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Telefonica setzt Portugal Telecom bei Vivo unter Druck

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2010 - 12:51 publiziert

MADRID (awp international) - Der spanische Telekomkonzern Telefonica bringt beim Kampf um das brasilianische Mobilfunkunternehmen Vivo eine feindliche Übernahme seines Partners Portugal Telecom ins Spiel. Man könne immer auf diese Möglichkeit zurückgreifen, sagte Telefonica-Finanzchef Santiago Fernandez Valbuena der "Financial Times" (Mittwoch). Er habe eine feindliche Übernahme nie ausgeschlossen. Telefonica ist mit gut zehn Prozent grösster Anteilseigner an Portugal Telecom.
Gemeinsam halten die beiden Telekomkonzerne Anteile am grössten brasilianischen Mobilfunkanbieter Vivo. Telefonica war erst kürzlich mit einer Komplettübernahme des brasilianischen Joint Ventures mit Portugal Telecom gescheitert. Die Spanier hatten 5,7 Milliarden Euro für den Vivo-Anteil geboten, Portugal Telecom hatte abgelehnt.
Nun fahren die Spanier anscheinend schwereres Geschütz auf. Valbuena startet in dieser Woche eine Roadshow in Europa und den USA, um Aktionäre von Portugal Telecom zu überzeugen. Zwei Anteilseigner hatten die Entscheidung gegen den Verkauf von Vivo unterstützt, andere waren Valbuena zufolge interessiert. Er will das Angebot nun zum Thema einer ausserordentliche Hauptversammlung von Portugal Telecom machen.
Vivo ist Brasiliens grösster Mobilfunkanbieter. Telefonica würde Vivo gern mit seinem angeschlagenen brasilianischen Festnetzanbieter Telesp verschmelzen, um seine Position zu verbessern und Kosten zu sparen. Bislang war Portugal Telecom dagegen, was die Spanier zu dem Übernahmeangebot für Vivo trieb. Der Telefonica-Finanzchef betonte aber, er werde das jüngste Angebot nicht erhöhen./gr/ne/wiz

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