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(Meldung umgeschrieben und um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die Bank Vontobel konnte ihren Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Stark präsentierte sich zudem der Neugeldzufluss der Bankengruppe. Dieser Trend hat sich nach Angaben der Bank auch im Juli fortgesetzt. Vage blieb das Institut beim Ausblick: Es sei derzeit schwierig eine verlässliche Prognose zu stellen, erklärte die Bank am Mittwoch.
Unter dem Strich resultierte ein Gewinn nach Minderheiten von 79,4 Mio CHF, was einem Anstieg von 26% entspricht. Profitiert hat die Bank dabei nach eigenen Angaben von einem positiven Einmaleffekt - v.a. durch Wertveränderungen von Bilanzpositionen - von netto rund 10 Mio CHF.
Mit dem Erreichten zeigte sich Bankchef Herbert Scheidt zufrieden. Das Gruppenergebnis sei breit abgestützt und die Wachstumsinitiativen hätten Wirkung gezeigt, kommentierte Scheidt das Semesterergebnis anlässlich einer Telefonkonferenz. Sehr erfreulich sei insbesondere der Neugeldzufluss ausgefallen.
Das Nettoneugeld summierte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 3,0 Mrd CHF, nach 0,8 Mrd CHF im Vorjahr. Dabei wurden im Privatkundengeschäft Neugelder im Umfang von 1,2 Mrd CHF generiert und von institutioneller Seite und von Fonds flossen insgesamt 1,8 Mrd CHF zu. Das Neugeld sei dabei sowohl aus dem Heimmarkt Schweiz als auch den Wachstumsmärkten zugeflossen, so der Kommentar der Bank.
Der positiven Neugeldentwicklung standen negative Markt- und Währungseinflüsse gegenüber. Die Marktentwicklung belastete dabei die Vermögensbasis mit rund 0,5 Mrd CHF und die Währungseffekte schlugen mit 1,8 Mrd CHF zu Buche. Damit verwaltete die Bank Vontobel per Mitte 2010 75,9 Mrd CHF nach 75,2 Mrd CHF per Jahresende 2009.
Die Geschäftsentwicklung auf operativer Stufe bezeichnet die Bank als "robust". So stiegen die Erträge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17% auf 416,1 Mio CHF. Dazu trug das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft 239,0 Mio CHF (+21%) bei, das Handelsgeschäft 142,3 Mio CHF (+11%) und das Zinsengeschäft 29,0 Mio CHF (+9%).
Demgegenüber stand ein Geschäftsaufwand inklusive Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen über 323,5 Mio CHF (+13%). Dabei summierte sich die Kosten für Personal auf 181,2 Mio CHF (+15%) und der Sachaufwand auf 101,5 Mio CHF (+16%). Die Cost/Income Ratio steht damit bei rund 76,0% nach 77,6% im Vorjahr.
Das Vorsteuerergebnis stieg insgesamt um 31% auf 92,6 Mio CHF. Den Löwenanteil des Vorsteuergewinns kommt mit 68,5 Mio CHF vom Investment Banking, gefolgt vom Private Banking mit 31,3 Mio CHF und dem Asset Management mit 22,9 Mio CHF. Das Corporate Center belastete den Vorsteuergewinn derweil mit 30,1 Mio CHF.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bankengruppe die Markterwartungen auf allen Ebenen übertroffen.
Weiterhin besitzt die Bank zudem eine robuste Eigenkapitaldecke mit einer Tier 1 Ratio von 20,0% nach 21% im Vorjahr. Das Eigenkapital beläuft sich auf unverändert 1,5 Mrd CHF.
Bestätigt hat die Bank ihre mittelfristigen Finanzziele bis 2012. Ansonsten zeigte sich Vontobel bezüglich Ausblick vage. Die Bank rechnet weiterhin mit angespannten Finanzmärkten. Die hohe Verschuldung einzelner EU-Länder stelle Europa auf eine harte Bewährungsprobe, heisst zum Ausblick. In diesem Umfeld gewinne die politische und wirtschaftliche Stabilität der Schweiz an Bedeutung. Dies habe sich in einer wachsenden Anziehungskraft des Schweizer Finanzplatzes manifestiert. Es spreche jedoch vieles dafür, das die strukturellen Veränderungen das Geschehen an den Finanzmärkten noch eine Weile prägen würden. Vor diesem Hintergrund seien verlässliche Prognosen schwierig.
pf/rt

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