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Davos (awp/sda) - Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann bezeichnet die Franken-Stärke zwar als ernstes Problem, insbesondere für die Industrie und den Tourismus. Von einer Krise könne bisher aber nicht gesprochen werden.
Die Wechselkursprobleme würden das Wachstum der Schweizer Wirtschaft in den kommenden Quartalen bremsen, sagte Schneider-Ammann am Donnerstag am Open Forum in Davos, das vom Evangelischen Kirchenbund und der Umweltschutzorganisation WWF parallel zum Weltwirtschaftsforum (WEF) organisiert wird.
Wechselkurse liessen sich nur mit geldpolitischen Massnahmen beeinflussen und für diese sei exklusiv die von der Politik unabhängige Schweizerischen Nationalbank (SNB) zuständig.
Die SNB hat im vergangenen Jahr zwar die Franken-Hausse etwas verzögern können, musste wegen der erlittenen Kursverluste auf den gekauften Euro und Dollar aber einen Jahresverlust von 21 Mrd CHF ausweisen. Inzwischen hat sich der Euro wieder etwas gefangen.
Patrick Odier, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, kritisierte am Open Forum das Vorgehen der SNB: "Das Resultat ist schlecht, die Nationalbank hat zu schnell gehandelt und ist zu weit gegangen", sagte Odier vor den gut gefüllten Rängen der öffentlichen Veranstaltung.
Der US-Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini bezeichnete die Schweiz dennoch weiterhin als Hort der Stabilität, auch wenn die Wechselkurse eine namhafte Herausforderung seien.
mk

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