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Zürich (awp) - Die Petroplus Holdings AG gibt am Mittwoch, 4. August, die Resultate für das zweite Quartal 2010 bekannt. Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
Q2 10
In Mio USD AWP-Konsens Q2 09
Refining & Marketing
EBITDA* 179 135
Reinergebnis* 33 10
IFRS-Reinergebnis -38 205
*bereinigt
FOKUS: Nach Verlusten in den vergangenen Quartalen rechnen die Analysten bei den Zweitquartalszahlen der Raffineriebetreiberin wieder mit einem um Sondereffekte bereinigten Reingewinn. Von besonderem Interesse sind die Liquidität und die Entwicklung des Cashflows. Ausserdem erhoffen sich die Analysten Aussagen des Managements zur weiteren Akquisitionspolitik. Die Zukunft der Raffinerie Reichstett könnte ebenfalls klarer werden, hier zieht Petroplus eine Schliessung oder einen Verkauf in Erwägung.
Die Einschätzungen der Analysten zu den weiteren Aussichten fallen unterschiedlich aus. So ist in einem Kommentar von verhaltenen Perspektiven aufgrund hoher Raffineriekapazitäten die Rede. In einer anderen Beurteilung werden der starke Fokus auf das Raffinationsgeschäft und die weitergehenden Sparmassnahmen von Petroplus positiv hervorgehoben, demnach dürfte das Unternehmen von besseren wirtschaftlichen und preislichen Rahmenbedingungen profitieren.
Die IFRS-Bilanzierungspraxis von Petroplus schreibt die Bewertung der Lagerbestände nach der FIFO-Methode (first in, first out) vor. Dieser Lagerbewertungseffekt - basierend auf Veränderungen des Ölpreises - kann für deutliche Unterschiede zwischen bereinigtem und IFRS-Reinergebnis sorgen. Im zweiten Quartal 2010 wird der negative Sondereffekt von den Analysten auf 25 bis 150 Mio USD veranschlagt.
ZIELE: Mit Blick auf die weitere Entwicklung erklärte das Unternehmen bei der Vorlage der Erstquartalszahlen, die Erholung der Margen dürfte sich fortsetzen. Die erwartete durchschnittliche Durchlaufrate wurde für das zweite Quartal bei 580'000 Barrel pro Tag gesehen. Wartungsmassnahmen waren für die Anlagen Cressier, BRC und Reichstett bis Ende Juni geplant. Einen detaillierten finanziellen Ausblick gab Petroplus wie üblich nicht.
PRO MEMORIA: Die Übernahme der Raffinerie Delaware City von der Valero Energy Corporation ist abgeschlossen, wie Petroplus Anfangs Juni mitteilte. Die Raffinerie werde gründlich überholt und soll im ersten Halbjahr 2011 wieder an den Start gehen. Ein Teil des Betriebes werde über diesen Zeitraum hinweg aufrecht erhalten. Die Kosten für Wartung und operative Verbesserung bezifferte Verwaltungsrats-Präsident Thomas O'Malley auf 125 Mio USD. Der Kaufpreis für die Raffinerie betrug 170 Mio USD und für das dazugehörige Kraftwerk 50 Mio USD.
Mit diesem Zukauf betritt das Unternehmen den US-Markt, bisher war Petroplus nur in Europa präsent. Entsprechend verweist das Management auf das breitere Portfolio und die grössere geografische Reichweite. Neue Akquisitionsmöglichkeiten sah Petroplus jüngsten Angaben zufolge nicht in Nordwest-Europa, obwohl dort mehrere Raffinerien zum Verkauf stehen.
Neben Zukäufen will Petroplus den bisherigen Anlagenpark rationalisieren, von Standorten in den Niederlanden und Grossbritannien hat sich die Gesellschaft bereits getrennt. Eine Entscheidung über die Zukunft der Anlage Reichstett in Frankreich sollte bis Anfang August fallen, hiess es im Mai.
Petroplus emittierte im Mai im Zuge einer Kapitalerhöhung 8,65 Mio neue Aktien, entsprechend 9,995% des ausstehenden Aktienkapitals. Dem Unternehmen flossen Bruttoeinnahmen von 151,4 Mio CHF zu. Rund 125 Mio USD dienen der Finanzierung der Raffinerie in Delaware City und der Rest ist für weitere Investitionen vorgesehen.
www.petroplusholdings.com
dl/cc

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