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TOKIO (awp international) - Der weltgrösste Autobauer Toyota kehrt nach Einbrüchen in Folge einer Pannenserie schneller auf die Erfolgsspur zurück als erwartet. Im ersten Quartal des noch bis zum 31. März 2011 laufenden Geschäftsjahres fuhr der Branchenprimus dank der reissenden Nachfrage in China und anderen asiatischen Nachbarländern nach seinen Hybrid-Autos sowie dank strikter Kostensenkungen einen Reingewinn von 190,5 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) ein, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 77,8 Milliarden Yen zu Buche gestanden. Der Umsatz stieg zwischen April und Juni um 27 Prozent auf rund 4,9 Billionen Yen.
Zugleich hob Toyota die Prognose für das Gesamtjahr an und rechnet jetzt unter dem Strich mit einem Gewinn von 340 Milliarden Yen. Zuvor war man noch von 310 Milliarden Yen ausgegangen. Der Umsatz dürfte sich auf 19,5 Billionen Yen belaufen statt 19,2 Billionen Yen. Toyota peilt zugleich einen weltweit höheren Absatz als bisher an: Demnach dürfte der Konzern global 7,38 Millionen Autos absetzen und damit rund 90 000 Wagen mehr als bislang gedacht, wie das Unternehmen mitteilte.
Nach einer vom "Handelsblatt" kürzlich zitierten Studie des Center of Automotive Management (CAM) erkämpft sich Toyota nach seiner Schwächephase den Spitzenplatz des wirtschaftlich und technologisch leistungsstärksten Autobauers zurück und löst damit den deutschen Herausforderer Volkswagen ab. Toyota war es trotz des Rückrufs von mehr als 8,5 Millionen Autos bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Die Pannenserie hatte vor allem in den USA das Vertrauen in Toyota sinken lassen. Doch der gute Ruf scheint nicht nachhaltig ramponiert zu sein.
Das gute Abschneiden von Toyota basiert vor allem auf der hohen Nachfrage in China und Südostasien. "Asien wächst ziemlich schnell und wird weiter wachsen", sagte Toyota-Manager Takahiko Ijichi bei Vorlage der Quartalsergebnisse. Hinzu kommen allerdings auch die internen Sparprogramme. Man werde weiter daran arbeiten, die Kosten zu senken, sagte Ijichi. "Durch diese Aktivitäten und einer weiteren Verbesserung der Ertragsstruktur werden wir unsere Bemühungen maximieren, unsere Prognosen zu übertreffen", fügte Ijichi hinzu.
Dank der Kostensenkungen verbesserte sich das Betriebsergebnis zum Vorjahr deutlich auf 211,7 Milliarden Yen nach einem Verlust im Vorjahr von 194,9 Milliarden Yen. Das operative Ergebnis konnte dabei in allen Regionen verbessert werden, hiess es. So konnte in Japan der Fehlbetrag vom Vorjahr um 184,5 Milliarden Yen auf 27,5 Milliarden Yen zurückgefahren werden. Auf ihrem Heimatmarkt geht es mit den japanischen Autobauern schon seit mehr als einem Jahr wieder bergauf.
So meldete die nationale Autovereinigung vor kurzem einen monatlichen Anstieg der Verkäufe zum zwölften Mal in Folge: Sie kletterten im Juli um 13,6 Prozent zum Vormonat auf 333.403 Autos. Toyota rechnet für Japan in diesem Jahr jetzt mit einem Absatz von 1,97 Millionen Autos statt bislang erwarteter 1,92 Millionen. In Nordamerika, Toyotas nach wie vor grösstem Markt, prognostiziert Toyota jetzt einen Absatz von 2,17 Millionen Autos und damit 40.000 mehr als bislang gedacht. In Europa allerdings erwartet Toyota nur noch einen Absatz von 770 000 Autos statt zuvor angepeilter 860.000 Autos./ln/DP/wiz

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