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(neu: Aktienkurs, Analystenkommentar, Details)
BONN (awp international) - Steigende Transportmengen im Paket- und Frachtgeschäft haben die Deutsche Post zum Jahresstart überraschend stark beflügelt. Wenn sich die Weltwirtschaft weiter erhole, sollte sich die positive Ergebnisentwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen, sagte Finanzvorstand Larry Rosen am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal. Vor allem in Asien und Amerika legte die Post im ersten Quartal deutlich zu. Für 2011 sieht der Manager den Konzern weiterhin im Aufwind.
Die Post-Aktie kletterte bis zum Nachmittag um 2,86 Prozent auf 13,87 Euro an die Spitze des Dax . LBBW-Analyst Per-Ola Hellgren zeigte sich von der Entwicklung im Briefgeschäft positiv überrascht. Der niederländische Konkurrent TNT hatte zuletzt deutlich schwächere Zahlen vorgelegt.
EXPRESS-GESCHÄFT LEGT ZU
Im ersten Jahresviertel profitierte die Post vor allem vom Wachstum im Expressgeschäft, der Fracht und der Lieferketten-Logistik. Die im Unternehmensbereich DHL zusammengeschlossenen Sparten trieben den Konzernumsatz um sieben Prozent auf 12,8 Milliarden Euro nach oben. Weil zugleich die teuren Umstrukturierungen aus dem Vorjahr wegfielen, legte der operative Gewinn (EBIT) überraschend stark um 23 Prozent auf 629 Millionen Euro zu.
Unter dem Strich musste die Post zwar wie erwartet einen kräftigen Gewinnrückgang um 81 Prozent auf 325 Millionen Euro ausweisen. Dies lag jedoch ausschliesslich an Bilanzierungseffekten im Zusammenhang mit dem Postbank-Verkauf , die den Überschuss Anfang 2010 auf 1,75 Milliarden Euro aufgebläht hatten. Bereinigt um diese Faktoren legte der Nettogewinn nun um 27 Prozent auf 381 Millionen Euro zu.
Nach den grossflächigen Umstrukturierungen der jüngsten Vergangenheit sieht der Vorstand die Post für die Zukunft gerüstet. "Die Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen der vergangenen Jahre zahlen sich aus", sagte Finanzchef Rosen. Die Arbeiten an den grossen Baustellen des Konzerns seien abgeschlossen. Weil die hohen Umstrukturierungskosten im Express-Geschäft wegfielen, verdoppelte sich der operative Gewinn der Sparte nahezu auf 216 Millionen Euro.
DHL WÄCHST STARK
Insgesamt steuerten die DHL-Sparten mit 363 Millionen Euro fast so viel zum operativen Ergebnis bei wie die langjährige Kernsparte Brief mit 373 Millionen Euro. Angesichts von E-Mail und Fax geht der Briefversand seit Jahren zurück. Im ersten Quartal blieb der Umsatz der Sparte dank des darin enthaltenen Paketgeschäfts immerhin stabil. Der operative Gewinn sank jedoch um vier Prozent.
Hier schlugen sich die Anlaufkosten für den digitalen, rechtsicheren E-Postbrief nieder, der die Rückgänge in der Sparte teilweise kompensieren soll. Zudem muss die Post seit Mitte 2010 von Geschäftskunden Mehrwertsteuer verlangen und hat ihnen seitdem Rabatte eingeräumt.
ZIELE BEKRÄFTIGT
Für die Zukunft baut die Post vor allem auf das Wachstum der DHL-Bereiche. Während die Briefsparte ihren Gewinn in diesem Jahr mit gut einer Milliarde Euro in etwa stabil halten soll, verspricht sich der Vorstand vom DHL-Geschäft weiterhin ein steigendes operatives Ergebnis von bis zu 1,7 Milliarden Euro. Damit soll das EBIT konzernweit von zuletzt 1,8 Milliarden Euro auf dann 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro wachsen. Bereinigt um den Postbank-Effekt soll auch der Überschuss zulegen.
Zu grösseren Übernahmen will sich der Post-Vorstand trotz einer Milliardensumme in der Kasse derzeit nicht hinreissen lassen. Finanzchef Rosen zeigte sich mit der derzeitigen Aufstellung des Konzerns zufrieden. Es gebe auch keine Unternehmensteile, von denen sich das Management trennen wolle./stw/stb/wiz

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