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FRIEDRICHSHAFEN (awp international) - Der Motoren- und Energieanlagen-Hersteller Tognum blickt nach einem soliden zweiten Quartal etwas zuversichtlicher ins zweite Halbjahr. "Wir sind mit der sich positiv entwickelnden Nachfragesituation zufrieden, daher haben wir unseren Ausblick bestätigt und innerhalb des bekannten Prognosekorridors nach oben konkretisiert", sagte Vorstandschef Volker Heuer am Mittwoch.
Von Analysten erhielt die im MDax gelistete Gesellschaft viel Lob: Die Zahlen des zweiten Quartals seien besser als erwartet ausgefallen. Dennoch notierten die Titel bis zum Mittag mit 0,56 Prozent im Minus bei 16,96 Euro in einem kaum veränderten Gesamtmarkt. Händler machten Gewinnmitnahmen für das leichte Minus verantwortlich.
Im Gesamtjahr will Tognum nun Erlöse zwischen 2,4 Milliarden und 2,5 Milliarden Euro erzielen. Zuvor lag die Untergrenze bei 2,3 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 19 Prozent auf rund 2,53 Milliarden Euro gesunken. Für die Marge auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stellen die Friedrichshafener nun 7,5 bis 9 Prozent in Aussicht. Im ersten Halbjahr lag die bereinigte EBIT-Marge bei 8,9 Prozent.
"Wir sehen in einigen Anwendungen eine sehr positive Entwicklung", sagte Heuer der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Das lässt sich aber nicht zu der Annahme verallgemeinern, die Krise sei vorbei." 2010 bleibe für Tognum ein Übergangsjahr. Tognum stellt Motoren für rund 20 Anwendungsgebiete her, darunter Dieselmotoren für Fähren und Yachten, Lokomotiven und Panzer sowie zur Dauerstromerzeugung oder als Notstromaggregate. Während sich bei der dezentralen Energiegewinnung sowie den Bau- und Industriemaschinen eine Belebung der Nachfrage abzeichne, sei etwa das Yachtgeschäft noch auf sehr niedrigem Niveau, erläuterte Heuer.
Im Zeitraum von April bis Juni sanken die Erlöse auch wegen des Verkaufs der Gelenkwellensparte Rotorion um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 577 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT wurde hingegen auf 54 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
Tognum bereinigt die Zahlen um Sondereffekte wie Abschreibungen auf den Firmenwert sowie Wechselkurseffekte und Sicherungsgeschäfte auf Fremdwährungen. "Diese Einmal- und Sondereffekte haben nichts mit dem echtem Geschäftsverlauf zu tun", erklärte Heuer. Er sieht dadurch eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Quartalen hergestellt. Das bereinigte Konzernergebnis gibt die im MDax gelistete Gesellschaft mit 30,5 Millionen Euro an. Ohne die Bereinigungen sank das EBIT von 32 Millionen auf 11 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben nur 1,6 Millionen Euro, nach 22 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.
Den Umsatzrückgang im zweiten wie auch schon im ersten Quartal begründete der Vorstandschef, der seinen Posten im nächsten Jahr an den derzeitigen Finanzvorstand Joachim Coers abgibt, mit dem schwachen Auftragseingang im vergangenen Jahr. Nach Einschätzung von Equinet-Analyst Holger Schmidt dürften die Umsätze die Talsohle nun aber durchschritten haben. Im zweiten Quartal legte der Auftragseingang im Vergleich zum schwachen Vorjahr wieder um fast 11 Prozent auf 693 Millionen Euro zu und blieb damit im Vergleich zum Auftaktquartal weitgehend stabil.
Heuer hält am Ziel fest, über einen mittelfristigen Zeitraum durchschnittlich eine zweistellige Marge zu erzielen. "Da liegen wir im Augenblick voll im Plan." Auch soll Tognum schneller wachsen als der Markt. Seinen Optimismus gründet der Vorstandschef unter anderem auf die hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns, die sich im ersten Halbjahr auf rund 77 Millionen Euro beliefen. "Mit unseren neuen Produkten werden wir uns einen deutlichen Technologievorsprung erarbeiten." Besonders mit der Einführung neuer Abgasgesetze in den Jahren 2011 und 2014 sei mit einer höheren Nachfrage nach den abgas- und verbrauchsreduzierten Motoren zu rechnen./dct/nmu/wiz

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