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Bern (awp/sda) - Montag, 23. Mai 2011
SWISSMETAL VERSCHIEBT GV: Der Kupferprodukte-Hersteller Swissmetal hat seine Generalversammlung vom kommenden Donnerstag auf den 14. Juni verschoben. Das Unternehmen will sich mit Kapital- und Finanzierungsmassnahmen sanieren. Damit diese noch in die Traktandenliste für die GV aufgenommen werden können, soll die Generalversammlung zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Swissmetal hatte 2010 erneut rote Zahlen geschrieben. Der Verlust lag bei 21,9 Mio. Franken. Es war das dritte Minusergebnis in Folge.
EURO AUF REKORDTIEF: Der Kurs des Euro zum Franken hat neue Rekordtiefstände erreicht. Die Schuldenkrise riss die europäische Einheitswährung weiter in die Tiefe, der Franken wurde einmal mehr als sicherer Hafen angesteuert. Kurz vor Mittag notierte der Kurs mit 1,2323 Fr. ein neues Allzeittief. Zum Dollar sank der Euro erstmals seit März wieder unter die Marke von 1,40 Dollar. Für Abwärtsdruck sorgten Herabstufungen von Ratingagenturen. So hatte die US-Agentur Fitch am Freitag die Kreditwürdigkeit Griechenlands stark um drei Noten gesenkt. Zudem hatte Standard & Poor's (S&P) am Wochenende die Kreditwürdigkeit Italiens infrage gestellt, indem sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte.
VIELE AUSLÄNDER FÜHREN SCHWEIZER GROSSUNTERNEHMEN: 45 Prozent der Spitzenkräfte in Schweizer Grossunternehmen sind Ausländer. Der Topkräftevermittler Guido Schilling geht davon aus, dass diese bis 2015 gar die Mehrheit der Geschäftsleitungsmitglieder stellen. 2006 betrug der Anteil ausländischer Top-Manager noch 36 Prozent. Auch die Verwaltungsräte sind immer häufiger mit Ausländern besetzt. Es fehle an Schweizer Führungskräften. Viel Potenzial sieht Guido Schilling bei den Frauen, die in den Chefetagen immer noch deutlich untervertreten sind.
GEWERKSCHAFT VERKLAGT MOPAC: Die Gewerkschaft Unia geht juristisch gegen die Emmentaler Verpackungsfirma Mopac vor. Diese hatte im Februar bekannt gegeben, dass sie sämtliche Löhne wegen des starken Franken um zehn Prozent kürzt. Bei der Schlichtungsbehörde Oberaargau-Emmental reicht die Unia nun eine Klage gegen das Unternehmen ein. Die Gewerkschaft kritisiert das Vorgehen der Mopac beim Konsultationsverfahren. Die Frist für die Erarbeitung von Alternativen zur Lohnkürzung sei mit sechs Tagen viel zu kurz gewesen. Ausserdem habe die Mopac zweckdienliche Unterlagen nicht ausgehändigt.
MEHRERE KLAGEN GEGEN SCHWEIZ IM FALL UBS: Mindestens fünf US-amerikanische UBS-Kunden haben die Schweiz eingeklagt. Sie wehren sich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Auslieferung ihrer Kontodaten im Rahmen des Amtshilfeabkommens. Die Eidgenössische Steuerverwaltung kann nicht ausschliessen, doch noch weitere Klagen in Strassburg eingereicht wurden. Das Bundesamt für Justiz hat keine offiziellen Informationen zu den Fällen. Der Gerichtshof habe die Schweiz bisher nicht zu einer Stellungnahme aufgefordert.
SCHLECHTE ZAHLUNGSMORAL: Schweizer Unternehmen haben 2010 wegen unbezahlten Forderungen neun Mrd. Fr. abschreiben müssen. Europaweit summierten sich die Verluste auf 312 Mrd. Euro. Damit ist der Verlustbetrag laut dem Inkasso-Unternehmen Intrum Justitia um vier Prozent gestiegen. Europaweit wurden 2,7 Prozent aller Forderungen nicht beglichen. In der Schweiz waren es 1,8 Prozent. Neben den Ausfällen machen Zahlungsverzögerungen den Unternehmen zu schaffen. 28 Prozent der befragten Firmen in Europa sehen in ihnen eine Bedrohung der Existenz, in der Schweiz betrachten nur elf Prozent Verzögerungen als bedrohlich.
ZUZUG IN BERN: Der chinesische Telekomausrüster ZTE hat in Bern seinen Schweizer Sitz eröffnet. Nach Huawei Technologies vor zwei Jahren siedelt sich somit ein weiterer chinesischer Telekom-Konzern im Kanton Bern an. Zu Beginn werde ZTE Switzerland rund 30 Mitarbeitende beschäftigen, teilte die bernische Volkswirtschaftsdirektion mit. Mittelfristig sind rund 100 Arbeitsplätze geplant. Die chinesische ZTE Corporation mit Hauptsitz in Shenzhen sei eine der grössten chinesischen Telekommunikationsausrüsterinnen.
GRÜNES LICHT: Der Vermögensverwalter Julius Bär darf für seine Kunden neu in chinesische Aktien und Anleihen investieren. Der chinesische Währungsregulator SAFE teilte der Schweizer Bank eine Anlagequote von 100 Mio. Dollar zu. "Als Privatbank sind wir in der einmaligen Position, unseren Kunden direkten Zugang zum schnell wachsenden chinesischen Markt zu verschaffen", erklärte Kenneth Ho, Produktchef der Region Asien-Pazifik bei Bär.
TOURISTIK-AKTIEN WEGEN VULKANS UNTER DRUCK: Die Angst vor einer Beeinträchtigung des Luftverkehrs durch eine isländische Aschewolke hat am Montag die Touristik-Aktien an der Schweizer Börse belastet. Die Titel des Duty-free-Shop-Betreibers Dufry fielen zeitweise um 5,8 Prozent. Die Aktien des Reiseanbieters Kuoni gaben vorübergehend 3,5 Prozent nach, die Anteilsscheine des Catering-Unternehmens Gategroup büssten 2,7 Prozent ein. Investoren befürchteten, dass wegen des Vulkanausbruchs wie vor einem Jahr der Flugverkehr beeinträchtigt werden könnte, sagte ein Händler.
ITALIENS WIRTSCHAFT STOCKT: Die Wirtschaft in Italien ist von 2001 bis 2010 um durchschnittlich 0,2 Prozent pro Jahr gewachsen. Damit ist Italien das Schlusslicht innerhalb der Europäischen Union. Die EU verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 1,1 Prozent. Auch wegen der schwachen Wachstumsaussichten Italiens hatte die Ratingagentur Standard & Poor's am Wochenende vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gewarnt.
SONY MIT MILLIARDENVERLUST: Die verheerende Erdbebenkatastrophe in Japan hat Sony einen Milliardenverlust eingebracht. Für das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr rechnet der Elektronikriese mit einem Minus von umgerechnet 2,8 Mrd. Franken. Im Februar war das Unternehmen noch von einem Gewinn ausgegangen. Die Erdbebenkatastrophe und den Tsunami hatte Sony stark zu spüren bekommen. Mehrere Fabriken im Nordosten des Landes wurden teilweise zerstört.
RYANAIR WÄCHST: Europas grösste Billigfluggesellschaft Ryanair mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn habe in den zwölf Monaten bis Ende März um 26 Prozent auf 401 Mio. Euro zugenommen, teilte das irische Unternehmen mit. Der Umsatz wuchs um 21 Prozent auf rund 3,6 Mrd. Euro. Die Zahl der Passagiere legte um acht Prozent auf 72,1 Millionen zu. Damit sei die wirtschaftliche Erholung nach der Krise gelungen.
BESITZERWECHSEL: Die Schuhmarke Jimmy Choo gehört künftig der deutschen Milliardärsfamilie Reimann. Deren österreichische Holding Labelux zahlt Kreisen zufolge rund 500 Mio. Pfund (rund 712 Mio. Franken) für den Hersteller und Händler von Damenschuhen. Zu Labelux gehört bereits die Schweizer Schuhmarke Bally. Die 1996 von der früheren "Vogue"-Redaktorin Tamara Mellon in London und dem Schuhmacher Jimmy Choo ins Leben gerufene Marke war 2007 für 185 Mio. Pfund an den Finanzinvestor TowerBrook Capital verkauft worden, der sie zu einer weltweiten In-Marke ausbaute.

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