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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 30. Juni
KEINE GEBÜHR BEI MASTERCARD: Auf dem beliebtesten bargeldlosen Zahlungsmittel in der Schweiz, der EC-Karte, darf keine zusätzliche Gebühr erhoben werden: Die Wettbewerbskommission (WEKO) untersagt dem Anbieter Mastercard, bei der Maestro-Karte eine neue Bankgebühr Einzuführen. Der Verband Elektronischer Zahlungsverkehr (VEZ) begrüsste den WEKO-Entscheid. Der Beschluss, der einen ersten Entscheid der WEKO aus dem Jahre 2006 bestätige, sei erfreulich für Handel und Konsumenten. Mastercard-Sprecher Thorsten Klein sagte, die Banken benötigten die Gebühr, um Innovationen für die Konsumenten zu finanzieren. Diese Innovationen würden nun nicht bei der Maestro-Karte, sondern bei anderen Produkten realisiert.
LONZA ERHÖHT ARBEITSZEIT: Der Basler Life-Science-Konzern Lonza erhöht auf den 1. Juli befristet auf 18 Monate die Arbeitszeit für alle Mitarbeiter am Standort Visp von durchschnittlich 41 auf 43 Stunden. Der Gewinn am Standort Visp stehe stark unter Druck, teilte das Unternehmen mit. Die sinkende Profitabilität des Lonza Werks Visp sei primär auf die massive Stärke des Schweizer Frankens, auf eine aggressive Preispolitik von Konkurrenten und steigende Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen, heisst es im Communiqué weiter. Für die Gewerkschaften ist der Fall klar: Lonza bricht den geltenden Kollektivarbeitsvertrag.
ETERNA WIRD CHINESISCH: Die Grenchner Uhrwerkherstellerin Eterna bekommt einen chinesischen Besitzer. Die chinesische Haidian-Gruppe kauft das Unternehmen, wie die aktuelle Eigentümerin, die deutsche Beteiligungsgesellschaft F.A. Porsche Beteiligungen, mitteilte. Eterna ist eines der wenigen Schweizer Unternehmen, die mechanische Uhrwerke selber herstellen. Welchen Preis die Haidian-Tochter International Volant Limited für Eterna zahlt, geben die Unternehmen nicht bekannt. Das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" schätzte den Kaufpreis auf 10 bis 15 Mio. Franken.
KUNSTOFFINDUSTRIE ERHOLT SICH: Die Schweizer Kunststoffindustrie hat den Rückschlag von 2009 wieder wettgemacht. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr wieder um 10 Prozent auf 15,8 Mrd. Fr. zu. Damit hat die Branche beinahe wieder das Rekordniveau von 15,9 Mrd. Fr. aus dem Jahre 2008 erreicht. 2009 sei ein verlorenes Jahr gewesen, sagte der Geschäftsführer des Kunststoffverbandes Schweiz (KVS), Ernesto Engel, vor den Medien in Zürich: "Nun sind fast wieder dort, wo wir waren." Die Lieferanten von Maschinen und Peripheriegeräten, die in der Krise am stärksten gelitten hatten, haben sich wieder gut erholt. Auch die Rohstoffhersteller und -händler machten die Umsatzeinbussen beinahe vollständig wett. Nachdem im Vorjahr noch fast 60 Firmen eingegangen waren, sind jetzt wieder 11 dazugekommen. Insgesamt zählt die Branche 854 Unternehmen.
NEUE FINMA-REGEL VERTEUERT VERSICHERUNGEN: Versicherte müssen in Zukunft bei den Versicherungsprämien tiefer in die Tasche greifen: Laut einer Studie der Beratungsfirma Ernst & Young werden strengere Kapitalregeln für die Versicherungsbranche vor allem Lebensversicherungen teurer machen. Das Anfang Jahr von der Eidg. Finanzaufsichtsbehörde Finma in Kraft gesetzte Regelwerk Swiss Solvency Test (SST) will von den Versicherern dickere Eigenmittelpolster. Damit sich der Verkauf der Policen weiter rentiert, brauchen die Versicherungsgesellschaften zusätzliche Margen.
AUTOKAUF IM AUSLAND: Immer öfter kaufen Schweizer ihre Autos direkt im Ausland statt bei den offiziellen Importeuren. 2010 waren 3,41 Prozent der neu zugelassenen Wagen direkt importiert worden. Im laufenden Jahr wird dieser Anteil voraussichtlich auf 4,75 Prozent steigen, wie der Brancheninformationsdienst Auto-i mitteilte. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 303'000 Autos importiert. 2011 dürfte diese Zahl laut René Mitteregger von Auto-i leicht höher sein. Auch Parallelimporte durch professionelle Händler nehmen zu. Sie machten vergangenes Jahr 1,42 Prozent der Einfuhren aus. In diesem Jahr dürfte der Anteil bei 2,1 Prozent liegen.
SCHWEIZER KENNEN PREISE NICHT: Seit dem Markteintritt der deutschen Discounter Aldi und Lidl tobt in der Schweiz ein Preiskampf. Die Kundinnen und Kunden hingegen kennen die Preise für die Artikel des täglichen Bedarfs gar nicht. Gemäss einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK Switzerland kennt nur knapp jeder vierte Konsument den ungefähren Preis von gängigen Alltagsartikeln. Nur gerade 3 Prozent kennen sogar die genauen Preise. Alle anderen tippen liegen bei ihren Preisschätzungen mindestens 10 Prozent neben den tatsächlichen Preisen. Obwohl ein dunkles Pfünderli (500 g Ruchbrot) bei allen Grossverteilern und Discountern nur 1.10 Fr. kostet, geht die Konsumentenschaft von deutlich höheren Preisen aus. Migros-Kunden nannten durchschnittlich einen Preis von 2.25 Fr. für das Brot, jene von Coop sogar einen von 2.34 Franken.
ERTRAGSÜBERSCHUSS TIEFER: Der Überschuss der Ertragsbilanz der Schweiz ist im ersten Quartal gesunken. Dazu beigetragen haben vor allem die gesunkenen Kapitaleinkommen. Mit 17,3 Mrd. Fr. liegt der Ertragsbilanzüberschuss um 2 Mrd. Fr. tiefer als noch im Vorjahr, wie aus der Zahlungsbilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervorgeht. Der Saldo der Kapitaleinkommen ging von 9,7 Mrd. auf 6,1 Mrd. Fr. zurück. Diesen Rückgang vermochten auch die gestiegenen Einnahmen bei den Dienstleistungsexporten nicht zu kompensieren. Per Saldo stieg der Einnahmenüberschuss bei den Dienstleistungen von 11,4 Mrd. auf 14,5 Mrd. Franken. Dagegen liegen die Nettowarenexporte mit 5,1 Mrd. Fr. leicht tiefer als im Vorjahr. Zwar erhöhten sich laut der SNB die Warenexporte um 6 Prozent, allerdings stiegen die Importe im gleichen Verhältnis an.
MÜLLER-GANZ ZKB-BANKRATSPRÄSIDENT: Der neunköpfige Bankrat der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat an der konstituierenden Sitzung Jörg Müller-Ganz (FDP) zum Präsidenten gewählt. Wie die ZKB weiter mitteilte, stehen ihm János Blum (SP) und Bruno Dobler (SVP) als Vizepräsidenten zu Seite. Müller-Ganz' Vorgänger Urs Oberholzer gehörte der SVP an. Müller-Ganz war bereits Vizepräsident der drittgrössten Schweizer Bank. Er bringt Bankenerfahrung mit, wie die ZKB mitteilte. SVP-Mann Dobler, der im Vorfeld von verschiedenen Medien als Favorit für das Präsidium gehandelt worden war, muss sich mit einem Vizepräsidium begnügen.
NEUES SIGNAL FÜR EZB-ZINSERHÖHUNG: Trotz der Schuldenkrise in Griechenland wird die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich nächste Woche die Zinsen erneut erhöhen. EZB-Chef Jean-Claude Trichet signalisierte bei einer Anhörung im Europa-Parlament in Brüssel, dass die Zentralbank an ihrer Absicht einer geldpolitischen Straffung festhält. "Die derzeitige Zinspolitik ist konjunkturstimulierend. Wir sind in einem Zustand hoher Wachsamkeit", betonte Trichet. Die Formel "hohe Wachsamkeit" gilt unter Experten als Hinweis auf eine kurz bevorstehende Zinserhöhung. Der EZB-Rat trifft sich am kommenden Donnerstag, um über den Leitzins zu beraten.
MYSPACE VERKAUFT: Aus nach sechs turbulenten Jahren - Rupert Murdoch's News Corp tritt das einst weltweit führende Online-Netzwerk Myspace an den Werbekonzern Specific Media ab. Bei der Übernahme mit im Boot sei Popstar Justin Timberlake, teilte Specific Media mit. Er werde einen Anteil übernehmen und eine wichtige Rolle bei der Strategieentwicklung für Myspace spielen. Kreisen zufolge bringt der Verkauf News Corp einen Erlös von 35 Mio. Dollar - ein Bruchteil dessen, was das Medienimperium 2005 nach einer Bieterschlacht für Myspace auf den Tisch gelegt hat.

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