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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 17:40 publiziert

Bern (awp/sda) - Mittwoch, 30. Dezember
GUTES BÖRSENJAHR: Anleger an der Schweizer Börse können zufrieden sein: Mit einem Plus von rund 20 Prozent (SMI) geht das Jahr 2009 als erfolgreiches Börsenjahr in die Geschichte ein. Der SMI war bis am 9. März bis auf 4235 Punkte eingebrochen. Danach setzte eine kräftige Gegenbewegung ein. Liquiditätsspritzen der Notenbanken, Konjunkturprogramme und besser als erwartete Unternehmensergebnisse weckten die Hoffnung auf eine baldige Erholung der Konjunktur und liessen den SMI bis zum Jahresende wieder um 55 Prozent steigen.
SCHLECHTER UMSATZ: Die Umsätze an der Schweizer Börse SIX und der Derivatebörse Scoach sind 2009 gegenüber dem Vorjahr um 41,5 Prozent auf 1,13 Billionen Franken eingebrochen. Das gab die SIX Swiss Exchange am Mittwochmorgen, also vor Beginn des letzten Handelstags, bekannt. Beim Vorjahresvergleich ist allerdings zu berücksichtigen, dass 2008 das drittbeste Jahr in der Geschichte der Schweizer Börse SIX war. Die Anzahl der Abschlüsse ging 2009 weniger stark zurück als die Umsätze: Das Minus betrug 23,0 Prozent auf rund 34,8 Millionen.
AUFSCHWUNG STOCKT: Die Erholung der Schweizer Wirtschaft verlangsamt sich. Das von der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich berechnete Barometer stieg im Dezember nur noch leicht um 0,06 Punkte und erreichte 1,68 Punkte. Damit flachte sich der bis Oktober anhaltende kräftige Anstieg nochmals deutlich ab. Bereits im November war das Barometer nur um 0,18 Punkte gestiegen. Von September auf Oktober hatte sich der Wert dagegen noch beinahe verdoppelt. Gemäss dem KOF-Barometer kann die Schweizer Wirtschaft zwar weiter mit einem Wachstum im Vorjahresvergleich rechnen. Die Dynamik verliert in den nächsten Monaten aber deutlich an Schwung.
BELIEBTE REKA-CHECKS: Der Verkauf von Reka-Checks ist im zu Ende gehenden Jahr um 2,8 Prozent auf 623 Mio. Fr. gestiegen. Mit ihren Ferienwohnungen kam die Schweizer Reisekasse auf einen Umsatz von 40,2 Mio. Franken (+1,0 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen ging aber um 3 Prozent zurück. Dank des guten Geschäftsgangs unterstützte die Reka auch dieses Jahr wieder einkommensschwache Familien und Alleinerziehende: Die Nonprofit-Organisation investierte 2,5 Mio. Fr. für die Vergünstigung von Ferien.
TESSINER BANKEN-SKANDAL: Die Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat ein Konkursverfahren gegen die Aston Bank in Lugano eröffnet. Mit der Bank beschäftigt sich auch die Tessiner Staatsanwaltschaft. Der Vizedirektor der Bank war Ende November wegen Betrugsverdachts verhaftet worden. Der Italiener soll zusammen mit einem weiteren Angestellten Kundengelder in der Höhe zwischen 10 und 20 Mio. Fr. veruntreut haben. Zu den Geschädigten gehören laut Medienberichten vorab italienische Investoren. Die Vorwürfe an die Adresse des 46-Jährigen lauten Veruntreuung, Betrug und Urkundenfälschung. Auf der Homepage der Aston Bank ist von "Irregularitäten bei der Führung der Bank" die Rede.
ZULASSUNG VERWEIGERT. Die Basler Biotech-Firma Basilea hat einen erneuten Rückschlag bei der Zulassung ihres Schlüsselmedikaments Ceftobiprol erlitten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag der Basilea-Partnerfirma Johnson & Johnson zurückgewiesen. Die FDA habe festgestellt, dass die Studiendaten nicht verlässlich seien, teilte Basilea mit. Inspektionen und Überprüfungen bei rund einem Drittel der beteiligten Studienzentren hätten ergeben, dass ein grosser Teil der dort erhobenen Daten nicht verlässlich oder nicht verifizierbar sei. Die Börse reagierte schockiert auf den Entscheid; die Basilea-Aktien sackten ab.
ENERGIE GEBÜNDELT: Die Deutsche Telekom und der Technologiekonzern ABB arbeiten künftig auf dem Markt für Energieübertragung zusammen. Die Telekom-Grosskundensparte T-Systems und die ABB wollen ab 2010 gemeinsame Lösungen für intelligente Stromnetze, Smart Grids, entwickeln und vermarkten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet.
BESSER AUSGELASTET: Die Nachfrage im internationalen Flugverkehr hat sich im November weiter erholt. Das Passagiergeschäft zog im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent an, das Frachtgeschäft um 9,5 Prozent, wie der Branchenverband IATA mitteilte. Auch bei den lukrativen Geschäftsreisen gab es Anzeichen für eine Erholung. Auf die Gewinnsituation der Fluggesellschaften hat dies laut IATA aber noch keine Auswirkungen. Die 230 Airlines, die dem Verband angehören, fliegen 2010 voraussichtlich einen Verlust von 5,6 Mrd. Dollar ein. Im laufenden Jahr wird ein Minus von 11 Mrd. Dollar befürchtet.
TOKIOS WACHSTUMSPLÄNE: Die japanische Regierung will langfristig ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich über 2 Prozent erreichen, indem sie die Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Umwelt, Gesundheit und Tourismus ankurbelt. Das geht aus ihrer am Mittwoch vorgestellten wirtschaftspolitischen Strategie hervor, die wesentliche Ziele und Vorschläge bis zum Haushaltsjahr 2020/21 umreisst. Insgesamt will die Regierung mehr als vier Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

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