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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 30. März 2011
SONOVA-FÜHRUNG NIMMT HUT: Das Führungstrio des Hörgeräteherstellers Sonova tritt wegen verdächtigen Aktienverkäufen zurück. Verwaltungsratspräsident Andy Rihs, Konzernchef Valentin Chapero und Finanzchef Oliver Walker räumen ihre Posten, nachdem Börsenregeln und interne Vorschriften verletzt wurden. Ob es zu Insiderdelikten bei den Wertpapierverkäufen gekommen sei, müsse die Staatsanwaltschaft beantworten. "Von sich aus sieht die Firma Sonova keine Veranlassung, selber Strafanzeige zu erheben", sagte ein Sonova-Anwalt. Rihs begründete seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident damit, dass er eine Mitverantwortung für die Versäumnisse übernehmen müsse. Er bleibe aber im Verwaltungsrat an Bord als Vertreter der Ankeraktionäre. Neuer Konzernchef wird vorübergehend Alexander Zschokke, der seit 2006 in der Geschäftsleitung sitzt.
GELASSENE ROCHE-FÜHRUNG: Die neuen Besitzverhältnisse bei Roche haben laut Unternehmenschef Severin Schwan keine Folgen für den Pharmakonzern. Obwohl die Familien Hoffman und Oeri nun nicht mehr gemeinsam die Mehrheit der Aktien kontrollieren, ändere sich für Roche nichts, sagte Schwan. "Sowohl der Aktionärspool als auch Maja Oeri halten ausdrücklich an der Unabhängigkeit von Roche sowie dem Konzernsitz Basel fest", sagte Schwan in der "Handelszeitung". Der Familienpool behalte seine Rolle als stärkster Aktionär. Die Krise in Japan sorge bei der Roche-Gruppe aus heutiger Sicht insgesamt nicht für "signifikante materielle Schäden", erklärte der österreichische Manager zudem. Der Konzern besitzt mit Chugai eine japanische Tochtergesellschaft.
BOBST IM AUFWIND: Nach dem dreistelligen Millionenverlust im Vorjahr spürt der Verpackungsmaschinenproduzent Bobst wieder Rückenwind. Noch schreibt das Waadtländer Unternehmen aber keine schwarze Zahlen, wenn Sondereffekte nicht berücksichtigt werden. Der operative Verlust für das vergangene Jahr beträgt 4,3 Mio. Franken. Der Reinverlust beläuft sich auf 1,8 Mio. Franken. Werden Sondereffekte berücksichtigt, betrug der Reingewinn 49,3 Mio. Fr. und der operative Gewinn (EBIT) 61,3 Mio. Franken. Die Differenz erklärt sich unter anderem mit dem Verkauf eines Firmengeländes, der 75 Mio. Fr. in die Kasse spülte. 2009 hatte Bobst wegen der weltweiten Rezession einen Reinverlust in der Höhe von 160,7 Mio. Fr. geschrieben.
GESTRANDETE TOURISTEN: Von den Überschwemmungen und Erdrutschen in Südthailand sind auch zahlreiche Schweizer Touristen betroffen. Die grossen Schweizer Reiseveranstalter haben mehrere Gäste, die am Flughafen Koh Samui gestrandet sind. "10 Personen, die bei uns ihre Reise gebucht haben, stecken auf der Ferieninsel Koh Samui fest", sagte der Mediensprecher von Hotelplan Suisse, Valentin Handschin. Auch TUI Suisse hat rund ein dutzend Gäste, die auf Koh Samui oder Koh Phangan feststecken, bestätigte TUI-Sprecher Roland Schmid. Auch Kuoni zählt Feriengäste, die in Südthailand blockiert sind. Gemäss Mediensprecherin Marianne Häuptli sind 4 Personen betroffen.
WACHSTUM SETZT SICH FORT: Gemäss des Konjunkturbarometers der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) dürfte sich das Schweizer Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten noch zusätzlich beschleunigen. Das Barometer stieg im März auf den Stand von 2,24 Punkten. Im Februar hatte es noch 2,18 Punkte angezeigt. Das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr dürfte daher noch leicht zunehmen, wie es im Communiqué der KOF hiess. Positiv entwickeln wird sich die ganze Wirtschaft, wobei im Baugewerbe und bei den Banken, welche das Barometer separat ausweist, eher stagnierende Wachstumsraten zu erwarten sind.
MEPHA-BESITZERIN IM VISIER: In der Pharmabranche bahnt sich eine Milliardenübernahme an. Der kanadische Arzneimittelhersteller Valeant Pharmaceuticals International will für 5,7 Mrd. Dollar das US-Biotechnologieunternehmen Cephalon kaufen. Cephalon gehört die Baselbieter Pharmafirma Mepha. Valeant erklärte, grundsätzlich eine freundliche Übernahme anzustreben. Unternehmenschef Michael Pearson will Anfang kommender Woche Gespräche mit Cephalon-Aktionären führen. Cephalon will das Angebot prüfen und Anfang April eine Entscheidung treffen, wie die Gesellschaft mitteilte.
SAAB MIT PROBLEMEN: Der schwedische Autohersteller Saab gerät wegen unbezahlter Rechnungen unter Druck von Zulieferern. Wie Medien berichteten, lag die Produktion im Stammwerk Trollhättan wegen fehlender Komponenten eines unzufriedenen Zulieferers still. Der niederländische Saab-Eigner Victor Muller bestritt, dass sein Unternehmen in akuten Zahlungsproblemen steckt. Im Wirtschaftsblatt "Resumé" bestätigte Saabs Werbeagentur, dass man die Zusammenarbeit wegen ausgebliebener Zahlungen seit Dezember eingestellt habe. Das Logistik-Unternehmen DB Schenker teilte mit, dass man an Saab nur noch gegen Vorkasse liefere sowie teilweise Lieferungen als Sicherheit für bisher unbezahlte Rechnungen einbehalte.
KEIN VERTRAUEN IN EURO: Die Schuldenkrise in Europa hat das Vertrauen der Deutschen in den Euro erschüttert. In einer Umfrage gaben nur noch 55 Prozent der Befragten an, dass der Euro langfristig eine erfolgreiche Währung sein werde. 2008 - vor Ausbruch der Krise - hatte dieser Wert noch bei 78 Prozent gelegen. In der von der Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichten Umfrage des Ipsos-Instituts im Auftrag des Bankenverbandes stimmten zudem 31 Prozent der Aussage zu, die EU-Mitgliedschaft bringe Deutschland eher Nachteile. Das ist der höchste Wert seit 1994.

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