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Männedorf (awp) - Der Laborausrüster Tecan hat im Geschäftsjahr 2010 trotz ungünstiger Währungsentwicklungen den Umsatz und den Auftragsbestand erhöht und beim Ergebnis die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Mit Blick auf das Jahr 2011 erwartet Tecan ein über dem Markt liegendes Wachstum und ein stabilisertes Endkundengeschäft. Weiter schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 1,00 CHF vor.
Tecan erzielte 2010 einen um 4,0% höheren Umsatz von 370,5 Mio CHF, in Lokalwährungen (LW) resultierte ein Umsatzwachstum von 8,4%. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 1,0% auf 186,2 Mio CHF. Der EBIT sank hingegen um 6,0% auf 56,0 Mio CHF und der Reingewinn aus fortgeführten Geschäften um 0,9% auf 46,9 Mio CHF, wie der Laborausrüster am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang stieg um 5,4% auf 387,0 Mio CHF, in Lokalwährungen habe die Zunahme 9,9% betragen.
Die Betriebsrendite wurde belastet von negativen Währungseinflüssen und erreichte noch 15,1% gegenüber 16,7% im Geschäftsjahr 2009. Zu konstanten Wechselkursen habe die Betriebsrendite 15,9% betragen. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich die Gewinnmarge, welche noch 12,7 (13,3)% erreichte.
Im Berichtsjahr hat Tecan das Geschäftssegment Sample Management devestiert und per 1. September dekonsolidiert. Unter Berücksichtigung dieses Effekts, welcher in einem Verlust aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich von 30,7 Mio CHF resultierte, ergab sich ein Reingewinn von 16,2 Mio CHF.
Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 1,00 CHF je Aktie vorschlagen. Die Auszahlung erfolge als Rückzahlung der Reserven aus Kapitaleinlagen und daher ohne Abzug der Verrechnungssteuer.
Deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete das Unternehmen in Europa, wo der Umsatz um 9,9% zunahm. In LW hat das Wachstum 15,5% betragen, hauptsächlich aufgrund dem starken OEM-Geschäft mit Diagnostikunternehmen. Im Endkundengeschäft habe sich der Umsatz negativ entwickelt, jedoch in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert.
In Nordamerika resultierte ein Umsatzrückgang von 4,0%, hauptsächlich aufgrund der Schwäche des USD gegenüber dem CHF. In LW habe der Rückgang lediglich 0,6% betragen. In Asien habe der Umsatz um 1,5% abgenommen, in LW jedoch 4,1% gegenüber dem Vorjahr zugenommen.
Insgesamt habe vor allem im OEM-Geschäft eine deutliche Zunahme von 27,7% verzeichnet werden können. Die positive Entwicklung sei durch Sonderbestellungen von OEM-Geräten durch zwei Grosskunden im ersten Halbjahr unterstützt. Zusätzlich seien 2010 fünf weitere OEM-Partnerschaften abgeschlossen worden, welche teilweise bereits im Berichtsjahr zum Umsatz beigetragen haben.
Im Endkundengeschäft musste jedoch ein Rückgang von 6,6% verzeichnet werden. Hier habe sich besonders stark die negative Wechselkursentwicklung der meisten Landeswährungen gegenüber dem CHF bemerkbar gemacht. In der zweiten Jahreshälfte habe sich das Endkundengeschäft jedoch stabilisiert und entwickelte sich in LW sogar leicht stärker als in der Vorjahresperiode.
Wie bereits im August 2010 bekannt gegeben, hat Tecan zum 1. Januar 2011 die Organisations- und Berichtsstruktur neu auf die beiden Kundengruppen Endkunden und OEM-Kunden ausgerichtet. Anstelle der bisherigen produktorientierten Geschäftssegmente umfasst die Tecan Group nunmehr die beiden Geschäftssegmente Life Sciences Business (Endkundengeschäft) und Partnering Business (OEM-Geschäft).
Für das Geschäftsjahr 2011 äussert sich Tecan zuversichtlich. Insgesamt werde ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen (LW) im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2010 hätten sich im Endkundengeschäft in der Life-Science-Forschung die Märkte stabilisiert. Daher erwarte Tecan für 2011 im relevanten Teilmarkt Laborautomation ein Wachstum in Lokalwährungen von 3 bis 5%. Die Wechselkursentwicklung wirke sich jedoch negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Produktgruppen aus.
Für den Diagnostikmarkt, der vor allem für das OEM-Geschäft Tecans wichtig ist, rechnet der Laborausrüster mit einer Wachstumsrate in LW von 5 bis 6%. Hier erwarte man aufgrund neu abgeschlossener Verträge ein moderates Wachstum, aufgrund der hohen Vergleichsbasis durch die Sonderbestellungen im Vorjahr.
Insgesamt soll die Betriebsrendite 12 bis 13% erreichen, wobei die Wechselkurse diese im laufenden Jahr um voraussichtlich 0,5 bis 1,0% mindern dürften.
dl/rt

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