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(Neu: Weitere Aussagen von Fresenius-Vorstandschef und Finanzvorstand, Analysten, Kurs)
BAD HOMBURG (awp international) - Die milliardenschwere Übernahme des US-Generikaherstellers APP scheint sich für den Medizinkonzern Fresenius auszuzahlen. In den ersten sechs Monaten steigerte Fresenius wegen der guten Geschäfte der zu Fresenius Kabi gehörenden APP Pharmaceuticals und der Tochter Fresenius Medical Care sowohl Umsatz als auch Gewinn. "Dank der hervorragenden Entwicklung von APP Pharmaceuticals in Nordamerika hat insbesondere Fresenius Kabi unsere Erwartungen deutlich übertroffen," sagte Unternehmenschef Ulf Schneider am Dienstag. Fresenius gehe nun mit "grosser Zuversicht in das zweite Halbjahr." Die Ende Juli angehobene Gewinnprognose wurde bestätigt. Das Konzernergebnis soll 2010 währungsbereinigt um 10 bis 15 Prozent steigen. Dabei werde eher das obere als das untere Ende der Spanne angepeilt, sagte Schneider während einer Telefonkonferenz.
GUTE GESCHÄFTE IN DEN USA
In den ersten sechs Monaten stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 14 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz verbesserte sich um 11 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Der um Sondereinflüsse in Zusammenhang mit der Übernahme des US-Generikaherstellers APP bereinigte Konzerngewinn kletterte währungsbereinigt um 23 Prozent auf 302 Millionen Euro. Die Sondereinflüsse eingerechnet sank der Überschuss auf 240 Millionen Euro (VJ: 274). Die Produkteinführungen in Nordamerika und eine höhere Nachfrage infolge von Lieferengpässen bei Wettbewerbern wirkten sich positiv aus. 2008 hatte Fresenius APP zur Stärkung von Kabi gekauft, wodurch die Verschuldung gestiegen war. Sie lag zuletzt bei 9,387 Milliarden Euro.
2009 hatte APP wegen Verzögerungen bei Produktzulassungen und des Eintritts des US-Wettbewerbers Hospira in den Markt für den Gerinnungshemmer Heparin seine Ziele nicht erreicht, was am Markt für Verunsicherung gesorgt hatte. Diese sollte nach den ersten sechs Monaten spätestens verflogen sein. Fresenius rechnet nun laut Finanzvorstand Stephan Sturm damit, dass der Ergebnisbeitrag von APP nach Finanzierungskosten 2010 neutral und nicht wie zuletzt erwartet, leicht negativ sein wird. APP habe bei Heparin einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Heparin hemmt die Gerinnung des Blutes und wird auch bei der Nierenwäsche (Dialyse) eingesetzt.
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Infusionstherapie, Generika sowie klinische Ernährung. Fresenius konkretisierte den Kabi-Ausblick: Die EBIT-Marge soll 18,5 bis 19 Prozent (zuvor: 18 bis 19) betragen. In den ersten sechs Monaten lag sie bei rund 20 Prozent. 2010 soll das organische Umsatzwachstum am oberen Ende der bisherigen Spanne von 7 bis 9 Prozent liegen. Insgesamt macht Kabi 23 Prozent des Gesamtgeschäfts von Fresenius aus.
Fresenius-Titel gaben nach den jüngsten Kursgewinnen um 0,11 Prozent auf 54,75 Euro nach. Die Gesellschaft habe im zweiten Quartal eine starke Entwicklung verzeichnet, schrieb Analyst Oliver Kämmerer von der WestLB. Den grössten Beitrag zu den unerwartet guten Zahlen habe APP geleistet.
AUSBLICK FÜR FMC WIRD BEKRÄFTIGT
Die grösste Fresenius-Sparte, der ebenfalls im Dax notierte weltgrösste Dialysespezialist Fresenius Medical Care , profitierte in den USA von höheren Zahlungen pro Patient. Die Erlöse stiegen im Halbjahr um 9 Prozent auf 5,83 Milliarden US-Dollar (4,46 Mrd Euro). Das Konzernergebnis legte um 10 Prozent auf 459 Millionen Dollar zu. FMC rechnet für 2010 unverändert mit einem Umsatz von mehr als 12 Milliarden Dollar. Das Konzernergebnis soll zwischen 950 und 980 Millionen Dollar liegen. FMC blicke mit Zuversicht auf die ab 2011 geltende Pauschalvergütung von Dialysebehandlung staatlicher versicherter Patienten in den USA, sagte FMC-Chef Ben Lipps.
Der 2005 von Fresenius übernommene Krankenhausbetreiber Helios bekräftigte den Ausblick: Danach soll 2010 das obere Ende der Prognose sowohl beim organischen Umsatzwachstum in der Spanne von 3 bis 5 Prozent, als auch beim EBIT in der Spanne von 220 bis 230 Millionen Euro erreicht werden. In den ersten sechs Monaten verbuchte die Sparte ein Umsatzplus von 5 Prozent auf 1,223 Milliarden Euro, während der Überschuss um 17 Prozent auf 62 Millionen Euro wuchs. Schneider rechnet vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzsituation vieler Kommunen 2010 und 2011 mit weiteren Möglichkeiten für Zukäufe. Eine Privatisierungswelle erwartet er nicht. Weltweit beschäftigte der Konzern mehr als 133.000 Mitarbeiter - 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor./ep/she/he

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