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Moutier (awp) - Die Tornos Holding AG ist im Geschäftsjahr 2009 deutlich in die roten Zahlen gerutscht. Alle Branchen und Regionen sind dabei aus Sicht von Tornos gleichzeitig von der Rezession betroffen gewesen, wodurch sich der Umsatz mehr als halbiert hat. Auch für das Geschäftsjahr 2010 versprüht das Unternehmen keinen Optimismus und erwartet erneut einen deutlichen Verlust.
Der EBIT ging wie bereits 2008 markant zurück und erreichte einen Wert von -30,5 (VJ +13,1) Mio CHF. Dabei ergab sich eine negative EBIT-Marge von 26,7% (+5,0)%. Der Reinverlust belief sich auf 29,6 Mio CHF, wie der Drehmaschinenhersteller am Montag mitteilte. Im Vorjahr wurde noch ein kleiner Gewinn von 6,0 Mio CHF erwirtschaftet.
Angaben zu einer Dividende werden keine gemacht. Bisher war das Geschäftsjahr 2007 das einzige, für welches eine Dividende (0,50 CHF) bezahlt wurde.
Tornos hat damit die Erwartungen der Bank Vontobel klar verfehlt. Die Bank prognostizierte einen Reinverlust von 8,9 Mio CHF sowie einen EBIT von -27,4 Mio CHF.
Bereits Anfang Februar hat Tornos einen Umsatzrückgang auf 114,4 Mio CHF (-56,5%) und einen rückläufigen Auftragseingang von 85,5 Mio CHF (-63,2%) bekanntgegeben. Sämtliche Regionen und Geschäftsfelder, in denen die Tornos-Gruppe tätig ist, seien im gesamten Jahr von der Rezession betroffen gewesen, hiess es damals.
Das Ergebnis sei vom starken Volumenrückgang geprägt gewesen. Im Gegensatz zu den Erfahrungen in der Vergangenheit gebe es im aktuellen Konjunkturzyklus so gut wie keine zeitlichen Verschiebungen zwischen den einzelnen Branchen und Regionen.
Bei den Produkten lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Maschinen, welche 2010 und 2011 im Markt eingeführt werden sollen. 2009 sei wegen des schwachen Marktes nur eine neue Maschine eingeführt worden, die Gamma 20.
Tornos vertritt die Grundhypothese, dass die Krise "eher konjunktureller als struktureller Natur" ist und dass auch in Zukunft Werkzeugmaschinen gebraucht werden. Deshalb sei es wichtig, schnell reagieren zu können. Damit bezieht sich das Unternehmen auf die Aufrechterhaltung des Knowhows und der Produktionskapazitäten wie auch auf die flächendeckende Marktpräsenz und die Pflege der Produktepalette. Dank Kurzarbeit und der maximalen Ausnutzung flexibler Arbeitszeiten ist der Personalbestand gemessen an Vollzeitäquivalenten im Vergleich zu Ende 2007 lediglich auf 848 von 1'000 zurückgegangen. 2009 wurden durchschnittlich aber nur 530 Personen eingesetzt.
Um sich eine gewisse strategische Flexibilität zu erhalten, beantragt der Verwaltungsrat die Schaffung von genehmigtem Kapital von 5 Mio Namenaktien, was einem Nennwert von 22,5 Mio CHF entspreche. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmassnahme für zwei Szenarien: Sollte die Rezession über das Jahr 2010 hinausgehen, könnte sich eine Verstärkung des Eigenkapitals als notwendig erweisen. Und zweitens biete die aktuelle Konjunkturlage Möglichkeiten für attraktive Akquisitionen zur Erweiterung des Produkte- und Technologieportfolios. Für beide Varianten sieht Tornos mit dem genehmigten Kapital "einen wesentlichen Vorteil".
Beim Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010 zeigt sich Tornos wenig zuversichtlich. Angesichts des von der Krise geprägten Umfelds werde auf eine qualitative Prognose verzichtet. Für das zweite Semester werde eine konjunkturelle Verbesserung erwartet, welche allerdings nur einen begrenzten Einfluss auf das Ergebnis haben werde. Dieses wird gemäss Tornos "nochmals stark negativ" sein. Für 2011 sei dann eine Trendwende zu erwarten.
Die kontinuierliche Politik der Anpassung an das Marktniveau werde weiter fortgesetzt und je nach Entwicklung der Konjunktur würden auch 2010 ähnliche Massnahmen wie 2009 umgesetzt.
cf/ra

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