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(Mit weiteren Angaben zum Geschäftsverlauf und Aussagen aus der Telefonkonferenz)
Genf (awp) - Die Bankensoftware-Herstellerin Temenos hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2010 gesteigert und auch beim bereinigten Gewinn ein deutliches Plus verzeichnet. Dieser klammert Restrukturierungskosten und Abschreibungen aus. Nach den ausgewiesenen Zahlen verschlechterte sich die Profitabilität. Der Ausblick für 2011 fällt positiv aus. Im Sommer kommt es ausserdem zu einem umfassenden Wechsel an der Unternehmensspitze.
Temenos wies im Geschäftsjahr 2010 einen um 21% höheren Umsatz von 448,0 Mio USD aus, davon entfielen 160,1 Mio USD auf Lizenzeinnahmen, ein Plus von 27%. Der Maintenance-Bereich trug 154,8 Mio USD bei, ein Anstieg um 32%. Mit Services wurden 133,1 Mio USD eingenommen (+5%), teilte die Gesellschaft am Mittwochabend mit.
Der ausgewiesene EBIT sank um 8% auf 73,7 Mio USD. Bereinigt um Restrukturierungskosten und Abschreibungen übernommener immaterieller Vermögenswerte legte die Kennziffer jedoch um 25% auf 113,7 Mio USD zu.
Der ausgewiesene Reingewinn ging um 10% auf 61,4 Mio USD zurück, der bereinigte Reingewinn verbesserte sich aber um 27% auf 101,4 Mio USD. Der Gewinn je Aktie (bereinigt) betrug 1,47 USD, nach 1,23 USD im Vorjahr. Mit dem Zahlenset hat Temenos die Erwartungen der Analysten bei Umsatz, Lizenzeinnahmen und bereinigtem Gewinn weitgehend getroffen.
Das Wachstum spiegle die anhaltende Erholung der Nachfrage nach Kernbanken-Systemen wider, sagte CEO Andreas Andreades bei einer Telefonkonferenz. Auch habe Temenos Marktanteile gewinnen können. Trotz der Integration der übernommenen Firmen Viveo und Odyssey und dem Wechsel auf das Partner-Modell hätten sich die Margen verbessert und die Profitabilität sei gestiegen, so der Temenos-Chef mit Blick auf die bereinigten Gewinn-Ziffern.
Auch die Cash-Entwicklung sei sehr stark gewesen und über den eigenen Zielsetzungen ausgefallen. Im Jahr 2010 betrug der operative Cashflow 125,8 Mio USD und damit 7% mehr als im Vorjahr.
Nach der vorzeitigen Rückzahlung der Wandelanleihe über 132 Mio CHF lag die Netto-Verschuldung per Ende Jahr noch bei 13,1 Mio USD, während die Cash-Bestände 169,5 Mio USD betrugen. Dies gebe Temenos eine Vielzahl von Möglichkeiten, auch mit Blick auf weitere Zukäufe, führte CFO David Arnott aus.
Temenos gewann im abgelaufenen Jahr 46 neue Kunden, darunter 8 sogenannte "Tier-1"-Banken. Auch für 2011 wertet das Unternehmen die Aussichten als vielversprechend. Die Ausgaben in moderne, extern entwickelte Kernbanken-Systeme dürften weiter zunehmen, weil immer mehr Banken eine adäquate technologische Plattform als wichtigen Schritt hin zu nachhaltigem Wachstum sähen, hiess es.
Parterschaften im Service-Geschäft führen bei Temenos zu einem geringeren Personalbedarf, aber auch zu Restrukturierungskosten. Diese lagen im vierten Quartal bei 4 Mio USD, wie Finanzchef David Arnott ausführte. Auch 2011 sollen Kosten in ähnlicher Höhe anfallen.
Die Margen im Service-Geschäft werden 2011 bei rund 5 bis 10% gesehen und sollen mittelfristig auf 10 bis 15% steigen. Die Sparte dürfte auch in Zukunft 25 bis 30% der Gruppen-Umsätze ausmachen, hiess es weiter.
Für das laufende Geschäftsjahr 2011 erwartet das Unternehmen gesamthaft ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 22 bis 26%, was einer Spanne von 546 Mio bis 564 Mio USD entspricht. Die Lizenzeinnahmen sollen um 15 bis 20% steigen, ebenfalls in Lokalwährungen. Sie werden mit 197 Mio bis 205 Mio USD angegeben.
Temenos strebt eine EBIT-Marge von 20 bis 21% (bereinigt 26 bis 27%) an. Der EBITDA soll dem operativen Cashflow entsprechen und die Steuerrate bei 8 bis 10% liegen.
Ausserdem kommt es zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze, wie die Gesellschaft bekannt gab. Firmengründer und Verwaltungsratspräsident George Koukis wird per 1. Juli 2011 nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied. Der amtierende CEO Andreas Andreades übernimmt das Amt als Verwaltungsratspräsident. CEO-Nachfolger wird Guy Dubois, der von der Mach Group kommt, einem Anbieter von mobilen Kommunikationslösungen.
cc/ps

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