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WERDOHL (awp international) - Die Libyen-Krise, gestiegene Materialkosten und die Auftragsflaute aus dem vergangenen Jahr haben beim Verkehrstechnikkonzern Vossloh im ersten Quartal zu einem kräftigen Gewinneinbruch geführt. Der Überschuss ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte zurück, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch im sauerländischen Werdohl mitteilte. Die ohnehin schon niedrigen Erwartungen von Analysten verfehlte das Unternehmen deutlich. Die Aktie verlor zum Handelsauftakt knapp 1,9 Prozent.
Trotzdem bekräftigte Vorstandschef Werner Andree seine Prognose. Die schwache Entwicklung im Auftaktquartal bezeichnete Andree als "Momentaufnahme", die angesichts der "sehr guten" Auftragslage keine Hochrechnung auf das Gesamtjahr erlaube. "Im Gegenteil: Wir sind auf Kurs, unsere Ziele zu erfüllen." Der Umsatz soll auf rund 1,4 Milliarden Euro und der operative Gewinn (EBIT) auf mehr als 160 Millionen Euro steigen - beides wären Rekordwerte. Das Nettoergebnis soll bei rund 95 Millionen liegen. 2012 wollen die Sauerländer noch einen drauflegen und rund 1,5 Milliarden Euro umsetzen sowie einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 170 Millionen Euro schaffen.
Mut machen dem Konzern die deutlich gestiegenen Bestellungen. Insgesamt gingen in den ersten drei Monaten Aufträge über 622,8 Millionen Euro ein, vor einem Jahr waren es nur 261,1 Millionen Euro. In den Büchern standen damit Ende März Bestellungen für fast 1,5 Milliarden Euro - das ist so viel wie noch nie.
Zu Jahresbeginn wirkte sich aber noch die Flaute aus dem Vorjahr aus. Der Umsatz sank um 12,1 Prozent auf knapp 260 Millionen Euro. Vor allem der Lokomotivenstandort Valencia bekam die Auftragsschwäche zu spüren. Dagegen ging es in Kiel, wo Vossloh schwere Loks für den Güterverkehr produziert, schon wieder aufwärts. Bei den Schienenbefestigungen erlöste der Konzern deutlich weniger, weil in diesem Jahr anders als 2010 eine Grossauslieferung in China erst in der zweiten Hälfte ansteht.
Betroffen sind die Sauerländer zudem vom Krieg in Libyen. Geplante Auslieferungen für zwei Grossaufträge mussten sie einstellen. Den möglichen Umsatzausfall bezifferte das Unternehmen auf rund 70 Millionen Euro in diesem Jahr. Dies will Vossloh nun in anderen Regionen wettmachen. Auf den Gewinn drückten zu Jahresbeginn gestiegene Materialkosten. So sank der operative Gewinn (EBIT) um 49,5 Prozent auf 17,9 Millionen Euro, der Überschuss um 54,6 Prozent auf 10,4 Millionen Euro./enl/jha/ksb

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