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(Neu: weitere Angaben zu China und asiatischen Ländern, Lead sowie Absätze 1 und 2 sowie 7 bis 10 neu respektive angepasst)
Genf (awp/sda) - Die Schweiz schwingt wie bereits im vergangenen Jahr auf der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften obenaus. Das World Economic Forum (WEF) beurteilt aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der asiatischen Länder immer besser. Die USA dagegen wurden zurückgestuft.
Wie schon im vergangenen Jahr sind die Ökonomen des WEF voller Lob für die Schweiz: Das Land zeichne sich durch eine hervorragende Innovationsfähigkeit aus und habe die besten Forschungseinrichtungen der Welt, schreiben sie in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Auch würden die Unternehmen viel Geld für die Forschung lockermachen.
Generell sei die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stark. Die Experten heben auch die Rolle der Behörden und Institutionen hervor, die sie zu den effizientesten und transparentesten der Welt zählen. Und die Schweizer Infrastruktur bezeichnen sie als "vorzüglich".
Ihre Leistungsfähigkeit verdanke die Schweiz auch dem starken Finanzsektor und einem effizienten Arbeitsmarkt. Das wirtschaftliche Umfeld der Schweiz wird als eines der stabilsten überhaupt bewertet.
Als grösste Schwäche der Schweiz bezeichnet das WEF wie schon vor einem Jahr den Zugang zu den Universitäten: Mit nur 49,4% der Schulabgänger an einer Universität oder Fachhochschule liege die Schweiz hinter anderen hochentwickelten Ländern.
Das WEF fordert die Schweiz daher auf, die höhere Ausbildung auch im Interesse der Produktivität mehr zu fördern. Schlecht platziert ist die Schweiz auch im Hinblick auf die Handelsbarrieren und die Kosten der Landwirtschaft.
Auf dem zweiten Platz der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt rangiert Schweden. Das Land, das vor einem Jahr noch den vierten Platz eingenommen hatte, hat laut dem WEF ähnliche Vorzüge wie die Schweiz. Auf Rang drei setzt das WEF Singapur, vor allem wegen des funktionierenden Regierungssystems, des Finanzplatzes und der leistungsfähigen Infrastruktur.
Singapurs Arbeitsmarkt wird sogar noch als besser eingestuft als der schweizerische. Überhaupt schneiden die asiatischen Länder im WEF-Ranking besser ab als noch vor einem Jahr: Japan hat sich von Platz 8 auf Platz sechs verbessert, Hong Kong auf Platz 11 gehalten.
China schliesslich rangiert weiterhin unter den 30 wettbewerbsfähigsten Ländern und hat sich um zwei Plätze auf Rang 27 verbessert. Südkorea (Platz 22), Malaysia (Platz 26) und Thailand (Platz 38) sind zwar auf der Rangliste zurückgefallen, dies aber nur weil sich Länder der Golfregion nach vorne schieben konnten.
Anders die grösste Volkswirtschaft der Welt, die USA: Nachdem sie vor einem Jahr den ersten Platz verloren hatte, fällt sie diesmal sogar auf den vierten Platz zurück. Laut WEF halten die USA mit ihrer schieren Marktgrösse, ihrer Innovationskraft und dem flexiblen Arbeitsmarkt dennoch immer noch Trümpfe in der Hand.
Der Zustand des US-Finanzsystem und die "alarmierend" hohe Staatsverschuldung jagen den Experten aber Sorgenfalten auf die Stirn. Die US-Bürger hätten kein hohes Vertrauen in ihre Politiker, schreibt WEF-Chefökonomin Margareta Drzeniek Hanouz. Gleichzeitig bezichtige die Wirtschaft die Politik, ihre Mittel zu vergeuden.
Um zwei Plätze auf Platz fünf gerückt ist Deutschland, das als grösste Schwäche aber einen relativ starren Arbeitsmarkt mit sich herumträgt. Auf den Plätzen 7 bis 10 folgen Finnland, die Niederlande, Dänemark und Kanada. Den 12. Platz belegt Grossbritannien, den 15. Platz Frankreich. Ganz am Ende der Liste stehen die afrikanischen Länder Mauretanien, Simbabwe, Burundi, Angola und der Tschad.
mk

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