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Bern (awp/sda) - Montag, 22. März
URTEIL WEITERGEZOGEN: Nachdem das Bundesverwaltungsgericht eine Rekordbusse von 333 Mio. Fr. gegen die Swisscom aufgehoben hat, ziehen die Wettbewerbskommission (WEKO) und das Unternehmen den Entscheid an das Bundesgericht weiter. Die WEKO rügt das Tatbestandselement der "Erzwingung", Swisscom sieht sich nicht als marktbeherrschend. Der scheidende WEKO-Präsident Walter Stoffel erklärte an der Jahresmedienkonferenz, der Rekurs seiner Kommission richte sich gegen den vom Bundesverwaltungsgericht angeführten Zusatztatbestand des "Erzwingens" von Preisen. Dieser Tatbestand müsse für einen Missbrauch in regulierten Märkten nicht zusätzlich nachgewiesen werden. Das Element des "Erzwingens" sei in der Marktbeherrschung bereits enthalten.
FAST WIEDER HOCHKONJUNKTUR: Die Ökonomen der Grossbank UBS rechnen nun mit einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum in der Schweiz: Sie haben ihre ihre Prognose für das laufende Jahr von 2,0 auf 2,5 Prozent erhöht. Die Arbeitslosenquote werde durchschnittlich statt 4,9 nur 4,2 Prozent betragen. Der erwartete Wirtschaftsaufschwung werde hauptsächlich vom sehr dynamischen Binnensektor getragen, schrieb die Forschungsstelle der UBS-Vermögensverwaltungssparte (Wealth Management). Neben der Stabilisierung des Arbeitsmarktes werde die anhaltende Immigration zu einem ansehlichen Konsumwachstum führen.
GEGEN ENTLASTUNG: Bei der Grossbank UBS regt sich Widerstand gegen die geplante Décharge an frühere Manager der Ära Ospel. Die Anlagestiftung Ethos, zu der vor allem Pensionskassen gehören, will die Entlastung verweigern und ruft die Aktionäre zudem auf, auch den Vergütungsbericht abzulehnen. Auf Distanz geht Ethos auch zu Wolfgang Mayrhuber, der neuer Verwaltungsrat der UBS werden soll. Den Rechtsweg beschreiten will Aktionärsvertreter Hans-Jacob Heitz. Er hat bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich Strafanzeige gegen die UBS und deren Organe eingereicht wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung.
GESCHÄFTSFLÜGE NEHMEN ZU: Bei den Schweizer Geschäftsleuten ist nach der Krise die Reiselust wieder eingekehrt. Beim Buchen wirkt die Rezession aber noch nach: Einerseits sind die Flugbillette nach dem Nachfrageeinbruch günstiger als früher, anderseits sind die Unternehmen sparsamer geworden. Das führt dazu, dass für Geschäftsreisen im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr zwar 14 Prozent mehr Flugbillette ausgestellt wurden, die Ausgaben pro ausgestelltem Ticket aber um 3 Prozent gesunken sind. Dies geht aus einer Statistik von Airplus, eines auf das Abrechnen von Geschäftsreisen spezialisierten deutschen Unternehmens, hervor.
EINBUSSEN BEI MEYER BURGER: Gewinn und Umsatz der Meyer-Burger-Gruppe sind 2009 in Folge der globalen Rezession gesunken. Der Solarindustrie-Zuliefer profitierte aber von einer Markterholung im zweiten Halbjahr und dämmte so die Rückgänge ein. Die Verkäufe sanken um 6 Prozent auf 420,9 Mio. Franken, während sich das Betriebsresultat vor Zinsen und Steuern (EBIT) um knapp ein Drittel auf 41,3 Mio. Fr. reduzierte. Unter dem Strich bleibt etwa ein Sechstel weniger als 2008: Meyer Burger machte 29,2 Mio. Gewinn.
GEWINNSPRUNG BEI METALL ZUG: Die Industrie- und Immobiliengruppe Metall Zug hat 2009 den Gewinn um 125,3 Prozent auf 71,17 Mio. Fr. gesteigert. Den Gewinnsprung verdankt das Unternehmen einem starken Finanzergebnis. Denn operativ lief es weniger gut: Das Betriebsergebnis (EBIT) brach um 31,7 Prozent auf 61,8 Mio. Fr. ein, während der Umsatz um 2,3 Prozent auf 790,2 Mio. Fr. sank. Bereinigt um Übernahmen und Währungseinflüsse betrug der Rückgang 4,9 Prozent.
WTG MIT GEWINNTAUCHER: Der Gewinn der Schleifscheiben-Produzentin Winterthur Technologie Gruppe (WTG) ist im vergangenen Geschäftsjahr dramatisch geschrumpft: Unter dem Strich erzielte das Zuger Unternehmen noch 1,5 Mio. Euro - im Vorjahr hatte es noch einen Reingewinn von 16,1 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis sei von Abschreibungen und Restrukturierungskosten belastet worden, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging - wie bereits Ende Januar mitgeteilt - um 37 Prozent auf 138 Mio. Euro zurück. Die Auftragseingänge in den Monaten Januar und Februar seien "stabil und erfreulich" und lägen im zweistelligen Prozentbereich über den Vorjahreswerten.
WEITERER VERLUST BEI ART & FRAGRANCE: Das Luxusgüterunternehmen Art & Fragrance kommt nicht aus den roten Zahlen: 2009 schrumpfte der Verlust aber auf 1,3 Mio. Franken, im Vorjahr hatte das Minus 11,0 Mio. Fr. betragen. Belastet wurde das Ergebnis durch die Anfang 2008 übernommenen Lalique. Bei der Restrukturierung und Neuausrichtung der französischen Kristall-, Schmuck- und Parfumherstellerin fielen Kosten von 3,0 Mio. Fr. an. Der Umsatz tauchte von 108,6 Mio. auf 47,8 Mio. Franken. Lalique wird seit 2009 nicht mehr voll konsolidiert, sondern anteilsmässig (Beteiligung 49,63 Prozent) erfasst.
SHKB LEGT ZU: Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) hat 2009 ihren Gewinn um 5,3 Prozent auf 37,9 Mio. Fr. gesteigert. Vor allem bei Kundenausleihungen, Passivgeldern und Depotvolumen hat die Bank zugelegt. Durch die erneute Zunahme der Kundengelder um 5,2 Prozent stieg die Bilanzsumme um 3,6 Prozent auf 4,6 Mrd. Franken. Die Hypothekarkredite wuchsen so stark wie noch nie.
HELBLING WIEDER UNTER 100 MILLIONEN: Das Ingenieurs- und Beratungsunternehmen Helbling hat 2009 seinen Umsatz nicht halten können. Mit 98,7 Mio. Fr. ist der Umsatz um 3,2 Mio. Fr. tiefer ausgefallen als im Rekordjahr 2008, wie die 1963 gegründete Gruppe mitteilte. Helbling gehört ihren 23 geschäftsführenden Partnern und unterhält Standorte in der Schweiz, Deutschland und den USA.
RECHTSHILFE ERLAUBT: Das Bundesstrafgericht gibt grünes Licht für Rechtshilfe an Italien in der Fastweb-Affäre. Die Richter in Bellinzona haben die Beschwerde der Tessiner Firma Euram Finance und zweier Privatpersonen abgewiesen. Die Beschwerde richtete sich laut Gericht gegen Rechtshilfemassnahmen, die von der Eidg. Zollverwaltung in der Fastweb-Affäre auf Ersuchen der italienischen Behörden ab Oktober 2007 durchgeführt wurden. Der Entscheid aus Bellinzona kann noch beim Bundesgericht angefochten werden.
WEITERER STREIK: Die Piloten der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa wollen nach Ostern wieder streiken. Die Flugzeugführer der Konzernmutter Lufthansa, der Billigtochter Germanwings und der Frachtsparte Cargo werden vom 13. bis 16. April die Arbeit niederlegen. Die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa seien gescheitert, teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit mit. Die Lufthansa erklärte, sie habe der Gewerkschaft in den vergangenen Wochen ein Angebotspaket übermittelt, mit dem sie auf die Besorgnis der Piloten um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze eingegangen sei. Dennoch habe Cockpit "die Gespräche vorerst ausgesetzt".
SAAB BAUT WIEDER AUTOS: Der schwedische Autohersteller Saab produziert nach anderthalb Monaten Pause und dem Wechsel des Eigentümers erstmals wieder Autos. Wie das Unternehmen bestätigte, ist die Produktion am Montagmorgen wieder angelaufen. Sie musste Anfang des Jahres wegen des laufenden Insolvenzverfahrens und deshalb fehlender Zulieferungen unterbrochen worden. In der Zwischenzeit hat der US-Konzern General Motors (GM) Saab als einen der kleinsten Serienhersteller von Autos in Europa an das kleine niederländischen Sportwagen-Unternehmen Spyker verkauft. Im westschwedischen Stammwerk Trollhättan sind 3000 Mitarbeiter beschäftigt.
RIO-TINTO-PROZESS BEGONNEN: In Shanghai hat der Prozess gegen vier Manager des australisch-britischen Rohstoffkonzerns Rio Tinto begonnen. Der seit Juli vergangenen Jahres inhaftierte Australier Stern Hu ist wegen Wirtschaftsspionage und Bestechung von Funktionären angeklagt. Die anderen drei Angeklagten sind Chinesen, sie sitzen auch seit vergangenem Sommer in Haft. Rio Tinto bestreitet die Vorwürfe. Beobachter sehen in dem Verfahren einen Test für den Umgang Chinas mit ausländischen Geschäftsleuten.
REICHE LEISTEN SICH WIEDER LUXUS: Der US-Edeljuwelier Tiffany & Co. scheint die schwere Zeit hinter sich gelassen zu haben. Im wichtigen Weihnachtsquartal kehrten die gut betuchten Kunden zurück. Vor allem in Europa und den asiatischen Staaten - mit Ausnahme Japans - legten die Verkäufe kräftig zu. Insgesamt wuchs der Umsatz binnen eines Jahres um 17 Prozent auf 981 Mio. Dollar. Unterm Strich blieben davon 140 Mio. Dollar als Gewinn hängen - viereinhalb mal mehr als noch vor einem Jahr.

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