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(Mit weiteren Angaben)
FRANKFURT (awp international) - Unicredit-Verwaltungsratschef Dieter Rampl hat den Rücktritt von Vorstandschef Alessandro Profumo mit der Notwendigkeit für einen Neuanfang bei der italienischen Grossbank begründet. "Nach 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem ein Wechsel notwendig ist", sagte Rampl der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Daher hätten Profumo und der Verwaltungsrat die Entscheidung gemeinsam getroffen.
Rampl räumte zugleich ein, dass dem Rückzug ein Konflikt vorausging. Dabei sei es aber nicht um die Beteiligung Libyens an der Bank an sich gegangen, "sondern um Formen und Verfahrensweisen, um all das, was mit dem Stichwort "Corporate Governance" umschrieben wird", sagte Rampl. Der Fall Libyen sei nicht ausschlaggebend für die Entscheidung des Verwaltungsrates gewesen. Profumo wurden nach Bankkreisen zuletzt vorgeworfen, dass er zu abgehoben agierte und zu einsamen Entscheidungen neigte.
Zu der italienischen Grossbank gehört auch die deutsche HypoVereinsbank, deren Chef Rampl vor der Übernahme durch die Italiener 2005 war. Libyen hält mittlerweile direkt und indirekt 7,2 Prozent der Anteile an Unicredit, was in Italien auf Kritik stösst. Berichte über einen angeblichen Übernahmeversuch Libyens seien aber Unsinn, sagte Rampl, der nach dem Rückzug Profumos als Interimschef agiert und einen neuen Chef für die Mailänder Grossbank finden soll.
Er selbst hat kein dauerhaftes Interesse an dem Chefposten, wie er deutlich machte. Er habe das Mandat, einen internen oder externen Nachfolger für Profumo zu finden, sagte Rampl der Zeitung. Einmischungen der Politik in die künftige Strategie der Bank wolle er verhindern. "Solange ich hier sitze, stehe ich dafür, Einflussnahme von der Bank fernzuhalten." Unicredit bleibe "eine unabhängige Bank".
Zwischen ihm und Profumo habe es keine persönliche Auseinandersetzung gegeben, sagte Rampl. Bei der Entscheidung, Profumos Rücktrittsgesuch anzunehmen, sei es "einzig und allein um das Interesse der Bank, unserer Mitarbeiter und Kunden" gegangen. Die Entscheidung sei im Verwaltungsrat ohne Einflussnahme von Aussenstehenden getroffen worden, sagte Rampl. Er selbst habe mit Profumo gut zusammengearbeitet und gemeinsam mit dem Italiener viel bewirkt.
Die Finanzkrise hat Unicredit aus Sicht von Rampl gut überstanden. "Wir haben nicht ein einziges Quartal mit Verlusten gehabt, weil wir nicht in Subprimes und nicht ausserhalb Europas investiert haben. Wir sind ganz ohne Staatsgeld aus der Krise gekommen." Unter Subprimes fallen US-Hypothekenkredite mit geringer Bonität, die nach dem drastischen Anstieg von Zahlungsausfällen eine Lawine ins Rollen brachten, die in der weltweiten Finanzkrise mündete./csc/DP/wiz

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