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Zürich (awp) - Die Bank Vontobel hat im ersten Halbjahr 2010 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Stark präsentierte sich insbesondere der Neugeldzufluss, der sämtliche Prognosen um Längen übertraf. Vage blieb das Institut beim Ausblick: Es sei derzeit schwierig eine verlässliche Prognose zu stellen, erklärte die Bank am Mittwoch. Am Markt wird das Zahlenset gut aufgenommen und die Aktionäre dürfen sich über Kursgewinne freuen.
Auch das Management zeigte sich am Mittwoch in Zürich vor Medienvertretern mit dem Erreichten zufrieden. Die Vontobel-Gruppe habe sich gut entwickelt und alle Geschäftsfelder hätten im zweistelligen Prozentbereich zugelegt, erklärte CEO Herbert Scheidt. Die Zahlen könnten sich daher gerade auch im Konkurrenzvergleich sehen lassen.
STARKER NEUGELDZUFLUSS HAT AUCH IM JULI ANGEHALTEN
Besonders erfreut zeigte sich der Bankchef über den Neugeldzufluss von 3 Mrd CHF. Dies nachdem im Vorjahr die Gruppe lediglich 0,8 Mrd CHF an Neugeldern anzuziehen vermochte. Dieser positive Trend habe sich auch im zweiten Halbjahr fortgesetzt. "Wir haben auch im Juli sehr gute Neugeldzahlen im Asset Management und Private Banking verzeichnet", so Scheidt.
Das Neugeld ist dem Institut im ersten Halbjahr vor allem aus dem Heimmarkt Schweiz sowie aus Ost- und Mitteleuropa zugeflossen. Dabei wurden im Privatkundengeschäft Neugelder im Umfang von 1,2 Mrd CHF generiert und von institutioneller Seite und von Fonds flossen insgesamt 1,8 Mrd CHF zu.
Dem erfreulichen Neugeld standen negative Markt- und Währungseinflüsse von total 2,3 Mrd CHF gegenüber. Damit verwaltete das Institut per Mitte Jahr 75,9 Mrd CHF nach 75,2 Mrd CHF per Jahresende 2009.
KONZERNGEWINN PROFITIERT VON BEWERTUNGSEFFEKT
Fortschritte verzeichnete die Bank auch auf operativer Stufe. So stiegen die Erträge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17% auf 416,1 Mio CHF. Demgegenüber erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 13% auf 323,5 Mio CHF, womit sich die Cost/Income Ratio auf 76,0% (VJ 77,6%) leicht verbessert hat.
Letztmalig belastete zudem die Commerzbank-Integration mit 7,4 Mio CHF die Rechnung. Profitieren konnte die Bank hingegen von einmaligen Bewertungseffekten über netto 10 Mio CHF. Der Gewinn sei das Resultat von Wertveränderungen auf dem Bondportfolio sowie den eigenen Verbindlichkeiten, erklärten die Verantwortlichen.
Nach Abzug der Steuern verdiente die Bankengruppe damit unter dem Strich mit 79,4 Mio CHF rund 26% mehr als in der Vorjahresperiode.
WEITERES WACHSTUM IM PRIVATE BANKING ANGEPEILT
Verdreifachen konnte die Bank ihren Gewinn vor Steuern im Private Banking und zwar auf 31,3 Mio CHF. Damit hätten sich erste Erfolge der zahlreich lancierten Initiativen und Projekte eingestellt, so der Kommentar.
Gleichzeitig betonte das Management im Private Banking weiter wachsen zu wollen, wenn möglich auch über Zukäufe. Optimistisch zeigte sich das Institut auch für das jüngst lancierte Geschäft mit US-Kunden. So will die Bank in diesem Geschäft bereits in zwei Jahren schwarze Zahlen schreiben.
Zurück auf dem Erfolgspfad sei auch das Asset Management. In einem schwierigen Marktumfeld hätten die Portfolio Manager in vielen Produktlinien die relevanten Benchmarks übertroffen. Insgesamt steigerte die Sparte ihren Vorsteuergewinn um 32% auf 22,9 Mio CHF.
Den grössten Beitrag zum Resultat hat auch im ersten Halbjahr das Investment Banking mit einem Vorsteuergewinn von 68,5 Mio CHF (+23%) geleistet. Dies obwohl die Bank im wichtigen Derivatgeschäft wegen des wieder anziehenden Wettbewerbes einen leichten Rückgang der Marktanteile verzeichnete.
Damit resultierte unter Berücksichtigung des Corporate Centers ein Vorsteuergewinn von total 92,6 Mio CHF (+31%).
AKTIEN NACH SEMESTERAUSWEIS MIT KURSGEWINNEN
Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat die Bank die Prognosen des Marktes geschlagen, was der Aktie Rückenwind beschert. Bis gegen 14.40 Uhr gewinnt das Vontobel-Papier rund 2,2% auf 30,65 CHF und schneidet damit deutlich besser ab als der Gesamtmarkt (SPI) der mit 1,1% im Minus steht.
pf/cc

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