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WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank hält an ihrem geldpolitischen Kurs einer faktischen Nullzinspolitik fest. Wenngleich der Konjunkturausblick der Fed erneut etwas besser als zuletzt ausfiel, gab sie am Mittwochabend ein recht eindeutiges Signal für einen zunächst unveränderten Zins bei null Prozent. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erforderten ein "aussergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum", bekräftigte die Fed am Mittwoch in Washington.
Damit wiederholte die Notenbank eine wichtige Formulierung, die als Hinweis für anhaltend niedrige Zinsen bei null Prozent gilt. Wie einhellig am Markt erwartet, beliess die Fed den Leitzins erneut zwischen null und 0,25 Prozent. Im Zuge der Finanzkrise hatte die Notenbank den Leitzins im Dezember 2008 auf diesen Korridor verringert. Vor Beginn der Krise im Sommer 2007 hatte der Zinssatz noch bei 5,25 Prozent gelegen.
KEINE EINSTIMMIGKEIT IM FOMC
Trotz des recht klaren Zinssignals sind im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) unterschiedliche Auffassungen zu Tage getreten: Die Entscheidung, die Passage eines über längere Zeit niedrigen Zinssatzes unverändert zu belassen, ist nicht einstimmig getroffen worden. Der Präsident der regionalen Notenbank von Kansas City, Thomas Hoenig, stimmte gegen eine Beibehaltung. Hoenig begründete seine Auffassung mit einer besseren Verfassung der Wirtschaft und der Finanzmärkte. Ein Streichen der Passage wäre von vielen Marktbeobachtern wohl als eine bevorstehende Zinswende interpretiert worden.
Die wirtschaftliche Lage in den USA beurteilte die Fed erneut etwas besser, wenngleich sie viele Passagen ihres Statements unverändert beliess. Die wirtschaftliche Aktivität habe sich zuletzt verstärkt, heisst es in der Erklärung. Im letzten Statement war noch von einem Aufholprozess die Rede gewesen. Auch die Unternehmensinvestitionen hätten sich zumindest in bestimmten Bereichen erholt. Unverändert beliess die Fed indes ihre Bewertung der Arbeitsmarktlage, wo sich der Abwärtstrend verlangsamt habe. Auch unterstütze die verbesserte Lage an den Finanzmärkten nach wie vor das Wachstum. Die Inflation dürfte eine ganze Weile gering bleiben.
KRISENPROGRAMME LAUFEN AUS
Wie gemeinhin erwartet, lässt die Federal Reserve einige ihrer Krisenprogramme Anfang Februar auslaufen. Damit bekräftigte die Notenbank frühere Planungen. Darüber hinaus kündigten mehrere Notenbanken an, die Zuführung von Dollar-Liquidität in ihre heimischen Geldmärkte Anfang Februar zu beenden. Diese Vereinbarung mit der Fed wurde während der Finanzkrise getroffen, um die drastischen Spannungen an den Interbankenmärkten zu lindern.
An den Finanzmärkten fielen die Reaktionen auf die Entscheidungen der Fed gemischt aus. Der Euro reagierte zunächst mit Kursabschlägen, erholte sich aber im weiteren Verlauf wieder. Deutlichere Kursverluste mussten indes amerikanische Staatsanleihen hinnehmen. Der US-Aktienmarkt reagierte zunächst negativ, reduzierte seine Verluste aber wieder./bf/he

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