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Tornos mit Umsatzeinbruch und Verlust in den ersten neun Monaten

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2009 - 07:30 publiziert

Moutier (awp) - Die zur Tornos Holding AG gehörende Gruppe musste in den ersten neun Monaten 2009 erneut einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen und weist einen Verlust aus. Allerdings sieht Tornos im dritten Quartal eine Stabilisierung der Auftragslage: Die Talsohle scheine erreicht.
Von Januar bis September sank der Umsatz um 60,8% auf 78,8 (VJ 201,1) Mio CHF. Der Auftragseingang ging gar um 67,4% auf 63,3 (193,9) Mio CHF zurück. Die Auslastung der Anlagenkapazität ist auf unter 30% gefallen, teilte das im Drehmaschinenbau tätige Unternehmen am Dienstag mit.
Trotz zahlreicher Kostensenkungsmassnahmen habe dieser Rückgang ein stark negatives Ergebnis zur Folge. Der EBIT sank auf -23,0 (12,0) Mio CHF, die EBIT-Marge lag entsprechend bei -29,1 (6,0)%. Unter dem Strich musste Tornos einen Reinverlust von 21,7 Mio CHF (VJ Gewinn 8,3 Mio) ausweisen.
Somit hat Tornos die Vorgaben der Bank Vontobel beim Umsatz verfehlt. Deren Analysten haben im Vorfeld den Neunmonatsumsatz auf 86,0 Mio CHF geschätzt. Beim Ergebnis wurden die Prognosen in etwa getroffen, wurden doch für EBIT und Rein-Ergebnis -22,5 Mio CHF bzw. -22,0 Mio geschätzt.
Im dritten Quartal erreichte Tornos einen Umsatz von 19,4 (VJ 55,4) Mio CHF und einen Auftragseingang von 20,3 (53,4) Mio CHF. Damit belaufe sich der Umsatz in etwa in der Grössenordnung des durchschnittlichen Auftragseingangs, so Tornos. Der EBIT belief sich auf -6,4 (+2,7) Mio CHF und der Verlust auf 6,3 Mio CHF (VJ Gewinn: 2,7 Mio).
Nach fünf aufeinander folgenden Quartalen mit rückläufigem Umsatz scheine sich nun eine Stabilisierung auf sehr tiefem Niveau einzustellen, so die Mitteilung. Tornos sieht die Talsohle erreicht; dies umso mehr, als das dritte Quartal in der Regel aufgrund der Ferienzeit am schlechtesten abschneide.
Angesichts der nach wie vor schwierigen Marktlage verzichtet Tornos auf einen ausführlichen Ausblick. In einigen Märkten sei bereits eine Wiederbelebung des Handels zu beobachten, der in den nächsten Monaten zu einem konjunkturellen Aufschwung führen könnte, heisst es.
Die Anzeichen einer Erholung seien allerdings noch sehr fragil. Vor Mitte 2010 sei noch keine wesentliche Steigerung des Auftragseingangs zu erwarten, weshalb Tornos weiter auf Kurzarbeit setze.
Die Nettoverschuldung stieg derweil im Laufe des Berichtsquartals um 4,7 Mio CHF auf 20,9 Mio. Ende September konnte Tornos allerdings einen Bankkreditvertrag über 50 Mio CHF mit einer Laufzeit von 3 Jahren unterzeichnen. Zudem belaufe sich das Eigenkapital auf 132,7 Mio CHF oder solide 68,4% der Bilanzsumme, so die Mitteilung.
mk/uh/ra

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