Hayek bereits letzte Woche bekannt gab. Zudem plant das Unternehmen bis zu 1500 zusätzliche Mitarbeiter anzustellen, was einer Personalaufstockung von 10 Prozent entspräche. Swatch rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatz von 7 Mrd. Franken. Das wäre im Vergleich zu 2010 eine Steigerung von 8,7 Prozent.
HELVETIA MIT MEHR GEWINN: Der Allbranchenversicherer Helvetia ist 2010 trotz Einbussen im Nicht-Leben-Geschäft leicht gewachsen und hat mehr verdient. Der Gewinn stieg um 4,5 Prozent auf 341,5 Mio. Franken. Das Geschäftsvolumen wuchs, gebremst von der Frankenstärke, nur um 0,7 Prozent auf 6,755 Mrd. Franken. In Lokalwährung betrug das Plus 5,3 Prozent. Konzernchef Stefan Loacker sprach vor Journalisten in Zürich von einem weiterhin erfreulichen Wachstum. Helvetia habe Marktanteile gewonnen. Im Nicht-Leben-Geschäft hingegen sank das Prämienvolumen um 1,6 Prozent auf 2,344 Mrd. Franken. Das Ergebnis tauchte gar um 18 Prozent auf 177 Millionen, was laut Finanzchef Paul Norton daran lag, dass 60 Mio. Fr. weniger an Schadenaufwand auf Rückversicherer überwälzt werden konnte.
GEBERIT MIT MEHR REINGEWINN:Trotz den Nachwehen der Wirtschaftskrise in der Baubranche vielerorts ist Geberit im vergangenen Jahr nur vom starken Franken gebremst worden. Dieser schlug auf die Ergebnisse von Europas grösstem Sanitärtechnikkonzern durch. Dennoch machte Geberit dank geringerer Steuerlast leicht mehr Reingewinn. Geberit habe im vergangenen Jahr eines der der besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielt, sagte Konzernchef Albert Baehny auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Der Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf 2,147 Mrd. Fr. sei ausschliesslich auf den starken Franken zurückzuführen. Die Franken-Aufwertung habe 143 Mio. Fr. Umsatz gekostet.
MEHR PASSAGIERE FÜR SWISS: Die Swiss flog auch im Februar ein Passagierplus ein: Mit rund 1,07 Millionen Passagieren flogen 7,2 Prozent mehr Reisende mit der Swiss. Auch der Gesamtkonzern Lufthansa konnte zulegen. Mit der grössten deutschen Fluggesellschaft und ihren Töchtern verreisten im vergangenen Monat damit 6,4 Mio. Menschen - rund 13 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Konzern mitteilte. Lufthansa rechnet zu den Swiss-Zahlen in seiner Berechnung jeweils auch noch die Passagiere von Edelweiss hinzu und weist damit für die Schweizer Fluggesellschaften ein Passagier-Plus von 6,7 Prozent aus.
NEUE ARBEITSPLÄTZE IN STEG: Der deutsche Spezialglashersteller Schollglas eröffnet im Wallis eine Produktionsstätte. Mittelfristig werden rund 40 Mitarbeitende auf dem Fabrikgelände der früheren Alusuisse in Steg arbeiten. Schollglas habe vor, mehrere Millionen in den Walliser Standort zu investieren, teilte die Informationsstelle des Kantons mit. Schollglas ist bereits in Altstätten (SG) präsent und beschäftigt weltweit rund 1500 Mitarbeitende. Die Produktion in Steg soll bereits Anfang nächstes Jahr starten. Zu Beginn werden 25 Arbeiter beschäftigt.
NEUE ARBEITSPLÄTZE IN NYON: Der Uhrenhersteller Hublot will seine Produktionsfläche am Hauptsitz in Nyon verdoppeln und plant rund 20 Mio. Fr. zu investieren. Hublot-Chef Jean-Claude Biver erwartet, dass der Ausbau Ende 2013 fertig gestellt wird, wie er in einem Interview sagte. Im Zuge der Erweiterung will Hublot die Belegschaft am Hauptsitz auf rund 300 Angestellte erhöhen. Derzeit arbeiten rund 220 Personen in Nyon. "Wir suchen rund 40 Mitarbeiter in den kommenden Monaten", sagte Biver.
BANK LINTH STEIGERT KUNDENVERMÖGEN: Die Bank Linth hat Ende 2010 mit 3,27 Mrd. Fr. so viele Kundenvermögen verwaltet wie noch nie. Dennoch sei das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr wegen des schwachen Zinsgeschäfts schlechter ausgefallen, teilte das Finanzinstitut mit. Der Jahresgewinn reduzierte sich im vergangenen Jahr um 10,6 Prozent auf 20,4 Mio. Franken. Der Bruttogewinn lag mit 30,0 Mio. Fr. gar 20,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Den Jahreserfolg gedrückt hat insbesondere das Zinsgeschäft, dessen Erfolg mit 65,8 Mio. Fr. gut 5,8 Prozent tiefer ausfiel als 2009. Laut Bank Linth hat der harte Konkurrenzkampf zu einem hohen Margendruck geführt. Ausserdem hätten Absicherungsgeschäfte gegen steigende Zinsen das Ergebnis im Kerngeschäft der Bank belastet.
WENIGER FALSCHGELD: Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz rund 4400 falsche Banknoten beschlagnahmt. Das sind 500 weniger als noch im Vorjahr, wie aus dem Rechenschaftsbericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervorgeht. Gleichzeitig belief sich der Notenumlauf im Jahresdurchschnitt auf 47,1 Mrd. Fr. und lag damit leicht höher als im Vorjahr (45,3 Mrd. Fr.). Die im Herbst 2008 infolge der Finanzkrise zusätzlich nachgefragten Banknoten - hauptsächlich 1000er-Noten - flossen bisher nur zu einem kleinen Teil zur Nationalbank zurück, heisst es im Rechenschaftsbericht an die Bundesversammlung weiter.
EU-MINISTERRAT LEGT GRUNDSTEIN FÜR EINHEITLICHES EU-PATENT: Beim EU-Wettbewerbsrat haben die Minister von 25 der 27 EU-Staaten einem einheitlichen Patentschutz zugestimmt. Allerdings verzögert ein Gutachten eine einheitliche Patent-Gerichtsbarkeit. Gleichzeitig rückt für die Schweiz eine mögliche Beteiligung in weite Ferne. Mit dem so genannten Ermächtigungsbeschluss für eine verstärkte Zusammenarbeit machten die Minister in Brüssel den Weg frei für ein einheitliches Patent. Da sich Spanien und Italien gegen die Sprachregelung wehren, wurde auf die durch den Lissabon-Vertrag ermöglichte Form einer "verstärkten Zusammenarbeit" zurückgegriffen.
CHINA ÜBERRASCHT MIT HANDELSDEFIZIT: Überraschend hat China im Februar mit 7,3 Mrd. US-Dollar das grösste monatliche Handelsdefizit seit sieben Jahren verbucht. Während die Exporte nur um 2,4 Prozent zulegten, stiegen die Importe um 19,4 Prozent, wie die Zollverwaltung in Peking berichtete. Es handelt sich dabei um das erste Defizit seit elf Monaten. Mit dem Defizit wird der Druck auf China nachlassen, seine Währung schneller aufzuwerten. Im Januar war noch ein Überschuss von 6,5 Mrd. Dollar verzeichnet worden.
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