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NEW YORK (awp international) - Der Präsident der Federal Reserve Bank von Kansas City, Thomas Hoenig, hat seine Ablehnung gegenüber dem gegenwärtigen Nullzinsversprechen der US-Notenbank bekräftigt und für höhere Leitzinsen plädiert. "Wir müssen aus der Notfallpolitik aussteigen, die Zinsen langsam und bewusst abheben", forderte Hoenig am Freitag laut Redetext in Lincoln, Nebraska. Der Zielsatz für die Fed Funds Rate müsse wieder in Einklang mit der langsamen Wirtschaftserholung gebracht werden. Auch weitere Massnahmen zur quantitativen Lockerung lehnte Hoenig erneut ab.
Am Dienstag hatte der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve beschlossen, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,00% bis 0,25% zu belassen. Das Gremium bekräftigte, den geldpolitischen Schlüsselsatz "für längere Zeit auf einem aussergewöhnlich niedrigen Niveau" zu lassen. Zudem wurde vereinbart, angesichts eines schwachen Arbeitsmarkts und wachsender Sorge über die konjunkturellen Aussichten die Erträge von hypothekenbesicherten Wertpapieren sowie Schuldverschreibungen der staatlichen Hypothekenfinanzierer im Fed-Portfolio wieder in Treasurys anzulegen, um den Wertpapierbestand konstant zu halten.
Hoenig, der in diesem Jahr ein Stimmrecht im FOMC besitzt, hatte - wie bereits bei den vorherigen Sitzungen - gegen das Niedrigzinsversprechen votiert, dass seiner Einschätzung nach zu neuen Finanzungleichgewichten führen könne und den Handlungsspielraum der Fed einzuengen drohe. Er stimmte auch gegen den Beschluss, das aufgeblähte Fed-Portfolio nicht automatisch schrumpfen zu lassen.
Der Präsident der Kansas City-Fed sprach sich bei seiner Rede für eine Anhebung des Leitzinses auf 1,00% aus. Anschliessend müsse eine Zwischenbilanz der Wirtschaftsentwicklung gezogen werden, worauf dann ein weiterer Zinsschritt auf 2,00% folgen könne. Hoenig teile zwar die Meinung des FOMC, dass der Leitzins akkommodierend sein müsse. Dem stehe aber eine leichte Straffung nicht im Wege, betonte er. Die Konjunkturindikatoren seien zwar "gemischt" und "bei weitem nicht zufriedenstellend", doch sei "der Trend positiv" und im weiteren Jahresverlauf eine Wachstumsrate von 3% möglich.
DJG/DJN/kth

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