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Bern (awp/sda) - Montag, 6. Juni
DURCHZOGENE WINTERSAISON: Die Schweizer Hoteliers haben in der Wintersaison 2010/11 einen leichten Dämpfer hinnehmen müssen. Die Hotelübernachtungen sind gegenüber der vergangenen Saison um 0,7 Prozent auf 15,8 Millionen gesunken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Während mehr Schweizer im Inland übernachteten (+1,2 Prozent), gab es bei den ausländischen Gästen einen Rückgang um 2,2 Prozent. Es handle sich um die fünftbeste Wintersaison der vergangenen 20 Jahre, stellte Schweiz Tourismus-Sprecherin Veronique Kanel fest. Allerdings litten die Berggebiete unter der Schneearmut und dem schwachen Euro. In Graubünden sanken die Logiernächte insbesondere wegen des Ausbleibens deutscher Gäste um 6,1 Prozent, im Wallis um 4,6 Prozent und im Berner Oberland um 4,2 Prozent. Weiterhin setzte sich der Trend zum Städtetourismus fort, davon profitierten die Regionen Zürich (+5,1 Prozent), Genfersee (+3 Prozent) und Bern (+4,7 Prozent).
WOHNUNGSBAU FLORIERT: Der Wohnungsbau in der Schweiz hat im ersten Quartal 2011 weiter zugenommen. Von Januar bis März wurden gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) rund 8800 Wohnungen fertig gestellt. Das sind 4,5 Prozent mehr als in derselben Periode im Jahr 2010. Auch die Zahl der Wohnungen, die sich im Bau befinden, war Ende März nochmals höher als ein Jahr zuvor. Mit insgesamt 68'310 Wohnungen beträgt die Zunahme knapp 6 Prozent. Für 13'270 Wohnungen wurde die Baubewilligungen, das sind 2 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Allerdings verzeichnete einzig der Grossraum Zürich eine Zunahme an neu bewilligten Wohnungen, die anderen Agglomerationen hingegen alle einen Rückgang.
MODERATE TEUERUNG: Das Bundesamt für Statistik (BFS) rechnet damit, dass 2011 und 2012 die durchschnittliche Jahresteuerung jeweils 0,7 Prozent betragen wird. Gemäss der Prognose bliebe die Teuerung damit gleich hoch wie im vergangenen Jahr.
SCHWEIZER AUTOMARKT BOOMT: Die Neuwagenverkäufe sind im Mai in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen. Knapp 30'000 Autos wurden neu in Verkehr gesetzt. In den ersten fünf Monaten 2011 betrug das Plus insgesamt 11,7 Prozent, wie die Vereinigung Schweizer Automobilimporteure (auto-schweiz) mitteilte. "Gemessen am privaten Konsum, der im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,2 Prozent zugenommen hat, entwickelten sich die Autoverkäufe bisher überproportional gut", kommentierte auto-schweiz Direktor Andreas Burgener.
SCHWARZE NULL BEI ORASCOM: Die politischen Unruhen in Ägypten haben das Quartalsergebnis des Bau- und Hotelkonzerns Orascom massiv nach unten gedrückt. Der Reingewinn nach Minderheiten der schwergewichtig in Ägypten tätigen Orascom sank um 98 Prozent auf 0,6 Mio. Franken. Der Umsatz reduzierte sich um 55 Prozent auf 53 Mio. Franken, wie das an der Schweizer Börse SIX kotierte Unternehmen des ägyptischen Investors Samih Sawiris weiter mitteilte. Das Verkaufsziel für das Projekt in Andermatt liegt laut Mitteilung für 2011 unverändert bei 120 Mio. Franken.
GEFRAGTES RISIKOKAPITAL: Ein Jahr nach dem Start eines speziellen Risikokredite-Vehikels mit der Unternehmergemeinschaft Swiss Venture Club (SVC) zieht der Schweiz-Chef der Credit Suisse, Hans-Ulrich Meister, eine positive Bilanz. Die bis zu 100 Mio. Franken, welche die Bank in den Risikokapital-Topf gelegt hat, schaffen nach Meisters Ansicht neue Arbeitsplätze: Die Schweiz sei zwar führend bei Erfindungen und Innovationen, aber nicht an vorderster Front dabei, wenn es um die Umsetzung solcher Ideen gehe, sagte er. Die Nachfrage sei mit rund 400 Anfragen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) innert eines Jahres gross, sagte Meister. Vor allem High-Tech-Firmen seien an einer Finanzierung interessiert.
IATA WENIGER OPTIMISTISCH: Der Dachverband der Fluggesellschaften IATA hat die Gewinnprognose für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigiert. Statt der noch im März erwartete 8,6 Mrd. Dollar rechnet der Branchenverband IATA jetzt nur noch mit 4 Mrd. Dollar Gewinn. Der Grund dafür sind der hohe Ölpreis und die Katastrophe in Japan. Wie die IATA mitteilte, müssten sich die Airlines beim Öl auf einen Preis von 110 Dollar je Barrel (159 Liter) einstellen - 2010 waren es lediglich 96 Dollar. Zudem kämpfe die Branche nach einem rasanten Ausbau mit Überkapazitäten. Das vergangene Jahr war dagegen noch erfolgreicher als bislang gedacht: Der Gewinn lag mit 18 Mrd. Dollar um 2 Mrd. höher als bislang geschätzt.
"GOLDENE ZEITEN" FÜR GAS: Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima sieht die Internationale Energieagentur (IEA) "goldene Zeiten" für Gas kommen. Vor allem die starke Entwicklung Chinas werde dazu führen, dass Gas künftig "eine wichtigere Rolle" bei der Energiegewinnung spiele, erklärte IEA-Chef Nobuo Tanaka. Während Gas heute 21 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decke, könnte es in einem Vierteljahrhundert mehr als ein Viertel sein, schätzt die in Paris ansässige Agentur, die die Energieinteressen der Organisation für Zusammenarbeit und wirtschaftliche Entwicklung (OECD) vertritt.
WIDERSTAND IM BUNDESTAG: In der deutschen Regierungskoalition gibt es grosse Unruhe wegen möglicher neuer Milliarden-Hilfen für Griechenland. Kanzlerin Angela Merkel muss um die Zustimmung im Parlament zittern. In den Bundestagsfraktionen von Union und FDP wird gewarnt, dass Athen zu einem Milliarden-Fass ohne Boden werden könnte. Am Mittwoch wird CDU-Chefin Merkel den Fraktionen direkt nach ihrer USA-Reise persönlich ihr Krisenmanagement erklären müssen. Schwarz-Gelb hat im Bundestag einen Vorsprung von 21 Mandaten vor der Opposition. Nach Angaben aus Koalitionskreisen könnten allein 15 FDP-Abgeordnete den Griechenland-Kurs der Regierung ablehnen. Auch bei der Union werden Abweichler erwartet. Union und FDP wollen vor allem eine stärkere Beteiligung privater Gläubiger wie Banken durchsetzen.
OTE-ANTEIL AN DEUTSCHE TELEKOM: Zwei Wochen nach der Ankündigung beginnt das hoch verschuldete Griechenland mit der Privatisierung von Staatsbesitz. Als erstes verkauft das angeschlagene Euroland einen weiteren Anteil an der griechischen Telefongesellschaft OTE an die Deutsche Telekom. Die Athener Regierung erhalte für ihre 10 Prozent an OTE rund 400 Millionen Euro, teilte der Bonner Konzern mit. Die Deutsche Telekom stocke damit ihre Beteiligung an dem einstigen griechischen Monopolisten auf 40 Prozent auf. Es dürfte der einfachste Teil des Verkaufsprogramms sein, mit dem die griechische Regierung insgesamt 50 Milliarden Euro einnehmen will.
mk

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