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Bern (awp/sda) - Freitag, 18. März 2010:
PROGNOSE ERHÖHT: Die UBS wird immer zuversichtlicher bezüglich Schweizer Wirtschaft. Neu rechnet die Grossbank damit, dass die Schweizer Wirtschaft 2011 um 2,7 Prozent wachsen wird. Bisher waren die UBS-Ökonomen von einem Plus von 2,4 Prozent ausgegangen. Mit der neuen Prognose zeigen sich die Ökonomen der Grossbank deutlich optimistischer als alle anderen Konjunkturforscher. Diese rechnen mit einem Wachstum von 1,9 bis 2,4 Prozent. Die Schweizer Wirtschaft laufe weiterhin auf vollen Touren und die Vorlaufindikatoren deuteten bisher nicht auf eine baldige Verlangsamung des Wachstums hin, begründen die UBS-Konjunkturforscher die Anhebung ihrer Prognose.
PUBLIGROUPE WIEDER SCHWARZ: Der Werbevermarkter Publigroupe hat sich wieder aufgerappelt. Nachdem die Krise der Medien dem Lausanner Unternehmen 2009 einen Verlust von 20,3 Mio. Fr. eingebrockt hatte, ist im vergangenen Jahr nach dem Abbau hunderter Arbeitsplätze ein Gewinn von 42,6 Mio. Fr. zustande gekommen. Die Verkäufe der Beteiligungen an den Mediengruppen BaZ und Edipresse und der Verkauf von zwei Gebäuden besserten den Gewinn um etwa 28 Mio. Fr. auf. Der Betriebsgewinn erreichte 32,6 Franken nach einem Verlust von 2,9 Mio. Fr. im Vorjahr. Der Umsatz sank indes um 8,4 Prozent auf 1,47 Mrd. Franken. Ganz abgeschlossen ist der Stellenabbau, der unter dem Strich 750 Posten kostete, noch nicht: Im laufenden Jahr trifft es nochmals etwa 100 Arbeitsplätze. Ende Jahres zählte Publigroupe 2350 Vollzeitstellen.
GEWINN GESCHMIEDET: Nach der tiefen Krise konnte der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr verkaufen und in die Gewinnzone zurückkehren. Unter dem Strich machte der Konzern einen Reingewinn von 38,6 Mio. Euro, nachdem er 2009 wegen der Wirtschaftskrise einen Rekordverlust von 276 Mio. Euro erlitten hatte. Auch operativ fand Schmolz+Bickenbach in die schwarzen Zahlen. Der Betriebsgewinn (EBIT) erreichte 121,9 Mio. Euro nach einem Verlust von 288,2 Mio. Euro. Ab dem Herbst belebten sich die Märkte wieder stark. Der Bestellungseingang stieg von Monat zu Monat. Zudem konnte der Konzern Preiserhöhungen durchsetzen. Der Umsatz kletterte um die Hälfte auf 3,119 Mrd. Euro. Er lag damit aber noch deutlich unter dem Niveau von 4,092 Mrd. Euro im Jahr 2008.
MEHR LOHN FÜR DEN BOSS: ABB-Chef Joe Hogan bekommt trotz schlechterem Konzernergebnis mehr Lohn. Die Salär- und Bonuszahlungen für den Amerikaner stiegen um ein Drittel auf 8 Mio. Franken. Insgesamt hat der Elektrotechnikkonzern ABB seine Firmenleitung für das Geschäftsjahr 2010 mit rund 34,8 Mio. Fr. entschädigt. Dies ist etwas weniger als die Kompensationszahlungen im Vorjahr für Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung (2009: 36,6 Mio. Franken). Dies dürfte auf das Jahresergebnis zurückzuführen sein. Der Konzerngewinn ging 2010 um 12 Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar zurück. Der Umsatz fiel um 1 Prozent tiefer aus als 2009.
GROSSHANDEL LEICHT TEURER: Die Preise im Schweizer Grosshandel sind wegen des teureren Erdöls leicht gestiegen. Der Produzenten- und Importpreisindex erhöhte sich im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Sein Stand beträgt 100,3 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Während die im Inland produzierten Produkte leicht billiger wurden (-0,1 Prozent), verteuerten sich die Importgüter um 0,9 Prozent. Grund dafür waren laut Bundesamt für Statistik (BFS) vor allem höhere Preise für Erdöl, Erdölprodukte und Metallprodukte.
KAUFANGEBOT STEHT: Der Industrielle Michael Pieper hat am Freitag das öffentliche Kaufangebot für die Lysser Industriegruppe Feintool als zustande gekommen erklärt. Seine Beteiligungsgesellschaft Artemis hält nun 36,6 Prozent der Aktien und der Stimmrechte. Bis zum Ablauf der Angebotsfrist am vergangenen Montag wurden Artemis 27'742 Aktien angedient. Das sind 3,6 Prozent aller Aktien. Das Kaufangebot fand demnach keine grosse Resonanz. Ursprünglich wollte Pieper nach Ablauf der Angebotsfrist 50,1 Prozent der Feintool-Aktien halten. Nun läuft die Nachfrist bis zum 1. April.
HÖHENFLUG GESTOPPT: Hoffnungsschimmer für die gebeutelte japanische Wirtschaft: Das gemeinsame Einschreiten der führenden sieben Industriestaaten (G7) hat den Höhenflug der japanischen Währung gestoppt. Die G7-Finanzminister und Notenbankpräsidenten haben in einer Telefonkonferenz beschlossen, gemeinsam gegen den starken Anstieg des Yen vorzugehen. Es ist das erste Mal seit mehr als zehn Jahren, dass die führenden Wirtschaftsnationen gemeinsam am Devisenmarkt einschreiten. Der Yen war zuvor trotz der verheerenden wirtschaftlichen Katastrophenfolgen gegenüber dem Dollar mit 76,25 Yen auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. Der Dollar gewann seither wieder auf 81,11 Yen. Der Euro verteuerte sich auf 114,87 Yen nach 110,89 Yen am Vortag. 100 Yen kosteten noch 1,1134 Fr. nach 1,1360 am Vortag.
ÖLPREIS IM BANNE LIBYENS: Der Ölmarkt hat zum Wochenschluss im Banne Libyens gestanden. Mit der Ankündigung des nordafrikanischen Landes zur Einstellung der Kampfhandlungen gegen die Rebellen drehte der Ölpreis am Mittag ins Minus. Das Fass der für Europa wichtigen Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 1 Prozent auf 114,01 Dollar. US-Öl der Sorte WTI wurde mit 101,82 Dollar um 0,8 Prozent billiger gehandelt. Zuvor hatte die Angst vor einer militärischen Konfrontation des Westens mit den Truppen des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi die Notierung um bis zu zwei Prozent in die Höhe getrieben.
SCHADENERSATZ GEFORDERT: Wegen des Zusammenbruchs der US-Sparkasse Washington Mutual in der Finanzkrise soll nun die Führungsriege für die Bankpleite büssen. Die staatliche Einlagensicherung FDIC hat Klage gegen den früheren Bankchef Kerry Killinger, zwei weitere Manager und zwei Ehefrauen eingereicht. Die Einlagensicherung wirft der Gruppe vor, die Bank aus Profitsucht in hochspekulative Geschäfte getrieben zu haben. Washington Mutual war einst die grösste US-Sparkasse mit Filialen im ganzen Land.
HÄNDLER ENTLASSEN: Die weltgrösste Investmentbank Goldman Sachs hat Branchenkreisen zufolge fünf Prozent ihrer Händler entlassen. Auch in anderen Abteilungen sei Mitarbeitern gekündigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. In den kommenden Wochen seien weitere Entlassungen geplant. Das US-Institut beabsichtige, sich von den fünf Prozent der Belegschaft zu trennen, die in der Vergangenheit die schlechteste Leistung gezeigt hätten, hiess es weiter. Die Bank wollte sich bislang nicht dazu äussern. Es blieb damit unklar, wie viele Mitarbeiter insgesamt von den Kündigungen betroffen sind. Zum Jahresende hatte Goldman insgesamt 35'700 Mitarbeiter - fünf Prozent davon wären 1785 Beschäftigte.

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