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ESSEN (awp international) - Grünes Licht für den neuen ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger: Unter der Regie des ehemaligen Siemens-Managers will der unter einem drückenden Schuldenberg leidende Stahlkonzern in den kommenden Jahren Milliarden investieren. Der überwiegende Teil der Mittel werde in den Technologie-Bereich und in Geschäfte auf vielversprechenden Zukunftsmärkten in den Schwellenländern fliessen, kündigte der Chef des Stahlriesen am Freitag in Essen an. Am Freitag billigte auch der Aufsichtsrat ohne Gegenstimme die Umbaupläne.
Auch der grösste deutsche Stahlstandort in Duisburg soll von den Plänen profitieren und modernisiert werden. Ziel dabei sei es, die Qualität des dort hergestellten Stahls zu sichern. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei damit nicht verbunden, versicherte Hiesinger. Gleichzeitig werde dem Abbau des Schuldenbergs "höchste Priorität" eingeräumt, so Hiesinger. Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010/2011 (30. September) war die Verschuldung des Konzerns um weitere rund 2,7 Milliarden Euro auf knapp 6,5 Milliarden kräftig angewachsen. Hintergrund der hohen Verschuldung sind vor allem Anlaufverluste bei Stahlwerkprojekten in Brasilien und den USA.
Nach den Plänen des neuen Chefs soll fast jeder Fünfte der weltweit rund 180.000 ThyssenKrupp-Mitarbeiter den Konzern verlassen. Unternehmensteile mit einem Umsatz von zusammen rund zehn Milliarden Euro sollen verkauft oder möglicherweise auch an die Börse gebracht werden. Das entspricht fast einem Viertel des Konzernumsatzes.
Durch die Verkäufe vor allem im Bereich Automobilzulieferung oder auch einen möglichen Börsengang beim Edelstahl sollen Milliardenerlöse in die Konzernkasse fliessen. Nähere Angaben zur Höhe der erwarteten Erlöse machte Hiesinger nicht. Ziel sei es, die Trennungs-Pläne bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres 2011/2012 (30.9.) abzuschliessen.
Erst in dieser Woche hatte sich ThyssenKrupp nach einem Verhandlungsmarathon mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Verzicht von betriebsbedingten Kündigungen bei der Umsetzung des Konzepts geeinigt. Die Vereinbarung gilt jedoch nur für die in Deutschland betroffenen rund 14.000 Mitarbeiter. Das Papier unter dem Titel "Zukunft und Beschäftigung" sieht auch eine weitreichende Beteiligung der Arbeitnehmer bei den geplanten Unternehmensverkäufen vor.
Erfolgreich verlief das Tagesgeschäft: In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 139 Millionen Euro auf 770 Millionen Euro. Unterm Strich blieben 334 Millionen Euro - nach 429 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro. Alle Sparten bis auf das neue Stahlgeschäft Steel Americas lieferten Gewinne ab.
Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit einem Umsatzanstieg um 10 bis 15 Prozent. 2010 lagen die Erlöse bei 42,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll von 1,2 Milliarden Euro auf rund zwei Milliarden Euro steigen./uta/DP/edh

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