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MONHEIM (awp international) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat in den USA erneut eine Niederlage im Streit um Gen-Reis erlitten. Ein Gericht in Arkansas County (Bundesstaat Arkansas) verurteilte den Konzern bereits am Freitag zu einer Strafe von insgesamt 136 Millionen Dollar. Das Unternehmen prüfe seine rechtlichen Optionen, teilte Bayer am Dienstag mit.
Bayer zeigte sich über die Entscheidung enttäuscht. Die Jury hatte Bayer nicht nur zur Zahlung eines Schadenersatzes von 11,8 Millionen Dollar an Riceland Foods verurteilt, sondern zudem einen sogenannten Strafschadenersatz in Höhe von 125 Millionen Dollar erlassen. Dieser geht laut Bayer aber über den Betrag hinaus, der nach dem Recht dieses US-Bundesstaates zulässig ist und werde deshalb auf eine Million Dollar gekappt.
Strafschadenersatz kann im US-Recht laut Bayer einem Kläger über den materiellen Schaden hinaus für ein besonders rücksichtsloses Verhalten zuerkannt werden. Bayer in dieser Angelegenheit ein böswilliges Handeln zu unterstellen, halte das Unternehmen für "völlig ungerechtfertigt". Die Bayer-Agrochemietochter CropScience bleibe bei der Auffassung, dass das Unternehmen jederzeit verantwortlich und angemessen mit dem Gen-Reis umgegangen sei.
Das Unternehmen prüfe seine rechtlichen Optionen auch im Hinblick auf die zusätzlich ergangene Entscheidung der Jury, wonach Riceland nicht verpflichtet sei, einen Anteil am aussergerichtlichen Vergleich zu zahlen, den Bayer CropScience vor Prozessbeginn mit drei landwirtschaftlichen Betrieben mit insgesamt 29 Klägern abgeschlossen hatte, die in ihrer Klage sowohl gegen Bayer als auch gegen Riceland Ansprüche erhoben hatten.
Nachdem 2006 Spuren von gentechnisch verändertem Reis in Lieferungen von kommerziellem Langkornreis aus dem Süden der USA entdeckt worden waren, verhängte die EU Beschränkungen für den Import von Langkornreis aus den USA, obwohl der Reis als unbedenklich eingestuft worden war./jha/wiz

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