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Zürich (awp) - Die UBS AG hat im Schlussquartal 2010 unter dem Strich deutlich weniger verdient als im dritten Quartal und damit die Erwartungen der Investoren verfehlt. Mit ein Grund für das tiefere Ergebnis sind buchhalterische Verluste auf den eigenen Schulden sowie eine markant tiefere Aktivierung von latenten Steueransprüchen. Erfreulich ist der Zufluss an Neugeldern, welcher die durchschnittlichen Prognosen zu übertreffen vermochte.
Die UBS weist für das vierte Quartal einen Konzerngewinn von 1'290 (VQ 1'664) Mio CHF. Darin enthalten sind Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten in Höhe von 509 Mio CHF, Wertberichtigungen für Kreditrisiken von 164 Mio CHF sowie eine Aktivierung von latenten Steueransprüchen von 149 Mio CHF. Insbesondere letzte Position hat sich damit im Vergleich zum dritten Quartal deutlich verringert.
Im Gesamtjahr betrug der Konzerngewinn 7'161 Mio CHF nach einem Verlust von 2'736 Mio CHF im Vorjahr. Trotz der klaren Rückkehr in die Gewinnzone gibt sich die UBS-Führung weiter selbstkritisch: "Zwar haben wir im vergangenen Jahr klare Fortschritte erzielt, doch wir sind uns bewusst, dass wir unsere Ergebnisse weiter verbessern müssen," wird CEO Oswalt Grübel in der Medienmitteilung zum Jahresabschluss zitiert.
Nachdem die UBS im dritten Quartal erstmals seit langem wieder Neugeld anzuziehen vermochte, setze sich dieser positive Trend im letzten Jahresviertel fort. Insgesamt flossen der Bank netto 7,1 Mrd CHF zu verglichen mit +1,2 Mrd CHF im Vorquartal. Der Grossteil stammte dabei vom Wealth Management Americas mit 3,4 Mrd sowie vom Corporate und Retail Geschäft in der Schweiz mit 2,7 Mrd CHF. Das im Wealth Management zusammengefasste eigentliche Vermögensverwaltungsgeschäft blieb im letzten Jahresviertel dagegen ohne Nettozufluss.
Per Ende Dezember verwaltete die Bank Vermögen von 2'152 Mrd CHF nach 2'180 Mrd CHF Ende September. Die positive Marktentwicklung und die Nettoneugeldzuflüsse seien durch die Abwertung des US-Dollar und des Euro zum Schweizer Franken neutralisiert worden.
Mit Ausnahme von Wealth Management Americas weisen alle Unternehmensbereiche für das vierte Quartal ein positives Vorsteuerergebnis aus. Wealth Management und Swiss Bank verdiente vor Steuern 875 Mio CHF, Global Asset Management 135 Mio. Nach einem Verlust von 406 Mio CHF im dritten Quartal schaffte die Investment Bank insbesondere dank höheren Erträgen mit einem Vorsteuergewinn von 75 Mio CHF den Sprung zurück in die Gewinnzone.
Weiter gestärkt hat die Grossbank ihre Kapitalbasis. Zum Jahresende betrugt die Tier-1-Ratio 17,7% verglichen mit 16,7% per Ende September. Die UBS werde weiterhin Gewinne einbehalten, um die Kapitalanforderungen zu erfüllen und für 2010 keine Dividende ausbezahlen, so die Mitteilung der Bank.
Der Blick nach vorne fällt vorsichtig optimistisch aus. Die Bank ist zuversichtlich, dass die positive Entwicklung beim Nettoneugeld im ersten Quartal 2011 anhalten wird. Auch für das Gesamtjahr rechnet das Management beim Neugeld mit einer "spürbaren" Verstärkung des Aufwärtstrends.
Zudem wird im ersten Quartal mit einer gewissen Verbesserung beim Handelsergebnis in der Investment Bank im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Perioden gerechnet. Dies hänge jedoch auch von den herrschenden Marktbedingungen ab.
Zudem habe die Bank in gewisse Bereiche des Wertpapierhandels investiert, was im Verlaufe des Jahres Früchte tragen dürfte. Beim Investment Banking Department seien die Vorzeichen im Beratungsgeschäft ausserdem vielversprechend. Dennoch rechnet das Institut nicht damit, dass der Bereich an das starke, durch saisonale Faktoren begünstigte Viertquartalsergebnis anknüpfen kann. Im Wealth Management und Asset Management dürfte die Kundenaktivität im ersten Quartal höher sein als im vierten, was den transaktionsbasierten Erträgen in diesen Unternehmensbereichen Auftrieb verleihen sollte, so die Bank weiter.
sig/gab/pf

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