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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 13. April 2011
EXPORTFIRMEN UNTER DRUCK: Der starke Franken hat Auswirkungen auf die Schweizer Exportwirtschaft. Ihr Wachstum dürfte sich im laufenden Jahr auf 2,7 Prozent abschwächen, wie die UBS auf Grundlage einer Umfrage berechnet hat. Damit verlieren die Ausfuhren deutlich an Schwung. Nach dem Absturz in der Wirtschaftskrise waren die Ausfuhren im vergangenen Jahr 2010 noch um 9,3 Prozent nach oben geschossen. Im nächsten Jahr dürften die Exporte dann wieder um 3,8 Prozent anziehen. Insgesamt entwickelt sich die Schweizer Wirtschaft aber erfreulich. Nach einem Plus von 3,1 Prozent im Vorquartal zeigt der UBS-Konjunkturindikator für das erste Quartal 2011 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2,7 Prozent. Im folgenden Quartal dürfte das Plus nur 2,2 Prozent betragen. Ingesamt rechnen die UBS-Experten für das ganze Jahr 2011 mit einem Wachstum von 2,7 Prozent.
MEHR GEWINN BEI NATIONALE SUISSE: Die Basler Versicherungsgruppe Nationale Suisse konnte im vergangenen Jahr den Gewinn um 20,6 Prozent auf 92,1 Mio. Fr. steigern. Auch bei den gebuchten Bruttoprämien konnte die Versicherung zulegen. Diese stiegen währungsbereinigt um 4,8 Prozent auf insgesamt 1,78 Mrd. Franken. Der Gewinn im Nichtlebengeschäft stieg von 10,1 Mio. auf 24,3 Mio. Franken. Die Combined Ratio verbesserte sich entsprechend von 97,3 Prozent auf 96,6 Prozent. Das Lebengeschäft steigerte den Gewinn vor Steuern um 124 Prozent auf 28,5 Mio. Franken. Vor allem der Ertrag aus Kapitalanlagen habe einen wesentlichen Beitrag zum guten Resultat geliefert, hielt der Versicherer fest.
ZWEI BUNDESRÄTE IN WASHINGTON: Die Schweiz wird an der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank prominent vertreten sein. Nach Washington reisen die Bundesräte Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann sowie Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand. Am jährlichen Treffen nehmen tausende von Vertretern von Regierungen, Institutionen und der Privatwirtschaft teil. Die Schweizer Delegation wird am kommenden Freitag und Samstag anwesend sein.
LANTAL MIT WENIGER UMSATZ: Die Textilfirma Lantal muss zum dritten Mal in Folge einen Umsatzrückgang verkraften. 2010 wurden 82,4 Mio. Fr. umgesetzt, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 4,2 Prozent entspricht. Vor der Wirtschaftskrise 2008 hatte der Umsatz noch 115,5 Mio. Fr. betragen. Der Anbieter von Innenausstattungen für Transportmittel führt die Umsatzprobleme auf den starken Franken und die gestiegenen Rohstoffpreise zurück. Ausserdem zeigten sich die Fluggesellschaften noch immer investitionsscheu, sagte Lantal-Firmenchef Urs Rickenbacher.
ZERTIFIZIERTE BRATWURST: Die St. Galler Bratwurst ist neu ein Produkt mit geschützter geografischer Angabe (GGA). Die Herstellung ist an strenge Auflagen gebunden. Was drauf steht muss drin sein: Kalbfleisch, Schweinefleisch und Milch aus der Ostschweiz. St. Galler Bratwürste dürfen nur noch in den vier Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden gebrüht werden.
WASCHPULVERHERSTELLER GEBÜSST: Die Waschpulverhersteller Procter & Gamble (Ariel) und Unilever (Coral) müssen wegen illegaler Preisabsprachen eine EU-Geldbusse von insgesamt 315 Mio. Euro zahlen. Dem ebenfalls beteiligten deutschen Konzern Henkel (Persil, Weisser Riese) erliess die EU-Behörde die Strafe, weil er Europas Wettbewerbshüter über das Kartell informiert hat. Auf dem umkämpften Markt hielten die drei führenden Waschmittelproduzenten Europas drei Jahre lang die Preise künstlich hoch. Die Absprache betraf Vollwaschmittelpulver für die Maschinenwäsche in acht Ländern und garantierte den Konzernen gute Einnahmen.
US-GROSSBANK MIT 5-MILLIARDEN-GEWINN: Die zweitgrösste US-Bank JPMorgan Chase hat ihren Gewinn dank abnehmender Kreditrisiken kräftig gesteigert. Das Institut verdiente im ersten Quartal netto 5,6 Mrd. Dollar und damit knapp 70 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei profitiert die Bank vor allem davon, dass sie die Vorsorge für Ausfälle von Darlehen deutlich zurückfuhr. Die Zahlen boten aber auch Schattenseiten: Immer noch können viele Kunden ihre Hypotheken nicht bezahlen, und die Vergabe neuer Kredite kommt nur schleppend in Gang. Zudem tritt das Investmentbanking auf der Stelle.
FINANZSYSTEM IMMER NOCH GEFÄHRDET: Auch nach Beginn der globalen Konjunkturerholung ist das Weltfinanzsystem aus Sicht des Internationalen Währungsfonds noch nicht über den Berg. Zwar habe sich die Lage in den vergangenen zwölf Monaten gebessert, heisst es im IWF-Bericht zur Stabilität der globalen Finanzmärkte. Regierungen und Bürger in den von der Krise am schwersten getroffenen Industriestaaten seien aber immer noch hoch verschuldet, während sich der Finanzsektor und die Gesamtwirtschaft der Länder nicht im Gleichschritt erholt hätten.
NEUES EU-PATENVERFAHREN: Das Beantragen von Patenten in der EU soll einfacher und billiger werden. Die EU-Kommission stellte zwei Vorschläge für ein einheitliches europäisches Patent und ein Sprachenreglement vor. Das einheitliche Europäische Patent kann von allen Unternehmen in der EU beantragt werden, egal wo sie ihren Sitz haben. Auch für Schweizer Unternehmen wäre dies attraktiv. Von einem einheitlichen Patent verspricht sich die europäische Wirtschaft mehr Innovation und vor allem weniger Kosten.

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