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NEW YORK (awp international) - Die Übernahme des US-Mobilfunkgeschäfts der Deutschen Telekom durch den Branchenriesen AT&T ist nach Experteneinschätzung noch nicht in trockenen Tüchern: Analysten erwarten, dass die Wettbewerbshüter in den Vereinigten Staaten den Zusammenschluss genau unter die Lupe nehmen werden. Die meisten Wortmeldungen bei einer kurzfristig anberaumten Konferenz in New York drehten sich um die Frage, ob AT&T das Geschäft glatt durchbekommt.
"Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden erhalten", entgegnete AT&T-Chefjustiziar Wayne Watts am Montag. Er musste allerdings einräumen, dass es bisher noch keinerlei Signale aus Washington gebe. Neben dem Justizministerium wird auch der Netzregulierer FCC zu bewerten haben, ob die Megaübernahme den Wettbewerb behindert. AT&T und T-Mobile kombiniert werden rund 40 Prozent des US-Mobilfunkmarkts beherrschen.
'US-MOBILFUNKMARKT SEHR WETTBEWERBSINTENSIV'
"Es wird auch nach dem Geschäft einen grossen Wettbewerb geben", versicherte Watts. Schliesslich gebe es neben den drei verbleibenden grossen Mobilfunkanbietern AT&T, Verizon und Sprint auch noch viele lokale Betreiber. "Der US-Mobilfunkmarkt ist einer der wettbewerbsintensivsten der Welt." Daran werde die Übernahme nichts ändern. T-Mobile ist bis dato die Nummer vier mit etwa 12 Prozent Marktanteil.
Die Analysten erwarten, dass AT&T einige Auflagen schlucken muss, um die Übernahme genehmigt zu bekommen. So war es bereits, als Verizon den fünftgrössten Anbieter Alltel aufgekauft hatte und damit zum unumstrittenen Branchenprimus in den USA aufgestiegen war. Verizon musste auf Drängen der Wettbewerbshüter rund 1,6 Millionen Kunden an AT&T abgeben. Die Kartellprüfung dauerte mehr als ein Jahr - und auch AT&T rechnet damit, den Kauf erst in zwölf Monaten abzuschliessen.
AT&T-Chef Randall Stephenson geht indes nicht davon aus, dass es harte Auflagen geben wird, und verteidigte den Megazukauf: "Das ist eine absolut einmalige Gelegenheit." Mit der Eingliederung von T-Mobile USA will Stephenson die Qualität des AT&T-Netzes verbessern und sich für das massiv steigende Datenaufkommen wappnen. AT&T will 95 Prozent der US-Amerikaner mit dem schnellen Mobilfunknetz 4G erreichen. "Das hätte keines der Unternehmen alleine geschafft."/das/DP/ck

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