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US-Justiz stellt Strafverfahren gegen AIG ein

NEW YORK (awp international) – Nach zwei Jahren intensiver Ermittlungen gegen einen Spitzenmanager des Versicherungskonzerns American International Group <American International Group (AIG) hat das US- Justizministerium eine geplante Strafklage fallengelassen. Die Behörde hatte den früheren Chef der Abteilung Financial Services im Verdacht, dass er Investoren im Vorfeld der Finanzkrise über die wachsenden Probleme so genannter Credit Default Swaps (CDS) nicht informierte und sie so in die Irre führte. Die plötzliche Entwertung dieser Wertpapiere trug branchenweit massgeblich zur Finanzkrise bei.
Derzeit laufen bei fast allen grossen Wall-Street-Banken Ermittlungen mit dem Ziel, strafrechtlich relevantes Material im Zusammenhang mit der Finanzkrise zu finden. Die Erfolgschancen sind ungewiss, wie die Einstellung des AIG-Strafverfahrens zeigt. Für eine erfolgreiche Strafklage müsste bewiesen werden, dass eine kriminelle Absicht hinter dem Verhalten der Angeklagten steht – eine sehr hohe Hürde. Ein ähnliches Verfahren gegen zwei frühere Bear-Stearns- Manager wurde bereits vor einigen Monaten eingestellt.
Parallel laufen jedoch auch Ermittlungen für Zivilklagen gegen AIG und diverse Banken. Dort sind die Hürden rechtlich weniger hoch, den Finanzhäusern droht dabei eine Geldstrafe./rak/DP/gr

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