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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Bern (awp/sda) - Freitag, 15. April
SUNRISE-NIEDERLAGE VOR BUNDESVERWALTUNGSGERICHT: Im Streit um die Zugangspreise zu den Kabelschächten der Swisscom hat Sunrise eine Grundsatzniederlage erlitten. Gemäss eines Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts ist die bisherige Berechnungsmethode rechtmässig. Sunrise befürchtet nun, weitere Verfahren bezüglich der Berechnungsmethode zu verlieren. Am grössten sind die Auswirkungen auf der so genannten "letzten Meile". Dort mietet Sunrise die Kupferleitungen zwischen den Swisscom-Telefonzentralen und den Hausanschlüssen für 16,70 Fr. pro Monat und Anschluss. Hätte sich Sunrise vor Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt, hätte sich dieser Preis etwa halbiert, sagte ein Sunrise-Sprecher.
SCHWEIZ TOURISMUS MIT GROSSOFFENSIVE: Schweiz Tourismus und die Tourismusregionen lancieren im Sommer eine gigantische Kampagne. Weil die Frankenstärke und die Krisen die Reiselust bremsen, soll für 48 Mio. Fr. für das Tourismusland Schweiz geworben werden. Unter anderem werden die "Top 100 Erlebnisse" in einer eigenen Broschüre zusammengefasst. Deutlich ausgebaut wird auch die Online-Präsenz mit einem neuen Webauftritt. Auch Facebook soll in der Kampagne eine wichtige Rolle spielen. Trotz dieser Bemühungen rechnet Schweiz Tourismus mit einem Rückgang bei den Logiernächten von bis zu drei Prozent.
ZÄHER START VON NESTLÉ INS NEUE JAHR: Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat in den ersten drei Monaten 2011 einen Umsatz von 20,26 Mrd. Fr. erzielt. Das sind 9,3 Prozent weniger als im Vorjahresabschnitt. Als Gründe nennt das Unternehmen die Frankenstärke und den Verkauf der Augenheilmittel-Tochter Alcon. Nestlé ist dennoch überzeugt, die Jahresziele erreichen zu können. Den steigenden Rohstoffpreisen etwa bei Kaffee, Kakao und Milch will das Unternehmen mit Kostensenkungen und Preiserhöhungen entgegen treten.
SYNGENTA MIT UMSATZSPRUNG IM STARTQUARTAL: Der Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Hersteller Syngenta ist mit einem deutlichen Absatzwachstum ins laufende Jahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 14 Prozent auf 4,02 Mrd. Dollar. Ein starkes Wachstum verzeichnete Syngenta in Europa, Afrika und dem Nahen Osten, dies beim Pflanzenschutz wie auch beim Saatgut. Ein günstiges Umfeld habe frühzeitige Investitionen von Weizenbauern in der gesamten Region gefördert, hielt der Konzern fest.
ÄGYPTEN MACHT ORASCOM STRICH DURCH DIE RECHNUNG: Der Bau- und Hotelkonzern Orascom hat im vergangenen Geschäftsjahr weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank um 12 Prozent auf 516,1 Mio. Franken, gab das in der Schweiz kotierte Unternehmen des ägyptischen Investors Samih Sawiris bekannt. Der Gewinn vor Minderheitsanteilen sank von 144,9 Mio. auf 122,3 Mio. Franken. Darin enthalten sind unter anderem ausserordentliche Rückstellungen wegen des Umsturzes in Ägypten von 15 Mio. Franken. Der stark im arabischen Raum engagierte Konzern erwartet wegen der dortigen politischen Situation für das laufende Jahr rund 30 Prozent weniger Hoteleinnahmen.
RATINGAGENTUR SENKT IRLANDS BONITÄT: Das finanziell angeschlagene Irland erleidet einen weiteren Dämpfer. Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des Landes um zwei Noten auf "Baa3" gesenkt. Das ist eine Stufe vor Ramschniveau. Es drohen gar weitere Herabstufungen. Die irische Zentralbank hatte zuvor prognostiziert, dass 2011 erstmals seit drei Jahren wieder ein Wirtschaftswachstum erzielt werde. Allerdings werde die Arbeitslosigkeit mit über 14 Prozent hoch bleiben.
EINIGUNG ZWISCHEN DEUTSCHER BAHN UND GEWERKSCHAFTEN: Nach neun Monaten haben die Deutsche Bahn (DB) und die Lokführergewerkschaft (GDL) ihren Lohnstreit beendet. Die beiden Parteien beschlossen am Freitag ein Gesamtpaket für die rund 20'000 DB-Lokführer. Es wurden ein Rahmenvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Volumen von drei Prozent vereinbart. Der Vertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar und läuft bis 30. Juli 2012. Trotz der Einigung bei der DB geht der Konflikt bei den deutschen Regionalbahngesellschaften weiter. Ein 48-Stunden-Streik der Lokführer verursachte erneut Ausfälle und Behinderungen.
25-JAHR-JUBILÄUM DER COMPUTERVIREN: Vor genau 25 Jahren hat sich das erste bekannte Computervirus auf den Rechnern verbreitet. Das Programm mit dem Namen "Brain" war aber harmlos. Es zerstörte nichts und stahl auch keine Daten, sondern ersetzte lediglich einige Informationen auf den befallenen Disketten. Entwickelt hatten "Brain" zwei Brüder aus Pakistan. Über die Motive der Brüder wurde viel spekuliert - nicht zuletzt, weil die Aktion für sie keinerlei Nutzen hatte. Heute ist die Zahl der Viren ins Unendliche gestiegen. Mehr als 17 Mio. Würmer kamen allein 2010 dazu, schätzen Experten.

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