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US/Fed-Chef Bernanke mahnt Unabhängigkeit der Zentralbanken an

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2010 - 09:47 publiziert

TOKIO (awp international) - Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, hat die Unabhängigkeit von Zentralbanken angemahnt. Staaten und Zentralbanken rund um den Globus haben seit Monaten gigantische Mittel locker gemacht, um Banken und klamme Staaten vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Ökonomen sind sich darin einig, dass diese Geldschwemme langfristig die Inflation anheizen wird.
"Politische Einmischung in die Geldpolitik kann unerwünschte Boom- Bust-Zyklen bewirken, die letztlich zu einer weniger stabilen Wirtschaft und zu höherer Inflation führen", warnte der Chef des Federal Reserve Board (Fed) am Mittwoch in Tokio. Ein "Boom-Bust- Zyklus" lässt sich mit einer Spekulationsblase vergleichen. Auf eine Phase übermässiger Kreditvergabe folgen hastige oder gar panikartige Kapitalrückzüge.
Die Finanzkrise habe die Zentralbanken vor ihre grösste Herausforderung seit der Weltwirtschaftskrise gestellt. Angesichts scharfer Wirtschaftseinbrüche hätten viele Notenbanken, darunter die Fed, mit aussergewöhnlichen Massnahmen reagiert, sagte Bernanke. Gerade erst hatte Japans Zentralbank unter politischem Druck die bereits extrem losen geldpolitischen Zügel noch weiter gelockert, um sich gegen den Preisverfall zu stemmen.
Dazu gehört der Kauf von Regierungsanleihen. Eine solche Entscheidung müsse frei von politischer Einmischung erfolgen, mahnte Bernanke. Ein Missbrauch durch Regierungen hinsichtlich der Ausgabe von Geld zur Finanzierung ihrer Ausgaben führe "unvermeidlich zu hoher Inflation und Zinsen und einer volatilen Wirtschaft"./ln/DP/jha

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