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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 31. März
PAPIERFABRIK BIBERIST VOR DEM AUS: Der Papierfabrik von Sappi in Biberist SO droht die Schliessung. Wie der Konzern mitteilte, wird darum das Konsultativverfahren mit den Sozialpartnern eingeleitet. Mit der Schliessung würden 550 Stellen verschwinden. Wegen der Überkapazitäten für Feinpapier in Europa sei es in den letzten Jahren unmöglich geworden, die stark ansteigenden Kosten für Rohstoffe und Energie auszugleichen. Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi überprüfe darum seine Produktionstätigkeit in Europa. In Biberist sei trotz aller Bemühungen keine tragbare Rendite zu erzielen gewesen, überhaupt erreiche Sappi Fine Paper Europe (SFPE) auf dem ganzen Kontinent kaum mehr tragbare Renditen.
CLARIANT GV FÜR KAUF VON SÜD-CHEMIE: Die Übernahme der deutschen Süd-Chemie durch den Spezialchemiekonzern Clariant hat die erste grosse Hürde genommen. Die Clariant-Aktionäre haben an der Generalversammlung in Basel eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Kaufs gutgeheissen. Die 514 Aktionäre sprachen sich mit knapp 80 Prozent Mehrheit der Stimmen für die Kapitalerhöhung aus. Erforderlich war für die Annahme eine Mehrheit von zwei Dritteln. Nein sagten etwa 13 Prozent. Damit ist der Verwaltungsrat ermächtigt, bis spätestens Ende März 2013 das Aktienkapital um maximal 85 Mio. Aktien zu erhöhen. Der Kauf von Süd-Chemie kostet Clariant 2,5 Mrd. Franken.
RUAG WIEDER MIT GEWINN: Der Technologie- und Rüstungskonzern RUAG ist weiter gewachsen und zurück in der Gewinnzone. Nachdem 2009 Abschreiber in der Sparte Flugzeugteile einen Verlust von 107 Mio. Fr. verursacht hatten, erzielte die Gruppe 2010 wieder einen Gewinn von 92 Mio. Franken. Der Umsatz wuchs um 5,9 Prozent auf 1,796 Mrd. Franken, wie die RUAG mitteilte. Das Wachstum stammte hauptsächlich aus dem Raumfahrtgeschäft mit der Mitte 2009 übernommenen Oerlikon Space, aus dem Unterhaltsgeschäft für die militärischen Luftfahrzeuge sowie aus dem Flugzeugstrukturbau. 52 Prozent des Umsatzes erzielte das bundeseigene Unternehmen mit zivilen Anwendungen, 48 Prozent mit militärischen. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) blieb mit 35 Prozent des Umsatzes bedeutendster Einzelkunde.
HÖHERER ERTRAGSBILANZÜBERSCHUSS: 2010 hat sich die Schweizer Wirtschaft erholt, wie die Zahlungsbilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ausweist. Der Ertragsbilanzüberschuss stieg um 18 Mrd. auf 80 Mrd. Franken. Im Schlussquartal verblieb der Überschuss aber auf Stand des Vorjahresquartals. Im Aussenhandel legten im ganzen Jahr die Exporte von Waren um 8 und jene von Dienstleistungen um 3 Prozent zu. Die Warenimporte wuchsen um 8 Prozent. Insgesamt resultierte im Aussenhandel mit Waren und Dienstleistungen ein Überschuss von 66 Mrd. Franken, 7 Mrd. mehr als 2009. Bei den Kapitaleinkommen wuchs der Einnahmenüberschuss von 29 Mrd. auf 41 Mrd. Franken. Dabei stiegen die Einnahmen aus Kapitalanlagen im Ausland von 102 Mrd. auf 109 Mrd. Franken. Die Ausgaben auf ausländischen Einlagen in der Schweiz sanken gleichzeitig von 73 Mrd. auf 69 Mrd. Franken.
KARDEX LEIDET: Der Zürcher Lagersystemhersteller Kardex hat 2010 einen Verlust von 9,8 Mio. Euro eingefahren. Der Umsatz wuchs nur dank der im Mai übernommenen deutschen Mlog um 3,8 Prozent auf 355,9 Mio. Euro. Der Auftragsbestand legte indessen zu, so dass Kardex Morgenröte sieht. Die akquisitionsbereinigten Aufträge standen zum Jahresende 19 Prozent höher bei 130 Mio. Euro, wie Kardex mitteilte. Wegen des tiefen Geschäftsvolumens und trotz Kurzarbeit und Stellenabbau schrieb Kardex einen Betriebsverlust vor Steuern und Zinsen von 6,4 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte operativ noch ein Gewinn in praktisch gleicher Höhe resultiert. Jetzt will das Unternehmen das Kapital erhöhen und auf die Dividende verzichten.
GASTROGRUPPE SV MIT GEWINNANSTIEG: Die SV Group hat ihren Gewinn 2010 um fast einen Drittel auf 4,2 Mio. Fr. gesteigert. Künftig will das Gastronomieunternehmen seinen Fokus stärker auf Hotels und Restaurants richten. In ihrem traditionellen Geschäft, dem Betrieb von Personalrestaurants, geraten die Margen zunehmend unter Druck. Mit Personalrestaurants generierte die SV Group 2010 rund drei Viertel ihres Gesamtumsatzes von 624 Mio. Franken, teilte das Unternehmen mit. Der Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber 2009 sei dank neuer Mandate erzielt worden. So ist der Gastronomiespezialist seit Anfang 2010 unter anderem auch der Betreiber aller SBB-Personalrestaurants.
ART & FRAGRANCE RENTIERT WIEDER: Nach zwei Verlustjahren hat Art & Fragrance 2010 wieder den Weg in die Rentabilität zurückgefunden. Die Zürcher Gruppe, die Parfums, Kosmetika sowie Kristall- und Schmuckwaren herstellt, erzielte einen Konzerngewinn von 2,0 Mio. Franken. Im Vorjahr belief sich der Verlust auf 1,3 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) konnte auf 6,7 Mio. Fr. vervierfacht werden. Alle Segmente und Marken hätten zum erfreulichen Jahresergebnis beigetragen, heisst es in der Unternehmensmitteilung. Der Umsatz erhöhte sich um 19,7 Prozent auf 57,2 Mio. Franken.
BELGIEN ZIEHT SABENA-URTEIL WEITER: Der belgische Staat zieht das Urteil vom Januar im Fall der konkursiten belgischen Fluggesellschaft Sabena an das Kassationsgericht weiter. Im Zusammenhang mit dem Konkurs der Sabena von 2001 fordert Belgien rund eine Milliarde Euro Schadenersatz. Zwar hatte das Appellationsgericht in Brüssel im Januar festgehalten, dass SAirGroup und SAirLines direkt Schuld am Konkurs der Sabena tragen. Im zweitinstanzlichen Urteil sprachen die Richter dem belgischen Staat aber nur 224'000 Euro Schadenersatz zu. Weiter sollte er 58'000 Euro an Übersetzungskosten erhalten. Für die Nachlassverwalter wurden 18,3 Millionen Euro gesprochen.
STRENGE REGELN BEI HYPOTHEKEN: Um zu verhindern, dass sich Konsumenten hoffnungslos finanziell übernehmen, will die EU-Kommission Banken und andere Finanzakteure auf strengere Regeln bei der Hypothekenvergabe verpflichten. Künftig soll keine Hypothek mehr vergeben werden können, ohne dass vorher die finanzielle Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers genau unter die Lupe genommen wurde, erläuterte eine Kommissionssprecherin bei der Präsentation des Gesetzesvorschlags in Brüssel.
DEUTSCHE BAHN MIT ZUG: Die Deutsche Bahn hat 2010 im Zuge der wirtschaftlichen Erholung Umsatz und Gewinn erwartungsgemäss steigern können. Die Erlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Prozent auf 34,4 Mrd. Euro, wie die Deutsche Bahn in Berlin mitteilte. Der Nettogewinn kletterte von 830 Mio. Euro 2009 auf 1,058 Mrd. Euro im letzten Jahr. Durch den Kauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva wuchsen aber auch die Schulden des Konzerns, und zwar um 1,9 Mrd. Euro auf 16,9 Mrd. Euro.
ANGLO IRISH BANK MIT HISTORISCHEM VERLUST: Die vor der Auflösung stehende Anglo Irish Bank hat den höchsten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes bestätigt. 17,7 Mrd. Euro verlor Anglo Irish demnach im Jahr 2010, im Jahr 2009 hatte die Bank 12,7 Mrd. Euro Verlust gemacht. Zusammengelegt sind die Verluste der verstaatlichten Anglo Irish für beinahe ein Drittel der irischen Staatsschulden verantwortlich. Irland sieht sich deshalb auch in seiner Ansicht bestätigt, dass Anglo das gesamte irische Bankensystem mitgerissen hätte, hätte man die Bank im Jahr 2008 zusammenbrechen lassen.

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