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(Mit Aussagen aus der Telefonkonferenz)
Genf (awp) - Die Temenos Group AG hat im zweiten Quartal 2010 beim Umsatz zugelegt und den bereinigten Gewinn überproportional gesteigert. Die gute Geschäftsentwicklung führt die Herstellerin von Bankensoftware darauf zurück, dass die Institute im Nachgang der Finanzkrise in Technologie investieren und Kunden wieder grössere Projekte in Angriff nehmen. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt.
Der Umsatz stieg um 22% auf 100,2 Mio USD. Davon stammten 34,3 Mio USD aus Lizenzeinnahmen, ein Plus von 26% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus Maintenance-Umsätzen kamen 34,9 Mio USD (+22%) und mit Services wurden 31,0 Mio USD eingenommen (+19%), wie die Gesellschaft am Mittwochabend mitteilte.
SPRUNG BEIM BEREINIGTEN GEWINN
Der um Restrukturierungskosten und Abschreibungen übernommener immaterieller Vermögenswerte bereinigte EBIT kletterte um 46% auf 18,1 Mio USD, was einer Marge von 18% entspricht. Der ausgewiesene EBIT zeigte sich stabil bei 10,8 Mio USD. Der bereinigte Reingewinn verbesserte sich um 62% auf 15,1 Mio USD. Gemäss Erfolgsrechnung lag diese Kennziffer mit 7,8 Mio USD knapp über dem Vorjahreswert.
Mit den Zahlen hat Temenos die Markterwartungen ge- bzw. übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 100,4 Mio USD, Lizenzeinnahmen von 31,5 Mio USD sowie einem bereinigten EBIT von 17,9 Mio USD gerechnet.
BESSERE SKALENEFFEKTE
Das Geschäftsmodell sei nicht mehr dasselbe wie vor der Finanzkrise, sagte CEO Andreas Andreades bei einer Telefonkonferenz. Das Unternehmen sei heute grösser und verfüge über bessere Skaleneffekte. Auch die Zusammenarbeit mit den Partnern Capgemini, Microsoft, Deloitte und Cognizant helfe Temenos dabei, neue Kunden zu gewinnen. So sei eine Pipeline im Wert von mehr als 25 Mio USD durch Kooperationen geschaffen oder positiv beeinflusst worden.
Mit Blick auf weitere Zukäufe sagte Andreades, dass die Gesellschaft weiter nach möglichen Übernahmeobjekten Ausschau halte. Temenos habe eine gute Expertise und einen starken Ausweis bei der Integration von Firmen. Die Bewertungen am Markt seien nach wie vor attraktiv und das Umfeld biete interessante Möglichkeiten.
VIVEO-INTEGRATION AUF KURS
Die Integration der zugekauften Viveo kommt laut Management gut voran. Mit der Anti-Geldwäsche-Software AML wurden fünf neue Aufträge im zweiten Quartal gewonnen. Im Lizenzgeschäft konnte Temenos 12 neue Kunden vermelden, nach neun im Vorjahreszeitraum.
Der operative Cashflow lag bei -12,8 Mio USD nach +19,6 Mio USD im Vorjahreszeitraum. Auf bereinigter Basis waren es -8,6 (+21,3) Mio USD. Die Cash-Bestände reduzierten sich auf 101,9 Mio USD per Ende Juni von 155,1 Mio USD per Ende März. CFO David Arnott verwies auf Zahlungen an Lieferanten, die schneller erfolgt seien. Die Netto-Verschuldung unter Berücksichtigung einer Wandelanleihe lag bei 128,7 Mio USD.
Per Ende Jahr dürften die Cash-Bestände bei 190 Mio USD liegen, erneuerte Arnott frühere Aussagen. Dies gebe Temenos die Möglichkeit, Opportunitäten bei der Finanzierung und bei Zukäufen zu nutzen.
AUSBLICK BESTÄTIGT
Das dritte Quartal sei gut angelaufen, hiess es. Für das Geschäftsjahr 2010 bestätigte Temenos den Ausblick nach eigenen Angaben auf vergleichbarer Basis. Der Umsatz soll zwischen 435 und 445 Mio USD liegen, entsprechend einem mittleren bereinigten Wachstum von 6%. Die Lizenzumsätze sollen weiterhin rund 150 Mio USD betragen, bei einem organischen Wachstum auf vergleichbarer Basis von 12%.
Auch der Ausblick auf den adjustierten EBIT sei in einer Bandbreite von 110 bis 115 Mio USD unverändert, so Temenos. Der EBITDA soll dem operativen Cashflow entsprechen und die Steuerrate bei 0% liegen.
cc/cf

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