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CRAWLEY (awp international) - Europas grösster Reiseveranstalter Tui Travel muss wegen der Unruhen in Ägypten und Tunesien voraussichtlich tief in die Tasche greifen. Im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März dürften die Ereignisse das Ergebnis mit 25 bis 30 Millionen britischen Pfund (29 bis 35 Mio Euro) belasten, teilte die wichtigste Tochter des deutschen Reisekonzerns Tui am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen für das erste Geschäftsquartal mit. Die Aktien der Tui Travel sanken in London um 1,17 Prozent auf 244,10 britische Pence.
Reiseveranstalter wie Tui Travel und Thomas Cook (Neckermann Reisen, Bucher Last Minute) haben ihren Gästen wegen der Unruhen in Ägypten kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Reisen nach Tunesien wurden zwischenzeitlich sogar ganz gestrichen. Tui Travel schickt jetzt stattdessen zusätzliche Maschinen seiner deutschen Fluggesellschaft Tuifly in die Türkei und auf die Kanaren, um den Urlaubern Alternativen zu bieten.
Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember konnte Tui Travel dank Einsparungen im operativen Geschäft den saisontypischen Verlust verringern. Das 2007 aus der Veranstaltersparte des Tui-Konzerns und dem britischen Mitbewerber Tui Travel entstandene Unternehmen meldete bei der Integration Vollzug: Die erwarteten Einsparungen von 200 Millionen Pfund seien jetzt erreicht.
Unter dem Strich reduzierte sich der Fehlbetrag zwischen Oktober und Dezember um ein Fünftel auf 99 Millionen Pfund. Der um Sondereffekte wie Umstrukturierungskosten bereinigte operative Verlust verringerte sich etwa im gleichen Masse auf 84 Millionen Pfund. Der Umsatz legte dank stärkerer Nachfrage und gestiegener Preise um sechs Prozent auf 2,7 Milliarden Pfund zu. Der deutsche Tui-Konzern will seine Quartalsbilanz am 9. Februar veröffentlichen.
Reiseveranstalter schreiben im Winter in der Regel rote Zahlen, weil sie in dieser Zeit ihre Kosten nicht decken können. Ihren Gewinn fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein. Reisen nach Ägypten sind allerdings auch im Winter beliebt, weil die Temperaturen in der Region dann leichter zu ertragen sind.
Tui-Chef Michael Frenzel sagt angesichts der Ägypten-Krise nur vorübergehende Einbussen im Reisegeschäft voraus. "Die Anziehungskraft von Abu Simbel, Giseh, Karnak und dem Tal der Könige ist stärker als die Bilder kurzfristiger politischer Aufstände", schrieb der Manager in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Auch nach dem verheerenden Anschlag in Luxor 1997 und anderen Störfeuern auf der Halbinsel Sinai sei die Nachfrage wieder in Gang gekommen./stw/cst/fn/wiz

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