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Union Bancaire Privée entschädigt Madoff-Opfer - Vereinbarung erreicht

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2010 - 07:53 publiziert

New York (awp/sda) - Die Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) will Betrugsopfer von Bernard Madoff entschädigen. Der Beauftragte der Opfer des Anlagebetrügers, Irving Picard, erklärte am Montag in New York, er habe eine entsprechende Vereinbarung mit der UBP getroffen.
Die auf den Cayman-Inseln ansässige UBP-Filiale M-Invest Ltd. war an Geschäften mit der Bernard L. Madoff Investment Securities beteiligt. Picard erklärte in einem Communiqué, die Einigung könnte ein Volumen von bis zu 500 Mio USD umfassen.
Die UBP liess in einer Stellungnahme verlauten, die Bank habe der Vereinbarung zugestimmt um ihre Kunden zu schützen und "dieses Kapitel endgültig zu schliessen", auch wenn sie nicht zu den Entschädigungen verpflichtet worden sei. Gegen die Privatbank war 2009 in New York eine Kollektivklage eingereicht worden.
Ende November diesen Jahres hat Picard im Zuge der Madoff-Affäre auch gegen die Grossbank UBS Klage erhoben und fordert 2 Mrd USD. In der beim Bundeskonkursgericht in New York eingereichten Klage führt Picard 23 Fälle von angeblichem Finanzbetrug und Fehlverhalten der UBS und mit ihr verbundener Gesellschaften auf.
Der 72-jährige Madoff war im Juni 2009 wegen milliardenschweren Finanzbetrugs zur Höchststrafe von 150 Jahren Haft verurteilt worden. Der einst hoch angesehene Financier hatte mit einem Schneeballsystem 4'800 Anleger um geschätzte 20 Mrd USD betrogen. Es war der vermutlich grösste Betrugsfall in der Geschichte der USA.
ra/ps

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