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(Meldung umgeschrieben und um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die Verwaltungs- und Privat-Bank AG hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch von knapp 74% erlitten. Zurückgebunden wurde die Bankengruppe nach eigenen Angaben durch das anhaltende tiefe Zinsniveau sowie die Unsicherheiten im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft. Zudem hat der starke Franken seine Spuren hinterlassen. Die Trendwende schaffte das Institut hingegen beim Neugeld, das erstmals seit mehreren Semestern wieder positiv war.
So resultierte für das Jahr ein Netto-Neugeldzufluss von 75,9 Mio CHF, nachdem dem liechtensteinischen Institut im ersten Semester noch 0,3 Mrd CHF abgeflossen waren. Dennoch sanken die verwalteten Kundengelder innert Jahresfrist auf 28,2 Mrd CHF nach 29,5 Mrd CHF per Ende 2009. Der Rückgang sei auf eine performancebedingte Vermögensabnahme von 1,4 Mrd CHF zurückzuführen, teilte das Liechtensteiner Geldinstitut am Dienstag mit. Die Custody-Vermögen werden per Jahresende mit 12,6 Mrd CHF nach 12,3 Mrd im Vorjahr ausgewiesen.
Auf der Ertragsseite hat insbesondere das niedrige Zinsniveau tiefe Spuren im Ergebnis hinterlassen. So brach der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um knapp 35% auf 78,9 Mio CHF ein. Demgegenüber verbesserte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft leicht um 1,5% auf 125,4 Mio CHF und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft schoss um 161% auf 45,8 Mio CHF in die Höhe. Getrieben wurde das Handelsgeschäft vor allem durch Währungsabsicherungsgeschäfte, die insgesamt 20,9 Mio CHF in die Kasse spülten. Der übrige Erfolg sank um 87% auf 6,7 Mio CHF, nachdem im Vorjahr das Institut noch Gewinne auf eigenen Finanzanlagen über 36,5 Mio CHF verbuchen konnte.
Damit sank der Bruttoerfolg innert Jahresfrist um 18% auf 256,8 Mio CHF. Die Kosten sanken zwar ebenfalls, mit 3% auf 179,5 Mio CHF aber massiv weniger stark als die Erträge. Angesichts dessen resultierte eine Verschlechterung der Cost/Income-Ratio auf 69,9% nach 59,0% im Vorjahr.
Negativ auf die Erfolgsrechnung ausgewirkt haben sich auch die deutlich höheren Kreditrückstellungen. Insgesamt schlugen die Positionen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste mit 19,4 Mio CHF zu Buche. Das sind 22% mehr als im Vorjahr. Leicht unter Vorjahr lagen die Abschreibungen und Amortisationen mit 38,7 Mio CHF (-4%).
Nach Abzug der Steuern und Minderheiten verdiente das liechtensteinische Institut damit unter dem Strich mit 15,1 Mio CHF knapp 74% weniger als im Vorjahr. Auch die Profitabilität gemessen an der Eigenkapitalrendite sank deutlich auf 1,7% nach 6,6% im Vorjahr.
Dennoch kommen die Aktionäre in den Genuss einer unveränderten Dividende von 3,50 CHF pro Inhaberaktie respektive von 0,35 CHF pro Namenaktie.
Die Eigenmittel werden mit rund 0,9 Mrd CHF ausgewiesen, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von knapp 2% entspricht. Gleichzeitig verkürzte sich die Bilanzsumme um 9% auf 10,6 Mrd CHF. Die Tier 1 Ratio stieg vor diesem Hintergrund auf 19,0% nach 17,1% per Ende 2009.
Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat die VP Bank die Markterwartungen mit Ausnahme des Neugeldes verfehlt. Insbesondere mit dem ausgewiesenen Reingewinn hat das Institut enttäuscht.
Für die Zukunft sieht sich die VP Bank gerüstet. Der vor Jahren eingeschlagene Weg, habe sich bewährt und die Anstrengungen trügen zunehmend Früchte, schreibt das Institut. Vor diesem Hintergrund werden die im vergangenen November publizierten mittelfristigen Finanzziele bestätigt. So will die Bank in den kommenden drei Jahren jährlich einen Neugeldzufluss von 5% auf Basis der betreuten Kundenvermögen generieren. Die Cost/Income-Ratio soll 65% und die Tier 1 Ratio 16% betragen.
Gleichzeitig gab die Bank bekannt, die bisherige Vermögensverwaltungsgesellschaft in München in eine mit einer Banklizenz ausgestattete Niederlassung umwandeln zu wollen. Dazu werde nun ein entsprechendes Gesuch eingereicht.
pf/ps

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