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BONN/MÜNCHEN (awp international) - Der Trend zu Smartphones macht sich für Telekom-Anbieter zunehmend bezahlt, das Datengeschäft entwächst den allmählich den Kinderschuhen. Sowohl bei der Deutschen Telekom wie auch bei der Münchener O2 Telefónica klingelten im mobilen Internet im vergangenen Jahr die Kassen. Der Branchenprimus meldete am Freitag bei der Bilanzvorlage in Bonn Zuwächse in dem Bereich um 30 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Die deutsche Tochterfirma des spanischen Konzerns verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg im Datengeschäft von 31 Prozent.
O2 übertraf beim Gewinn erstmals die Marke von einer Milliarde Euro. Das Plus von 23 Prozent beim Überschuss auf 1,1 Milliarden Euro lag zwar vor allem an der Übernahme des Hamburger DSL-Anbieters Hansenet. Aber auch ohne den Erwerb legte der Gewinn um 10 Prozent und der Umsatz um knapp 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Wie O2-Chef René Schuster sagte, spürte das Unternehmen vor allem im vierten Quartal den Verkaufsstart der neuen iPhones von Apple .
Trotz einer Verfünffachung des Gewinns auf 1,7 Milliarden Euro zeigten sich die Aktionäre enttäuscht von der Deutschen Telekom. Sie sollen eine Dividende von 0,70 Euro erhalten, nach 0,78 Euro im Jahr 2009. Während sich das lange schwächelnde Deutschland-Geschäft weiter stabilisiert, steckt das Unternehmen vor allem in den USA und einigen osteuropäischen Ländern in der Bredouille. T-Mobile US verliert Kunden, Telekom-Chef René Obermann sieht dringenden Handlungsbedarf.
An der Börse geriet die T-Aktie auch wegen der Verluste im vierten Quartal unter Druck: Am Nachmittag notierte das Papier bei 9,75 Euro und lag damit knapp 1,7 Prozent im Minus. Damit war die Telekom der Tagesverlierer im Dax .
Der bereinigte Umsatz erhöhte sich nach weiteren Angaben des Unternehmens leicht auf 62,4 Milliarden Euro. Erstmals wurden die Anteile der ehemaligen britischen Mobilfunktochter herausgerechnet, die im April 2010 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Orange eingebracht worden war. Auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe die Telekom ihr Ziel von 19,5 Milliarden Euro erreicht.
Weiterhin sitzen dem Konzern im Inland die Konkurrenten im Nacken. So will der O2-Chef in diesem Jahr die Konkurrenten auf dem hart umkämpften deutschen Markt mit neuen Produkten unter Zugzwang bringen. Noch im ersten Halbjahr solle den Kunden mit sogenannten LTE-Netzen eine noch schnellere mobile Datenübertragung zur Verfügung stehen. Ausserdem kann das Unternehmen nach dem Zukauf von Hansenet nun fast deutschlandweit Kunden DSL-Dienste anbieten.
Auch die Kabelnetzbetreiber machen der Telekom Dampf: "Wir müssen die Netze aufrüsten, damit wir gegen die Kabelnetzbetreiber nicht zurückfallen", betonte Obermann. Hierzu gehören unter anderem auch der Ausbau schneller Funknetze auf LTE-Basis und der Glasfaserausbau. "Wir wollen Breitband für mehr Kundengruppen anbieten."
Unterdessen wartet auf Telekom-Chef Obermann in den USA eine der grössten Herausforderungen in diesem Jahr: Die Tochterfirma T-Mobile US droht gegenüber ihren Konkurrenten zurückzufallen. In den letzten drei Monaten 2010 habe das Unternehmen mit 34 Millionen Kunden rund 318.000 Vertragskunden verloren. Als Gründe nannte er unter anderem das der Telekom fehlende iPhone, das in den USA von AT&T vertrieben wird./ls/DP/zb

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