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Thalwil ZH/Zürich (awp/sda) - Nach dem Einbruch im Vorjahr wegen der Wirtschaftskrise geht es mit U-Blox wieder deutlich aufwärts: Der Thalwiler Hersteller von GPS-Empfängern für Navigationssysteme hat im ersten Halbjahr 2010 dank stark anziehender Nachfrage einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt.
Der Umsatz kletterte um 44,3% auf 49,3 Mio Franken, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, das einst aus einem Ableger der ETH Zürich entstand. Der Betriebsgewinn (EBIT) schoss von 2,3 Mio auf 7,6 Mio CHF nach oben. Unter dem Strich konnte U-Blox den Reingewinn von 1,5 Mio auf 6 Mio CHF vervierfachen.
Damit hat das Unternehmen bereits mehr verdient als im gesamten letzten Jahr (3,3 Mio CHF), als die weltweite Rezessionen einen herben Rückschlag bescherte.
"Wir haben ein sehr gutes Halbjahr hinter uns", sagte Firmenchef Thomas Seiler vor den Medien in Zürich: Der Trend habe stark gedreht. Dank der Erholung der Weltwirtschaft habe die Nachfrage stark angezogen. Im März hatte Seiler noch einen Betriebsgewinn von lediglich 6 Mio CHF für das Gesamtjahr 2010 vorausgesagt.
In Asien nahmen die Verkäufe um satte 55,3% zu. Der Umsatzzuwachs betrug in EMEA 50%, in Nord- und Südamerika 19,3%. Mit Produkten im Bereich GPS und drahtlose Kommunikation, die hauptsächlich im Konsumgüter-, Industriegüter- und Automobilmarkt Verwendung finden, nahmen die Verkäufe auf 48,1 Mio CHF zu, nach 33,3 Mio im ersten Halbjahr 2009. Mit Designservices für drahtlose Kommunikation wurden 1,1 (VJ 0,8) Mio CHF erwirtschaftet.
Nun will U-Blox im Gesamtjahr den Umsatz von 73,5 Mio im Vorjahr auf 110 Mio CHF steigern und dabei einen Betriebsgewinn von 16,5 Mio CHF erzielen.
Die Erholung nach der Rezession sei bei allen Kunden spürbar. So geben etwa die Autohersteller wieder Gas, für die U-Blox so genannte Koppelnavigationstechnik liefert. Damit weiss ein Autofahrer auch dann genau, wo er ist, wenn das Navigationsgerät keine GPS-Signale empfangen kann - wie beispielsweise in Tunneln.
Das System ermögliche die Ortung, indem unter anderem die Position durch die Umdrehung der Räder festgestellt werde, erklärte Seiler. Das System habe auch Vorteile in Städten mit hohen Gebäuden wie etwa New York, wo die GPS-Signale an den Fassaden der Wolkenkratzer abgelenkt würden.
Eingebaut wird U-Blox-Technik auch in Lastwagen. Damit können die Firmen ihre Flotten effizienter betreiben. So können sie beispielsweise feststellen, ob die Chauffeure den Motor laufen lassen, wenn der Lastwagen steht.
Wachstum erwartet U-Blox auch in Brasilien, wo die Regierung wegen der hohen Diebstahlsrate verordnet hat, dass neue Fahrzeuge mit einem Ortungsgerät ausgestattet sein müssen. Damit sollen mehr Autos nach dem Diebstahl wiedergefunden werden. Deshalb will U-Blox die Produktion vor Ort ausbauen.
u-blox übertraf mit den Halbjahreszahlen die Markterwartungen. Nachdem die Grössenordnung der Eckdaten bereits bekannt war, seien die Zahlen jetzt sogar noch etwas besser ausgefallen, schreibt die ZKB. Nichts desto Trotz geben die Titel, die mit plus 60% eine sehr starke Jahresperformance hinter sich haben, bis um 13.15 Uhr um 0,8% nach.
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